Der Hitze-Blues

Leben 1031 – Samstag, 27.07.13 Hinweise: Traurig zu singen. Ein Blues halt. Wer mitsingen will, sollte die Silben nach dem ` Zeichen betonen. Die jeweils ersten zwei Zeilen mit melancholischer Melodie singen, die jeweils dritte Zeile nach Belieben kämpferisch oder tieftraurig intonieren. Der Hitze-Blues Ich `leide `unter `Sommer`hitze, `schwitze, `bin zu `gar nichts `nütze, `leide…

Paprika!

Leben 1003 – Donnerstag, 02.05.13 Paprika!   Was man so aneinander hat, das merkt man meistens oft zu spat. Ich will nicht lange drüber schwätzen, beizeiten sollte man sich schätzen. Entdeckt man schmerzhaft den Verlust, ist man tieftraurig, voller Frust. Verloren sind jetzt Malz und Hopfen, wo bist Du nur, mein Spülenpfropfen? Ich will doch…

Nässe ist nur schlimm, solange man noch trocken ist

Leben 891 – Sonntag, 03.06.12 Nässe ist nur schlimm, solange man noch trocken ist     Wenn Tröpflein sanft zu Boden schweben, und meine Kopfhaut tun beleben, wenn sie die Brille gern benetzen, dann fang ich an schnell heim zu hetzen. Doch wenn die Wolken plötzlich brechen, die Nässestrahlen mich zerstechen, dann denk ich nicht…

Zug-Entzug – oder Vorschlag für eine Bahnpendler-Hymne

Leben 823 – Freitag, 23.03.12 Zug-Entzug – oder Vorschlag für eine Bahnpendler-Hymne     Das nachstehende Gedicht ist eigentlich ein Liedtext. Zu singen nach Reeperbahn 2011 (What it’s like). Vielleicht hörst Du Dir erst das Original an. Aber auch wiederkommen!!! „Mein“ Text ist natürlich dem Original nachempfunden: http://www.udo-lindenberg.de/reeperbahn_2011_what_it_s_like.100971.htm   Jetzt aber. Am besten, Du versuchst…

poe Du

Leben 821 – Dienstag, 20.03.12 poe Du   Ich wär‘ so gern poe Du mit Dir, ich glaub, ich werd‘ das nie, ich und die Poesie.   © Ulf Runge, 2012 Zum Tag der Poesie am 21. März …  

Jetzt

Leben 678 – Mittwoch, 09.02.11     Ich bin… … Jetzt.   Ich bin nicht Gestern. Nicht Morgen. Ich bin nicht Heute. Weil Heute morgen Gestern ist. Ich bin nicht Heute. Ich bin Jetzt.   Ich bin auch nicht der Augenbiick, der soeben vorbei gegangen ist. Nicht der Moment, der da noch kommen möge.  …

Wiedergeboren

Leben 589 – Donnerstag, 24.06.10 All-erster Blick und erster Gedanke, erstes Gefühl, und das heißet „Danke!“ Der erste bewusste Einatmenzug, das wär‘ mir zum Leben fast schon genug. Wiedergeboren und wiedererwacht, aus ganz tiefem Schlaf, und nach sehr langer Nacht, erhofft, nicht gewusst, und dann doch eingetreten, manchmal hilft nichts, und bisweilen hilft beten. Dein…

Sehr-früh-Vogel-Lied

Leben 583 – Sonntag, 23.05.10 Ohn‘ Mondenschein, ohn‘ Kerzenschein, ohn‘ Thomas Alva Edison, da gäb’s nur Grund zu heulen, für all der Nacht ihr Eulen. Der frühe Wurm sehr glücklich ist, weil er die Nachteul‘ gern vermisst, denn jene schreibt und liest, ist nett, bevor sie wurmlos geht dann doch ins Bett. Die Nachtigall, die…

Wahlaufruf

Leben 577 – Donnerstag, 29.04.10 Es ist Dein Urin, mit dem ich eines Tages klärwassergeklärt meinen Durst stillen werde. Quellwasserklar. Es ist Dein Atem, Deine verbrauchte Luft, mit der ich sauerstoffreduziert meine Lungen fülle. Nach Atem ringend. Es sind Deine Gedanken, die ich wiederdenken werde. Dein Hass und Deine Zuwendung, Dein Aber und Deine Liebe….

(Geburtstags)Grüße

Leben 569 – Montag, 12.04.10 So viel geseh’n gedacht gelebt geweint gefühlt gestern. Wieviel morgen? Wohlfühlig viel heute! Was gestern gewünscht Du und was Du geträumt, mit all diesen Früchten Dein Weg sei gesäumt! Und während Du bist, einfach hier, einfach Du, blinzle offen und hoffend dem Kommenden zu! © Ulf Runge, 2010 Für alle…

Dreieins

Leben 504 – Mittwoch, 14.10.09 Als der Gedanke bemerkte, dass nicht er es war, der da dachte, sondern dass er gedacht wurde, da beschloss er, Wort werden zu wollen. Und als der Gedanke bemerkte, dass er es war, der da gesprochen wurde, und als das Wort bemerkte, dass nicht es es war, das da sprach,…

Ratlos

Leben 494 – Freitag, 25.09.09 Schlaflos. Mutlos. Achtlos. Als ich „Schlaflos“ schrieb, hatte ich keine blassen Schimmer davon, dass mir an den zwei folgenden Abenden die Themen „Mutlos“ und „Achtlos“ aus den Fingern fließen würden, direkt in die Tastatur hinein. Und nun sitze ich ratlos da und stelle mir die Frage, worüber ich denn nun…