Aus! der Zeitung – Folge 2

Leben 1264 – Freitag, 08.07.16

Aus! der Zeitung – Folge 2

 

Ich komme noch einmal auf die Zeitung von heute zu sprechen. Die hat nämlich ein Schwesterblatt in der Nachbarstadt.

Die schmerzliche Niederlage wurde dort ebenfalls zum Aufmacher. Wobei sich die Redaktion für ein anderes Foto entschied. Und auch eine andere Topmeldung darunter bevorzugte. Also ein ganz anderer erster Eindruck, wenn man zum ersten Mal auf die Titelseite schaut.

Integrationsbeispiel

Bei dieser Collage wird mir ein weiteres Mal bewusst, was für ein schönes Beispiel von gelungener Integration die Nationalmannschaft ist. Und das zieht sich quer durchs Land, quer durch alle Sportarten, egal ob männlich oder weiblich, Profis oder Amateure.

Die drei Herren auf dem Foto wären nicht auf dem Spielfeld gestanden, wenn es nach dem Willen reinrassig Vorvorgestriger gehen würde.

Ein Deutsch-Türke. Ein Nicht-Nachbar. Und einer, der lebenslänglich vergeblich versuchen wird, Hochdeutsch zu sprechen.

Sie gehören zu unserer ersten „Garnitur“, weil sie überragend sind in Talent und Können, vor allem aber, weil sie das Wollen zum gemeinsam erfolgreich Sein mitbringen.

So geht Integration.

Bildquelle: Bergsträßer Anzeiger, Bensheim; „leicht“ nachretuschiert…

© Ulf Runge, 2016

5 thoughts on “Aus! der Zeitung – Folge 2

  1. Manchmal wünsche ich mir statt des Wortes „Integration“ lieber das Wort „miteinander“.
    Bei Integration denk ich daran, wie Menschen mit nicht-deutschen Geburtsorten mit hocherhobenem rechten Arm durch Straßen marschieren *grusel*😀

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    1. Schlimme Assoziation. Die ich mit Gleichschaltung verbinde. Im Gegensatz zur Fusion (Mal gucken, was geht) ist Integration (In unsere Werte und Normen hineinpassen und bei Bedarf auch uns selber verändern) schon das, was erstrebenswert ist. Finde ich.

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      1. Kann man nicht andere Werte und Normen haben und trotzdem mit anderen Menschen in Einklang leben?
        Ich hatte z.B. eine indische Freundin, die regelmäßig den Tempel besuchte, in ihrer Familie als unverheiratete Frau Mitte 20 als „alte Jungfer“ galt und deren Eltern sich einen indischen Mann wünschten. Und die unser Essen etwas fade fanden😉 Andere Werte und Normen, trotzdem nix Schlimmes, oder?

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      2. Natürlich geht das. Da bin ich ganz bei Dir. Das darf und soll.
        Ich habe im Fokus unsere Rechtsnormen und das wertschätzende Miteinander sowie den Spracherwerb als Eintrittskarte in unser soziales Gefüge.

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