Dichterisch.wachs.achtest

Leben 1257 – Freitag, 10.06.16

Dichterisch.wachs.achtest

 

Eine Kreativitätsübung beim Schreiben ist, sich drei Begriffe auszudenken und dann über diese drei Begriffe dergestalt zu schreiben, dass sich ein irgendwie gearteter Bezug ergibt, den man eventuell als noch als ein bisschen sinnvoll bezeichnen könnte.

Meine drei Begriffe sollen jetzt heißen: „Dichterisch“, „wachs“ und „achtest“.

Nein. Ich nehme keine Drogen. (Und weiß, dass das alle behaupten.)

Nein. Mir sind die Themen nicht ausgegangen. Auch das hier ist ein „Thema“.

Heute schreibe ich über eine (für mich) neue App, von der man meinen könnte, sie sei dazu erfunden worden, um ideenlosen Bloggern als Kreativitätsimpuls zu dienen. Dem ist allerdings nicht so.

Beim Öffnen dieser App erfahre ich etwas total Interessantes über das Stück Erde, auf dem Haus steht, in dem der Stuhl steht, auf dem ich gerade sitze.

Genau genommen befinde ich mich gerade in: „Dichterisch.wachs.achtest“.

Ich interpretiere das mal als die Chance, durch Achtsamkeit beim Dichten wachsen zu können. Was für ein Omen für meinen Blog, für diesen Artikel.

Ich riskiere, dass dieser Artikel nicht zu Ende gelesen wird, wenn ich nun zusätzlich verrate, dass ich bei einem Gang zur Toilette auf einmal über „Spätes.zelten.Kurse“ berichten würde.

Genug gescherzt.

Nähern wir uns diesem ernsthaften und in der Tat sinnvollen Thema mal über folgende Fragestellungen.

Du befindest Dich an einem wunderbaren Sandstrand. Möchtest von anderen gefunden werden. Möglichst präzise. Etwa damit diese anderen mit Dir im Meer baden gehen. Vielleicht aber sind diese anderen aber auch Rettungskräfte, die Deine Begleiter und Dich retten, nachdem Ihr mit einem Rettungsboot hier gestrandet seid. Die Bandbreite reicht also von Freizeitvergnügen bis Lebensrettung.

Die App basiert auf der Idee, den Globus in eine riesige Anzahl von Kleinstflächen einzuteilen und diesen einen eindeutigen Namen zu geben, der sich aus drei Wörtern zusammensetzt.

Mit Hilfe von Längen- und Breitengraden geht das prinzipiell ja heute schon viel genauer. Allerdings sind das Zahlenkolonnen mit Vorder- und Hinter-Kommastellen, bei deren Weitergabe sich der Fehlerteufel viel leichter einschleichen kann als bei der Verwendung von drei Wörtern, die in ihrer Schreibweise und in Ihrem Klang nahezu nicht verwechselbar sind.

Besagt App heißt what3words. Ich bedanke mich bei SWR3, auf diese in ihrer Tragweite noch nicht abschätzbare Bereicherung meiner App-Sammlung aufmerksam gemacht zu haben.

So und jetzt verabschiede ich mich zum Schlafen nach „geklärt.gaben.laufe.“

© Ulf Runge, 2016

8 thoughts on “Dichterisch.wachs.achtest

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