Zwei Null

Leben 1231 – Dienstag, 19.04.16

Zwei Null

 

Heutzutage ist ja alles Zwei Null. Das hat erst einmal nichts mit Fußball zu tun oder so.

Wo früher jahrelang (!) „Neu“ oder „Frisch eingetroffen“ drauf stand, ist jetzt „Zwei Null“. Und zwar so geschrieben: „2.0“. Manche sagen auch Zwei Punkt Null. Wer Zwei Dot Null sagt, ist im falschen Film.

Erzähl einen verunglückten Witz endlich mal mit der richtigen Pointe. Dann ist das Witz 2.0. (Du weißt ja inzwischen, wie Du das aussprichst.)

Ich erfinde mich neu. Prompt bin ich Ulf 2.0.

Eins Null ist das Alte, Zwei Null das Neue. So einfach ist das. Eins Null sagt bloß keiner. Weil bei Eins Null weiß ja noch niemand, dass es jemals Zwei Null geben wird.

 

Ein Leben ohne Laserpointer ist bewiesenermaßen möglich. Es geht aber auch mit. Ich laufe in der Vorlesung gerne durch den Raum und kann dann auf die Details in der projizierten Folie hinweisen, die mir wichtig sind. Sozusagen eine Lesehilfe geben.

Den Laserpointer habe ich mal geschenkt bekommen. Und jetzt sind vergangene Woche die Batterien leer geworden. Und neue zu besorgen habe ich schlicht versäumt.

DSC04793_Bambusstock

Ich entscheide mich, das auf dem Foto gezeigte Utensil mitzunehmen. Frage in die Runde, ob denn jemand wisse, was das sei.

`Ja natürlich`, ein Bambusstock sei das. Mit dem könne man schlagen!

Ich greife den Interpretationsvorschlag auf und erkläre: „In der Tat. Das ist ein Disziplinierungswerkzeug, Version 99.0. Hat eine lange Tradition. Ist was Ausgereiftes.“

Ich komme auf den tatsächlichen Grund zu sprechen, warum ich heute in Begleitung bin: „Und dann gibt es da noch etwas, was dieser Bambusstock darstellt. Er ist Laserpointer 0.0. Ganz ohne Batterien.“

 

© Ulf Runge, 2016

12 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ilanah sagt:

    lach….ich habe keine Ahnung, was dieses 2.0 wirklich bedeutet, habe es mir aus dem Zusammenhang abgeleitet, wenn es mir unterkam, dass es sich um etwas Neues handeln muss.

    Mein Wissen dbzgl ist eher 0.0, wenn es sowas überhaupt gibt…..grins…

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    1. Ulf Runge sagt:

      Das ist einfach das Hochzählen der Versionsnummer. Wie gesagt, 1.0 gibt es nur, wenn man ziemlich sicher ist, dass 2.0 folgen wird.
      0.0 ist nicht schlimm. Wir „graden“ ja gerade „up“ auf 2.0. 🙂

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      1. Ilanah sagt:

        Verstehen tu ich es trotzdem nicht.

        Kommt dann auch noch 3.0? Habe ich aber noch nie gehört oder gelesen.

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      2. Ulf Runge sagt:

        Ich kenne diese Form der Versionsnummerierung schon sehr lange. Sie ist typisch für IT-Anwendungen. Heute gerne Apps genannt.

        Bei Windows gab es z.B. ein so grottenschlechtes 3.0, dass ganz schnell die dann ganz ordentliche und lange verwendete Version 3.1 nachgeschoben wurde.

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  2. maribey sagt:

    Back to the roots. Überzeugend, ohne Batterien. 🙂

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    1. Ulf Runge sagt:

      Ja. Ohne elektrischen Widerstand. Und ohne jeglichen sonstigen Widerstand. 🙂

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      1. maribey sagt:

        Und dann diese Unmittelbare, keine Verbindung schaffen müssen, kein Schauen, ob on grün leuchtet. Geradezu genial.

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      2. Ulf Runge sagt:

        Der Pointer leuchtet rot, wenn er arbeitet. Vielleicht schon 3.0?

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      3. maribey sagt:

        Wenn es ohne Batterie möglich ist, tendiert es schon zu 4.0.

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      4. Ulf Runge sagt:

        Ja. Ist ja viel nachhaltiger. Und hat dazu noch zwei Funktionen. Respekt!volle Grüße 😉

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  3. Sind wir nicht schon bei Industrie 4.0?
    Vor 2.0 gab es doch auch schon [produktname] 2000, alternativ [produktname] Millenium oder aber auch [produktname] 360 (Grad).
    Da möchte ich gern mal zitieren: „Du kannst Sch**ße auch ‚Gold‘ nennen oder aber auch in Goldfolie einwickeln. Bloß weil’s anders heißt oder anders aussieht, bleibt’s aber trotzdem Sch**ße!“ 🙂

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  4. Ulf Runge sagt:

    Ja, bei Industrie sind wir bei 4.0.

    Das ist eine Hochzählung der bisher als bedeutsam gefundenen industriellen Revolutionen. Wenn da Interesse an weiteren Informationen besteht, insbedsondere auch zum Thema Dematerialisierung, kann ich da gerne noch etwas nachschieben.

    Goldig. Beim rosa Elefanten, an den man denkt, wenn man nicht an ihn denken soll, werde ich zukünftig an goldenen Hundekuchen denken…

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