Aus dem Boden schießend

Leben 1210 – Dienstag, 05.04.16

Aus dem Boden schießend

20160405_130415_Erdbeerhäuschen

Der Frühling ist da. Endgültig. Davon kann man sich überzeugen, wenn man aufmerksam an die Straßenränder guckt. Dort schießen (!) wie Pilze (!) aus dem Boden die, na was wohl, genau, die Erdbeerhäuschen.

Es geht die Mär um, dass Erdbeeren ja früher noch in harter Arbeit bückend geerntet werden mussten.

Dank des technischen Fortschritts ist das zum Glück vorbei. Die Erdbeerhäuschen machen demnächst auf und dann kann man, ohne sich hinknien oder sonst eine devote Haltung annehmen zu müssen, die Erdbeeren in bequemer Körperhaltung gegen einen täglich schwankenden Obulus erwerben.

Während die Papis jetzt abends nicht mehr durch die Gegend fahren und den dabei Tank leeeeeer fahren müssen, um eine günstige Tankstelle zu finden, weil es ja die Tankstellen-Apps gibt, werden jetzt vermutlich – ausgleichende Geschlechterungerechtigkeit – die Muttis durch die Gegend fahren, um den günstigsten Erdbeerpreis zu erhaschen.

Die Erdbeer-App und zentral registrierte Erdbeer-Preise, das wäre doch mal ein Thema für die Bundesregierung! Schade, dass die Wahlen sind vorbei. Interessiert vermutlich also niemanden…

© Ulf Runge, 2016

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Mein Kollege kommt täglich mit 1kg Erdbeerkörbchen um die Ecke.
    Das Gute: Er teilt gern 😉

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    1. Ulf Runge sagt:

      Vorbildlich, Dein Kollege! Und toll, dass Du ihm beim Teilen hilfst! Wo arbeitest Du noch einmal? 😉

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      1. Wenn ich mir das Impressum ansehe, zu weit weg für eine Handvoll Erdbeeren 😉

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      2. Ulf Runge sagt:

        Das kann sich nicht um Dein Impressum gehandelt haben. 😉

        Aber Du hast recht. Du wohnst in der Großstadt. Ich auf dem Land.

        Wobei. „Für eine Handvoll Erdbeeren!“ Was könnte das für ein Drehbuchtitel sein. Und dann als Teil 2: „Nicht ohne meine Schlagsahne…“

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  2. Heinrich sagt:

    Lieber Ulf,
    wir müssen uns UNBEDINGT um die Hummeln kümmern! Ich habe gehört, dass nicht die Bienen die Erdbeeren bestäuben, sondern die Hummeln, die auch vom Aussterben bedroht sind.
    Nachher müssen doch wieder Menschen in gebückter Haltung zum Bestäuben anrücken?!
    (Oder wir müssen die Erdbeeren überzeugen, auf Bäumen zu wachsen!?

    Gruß Heinrich

    Gefällt 2 Personen

    1. Ulf Runge sagt:

      Lieber Heinrich,

      eine Möglichkeit wäre es in der Tat, die Erdbeeren auf die Bäumchen aufzupfropfen. Auf diese geniale Idee hat mich Dein schönes Bild gebracht.

      Und wie Du bestimmt vermutest, wenn Du es nicht schon weißt, Hummeln (https://ulfrunge.wordpress.com/2016/04/03/ich-liebe-den-fruehling/) und Hornissen (https://ulfrunge.wordpress.com/2008/01/14/vom-sinn-des-unsinns-eine-erste-annaherung/) haben es gut bei mir.

      Letztere Fundstelle ist zumindest eine Annäherung an das Existenzrecht für Hummeln, werden sie in diesem Artikel doch als „elegante Luftgleiter“ (Zitat Ende) bezeichnet.

      Liebe Grüße, Ulf

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