Magnum

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Leben 1097 – Sonntag, 19.01.14

Magnum

 

Wir schreiben den Spätsommer 2012, es ist schon spät am Abend. Ich schaue noch mal kurz auf mein Smartphone und entdecke, dass da gerade eben eine E-Mail hereingekommen ist.

Die CSC Akademie in Wiesbaden, die mich bei meiner Zertifizierung zum IPMA-/gpm-Projektmanager begleitet hatte, lädt ein. Wie jedes Jahr zum Absolvententreffen Ende Oktober. Ein Termin, den man sich nicht entgehen lassen sollte, da dort überwiegend hochkarätige Praxis-Berichte zum Thema Projektmanagement vorgetragen werden.

Ich bestätige die Einladung und mache für heute Schluss mit E-Mails.

Das schöne an diesem Termin ist u.a., dass man ihn nur in seinen Terminkalender eintragen muss. Nicht selber was vorbereiten. Einfach nur hingehen.

Vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung warten bereits belegte Brote und Suppe auf die Gäste. Man trifft Gesichter wieder, die man schon länger nicht gesehen hat, erzählt, hat Freude am Wiedersehen.

Dann bittet Peter Felske, der immer gut gelaunte Gastgeber des Absolvententreffens, man möge doch bitte seinen Platz im Vortragsraum einnehmen, welcher sich nun sehr schnell mit erwartungsfrohen Mienen füllt.

Peter begrüßt uns Teilnehmer und legt am Beamer die Agenda auf. Er macht uns Appetit auf das Programm des Nachmittags. Dann hält er kurz inne und sagt sinngemäß, dass er sich bei allen Anwesenden für Ihr Kommen bedankt, vor allem aber bei einem, bei Ulf Runge, weil dieser…

Adrenalinstoß! Der Peter hat meinen Namen gesagt. Und kommt auch schon auf mich zu. Ich höre ihn weitersprechen: „Weil eine Veranstaltung nur dann zustande kommt, wenn es einen allerersten gibt, der sich anmeldet.“ Ich erhebe mich und nehme freudig eine Magnum-Flasche edelsten Rheingau-Sektes entgegen und bedanke mich ganz herzlich.

Es ist eine schöne Tradition bei dieser Veranstaltung, die/den ersten dafür zu belohnen, dass sie/er sich als erste/r angemeldet hat.

Manchmal machen wir uns gar nicht auf den Weg. Obwohl wir uns selber doch am meisten dadurch belohnen könnten, dass wir die Komfortzone verlassen haben und unterwegs sind.

Ohne den ersten Schritt kommt kein Läufer ins Ziel…

Und ab dem zweiten Schritt ist man schon unterwegs, selbst wenn man vermeintliche Umwege beschreiten muss oder sogar das Ziel neu definieren.

 

© Ulf Runge, 2014

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Volker Kunz sagt:

    Lieber Ulf,

    Deine Beiträge gehören nun schon seit einiger Zeit zu meinem „Pflichtprogramm“, da sie stets interessant zu lesen sind. Und vielleicht bin ich ja auch der Erste, der auf diesen Beitrag reagiert? Aber ich mache dies natürlich auch gerne ohne Magnum-Flasche …!
    Einfach nur für mich!

    Liebe Grüße
    Volker

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