Tradition

Leben 1094 – Mittwoch, 08.01.14

Tradition

English translation see below

Beim Begriff „Tradition“ habe ich immer ein leichtes Grummeln im Bauch. Weil Tradition mich an Dinge erinnert, die man tut, ohne zu wissen, warum. So etwas mag ich nicht.

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Eine schöne Tradition ist es, jedes Jahr am 1. Advent-Wochenende auf den schwedischen Weihnachtsmarkt in Frankfurt zu gehen. Um dort etwa mit Lachs gefüllte Tunnbröd-Rollen zu essen, weihnachtlichen Klängen aus Skandinavien zu lauschen, einen „Glögg“ genannten Glühwein zu genießen. Als Nachtisch Ostkaka aus Frödinge, dem vermutlich leckersten Käsekuchen auf dem ganzen Globus. Schwedische Lebensmittel (Gesalzene Butter, Anna-Kekse) ergattern, wunderbare Glaskunst zu bestaunen und Handarbeiten aus Rentierleder als außergewöhnliches Geschenk zu ergattern.

Der schwedische Weihnachtsmarkt ist allerdings NICHTS ohne den Erwerb des Sverigealmanackan, des Wandkalenders für das kommende Jahr. Für jeden Monat ein typisches Motiv aus einer anderen Provinz (Län) im typischen Sverigealmanacken-Stil.

Leider fiel der letzte Besuch des schwedischen Weihnachtsmarktes aus. Das bedeutet: Eine Jahr ohne diesen stimmungsvollen Kalender stand vor der Tür. Eine leere Fläche an der Küchenwand in den kommenden 12 Monaten.

Internetseidank klingelte es heute an der Haustür. Die Post. Globalisierungseidank traf das vor Weihnachten bei Sommarbackens Ullbod bestellte Päckchen endlich ein, auf dem deutschsprachigen Lieferschein sogar handschriftlich signiert von der verantwortlichen Mitarbeiterin „Mvh Angelica“ (Med vänliga hälsnignar = mit freundlichen Grüßen).

Dass dieses wunderbare Stück Fernweh auch dieses Jahr wieder in der Küche hängt, ist eine schöne Tradition!

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© Ulf Runge, 2014

life 1094 – Wednesday, 01/08/14

tradition

Regarding the term “ tradition “ I always have a slight rumbling in the abdomen. Because tradition reminds me of things that you do, without knowing why. This is something I do not like.
A beautiful tradition is to go to the Swedish Christmas market in Frankfurt every year’s first Advent weekend. To eat Tunnbröd roles filled with salmon, to listen to Scandinavic Christmas music, and just to enjoy a „glögg“, a mulled wine. For dessert Ostkaka from Frödinge, probably the most delicious cheesecake on the globe. To snatch Swedish food ( Salted butter, Anna biscuits ), to admire wonderful glass art, and to get hold of handicrafts made of reindeer leather as an exceptional gift.

The Swedish Christmas Market , however, is NOTHING without the purchase of the Sverigealmanackan , the wall calendar for the coming year . For each month, a typical motif from another region (Län) in the typical Sverigealmanacken style.
Unfortunately, the last visit of the Swedish Christmas market fell out. This means: A year without this lively calendar was at the door. An empty space on the kitchen wall for the next 12 months.
Internetthanks today it rang at the front door. The Post(wo)man. Globalizationsthanks the shortly before Christmas at Sommarbackens Ullbod ordered present finally arrived. With a German language delivery form. And even handwritten signed by the responsible employee: „Mvh Angelica“ (Med vänliga hälsnignar = sincerely).
The fact that this wonderful piece of wanderlust again is hanging in the kitchen this year, is a beautiful tradition!

© Ulf Runge, 2014

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