DANK Numero 19 – Kojak? Nein! Codecheck!

am

Leben 1092 – Mittwoch, 01.01.2014

DANK Numero 19 – Kojak? Nein! Codecheck!

 

24 Artikel zum Thema „Danke“ hatte ich mir vorgenommen. Das ist heute der 19. Beitrag; für einen Adventskalender war ich offensichtlich zu langsam. Egal, das heutige Thema ist zeitlos und könnte für jeden von uns interessant sein.

Heute geht es nicht um den zahnstocherkauenden Hauptdarsteller von „Einsatz in Manhattan“! Heute geht es um Codecheck!

Zwei völlig unterschiedliche Formen der Wissensrecherche haben in den vergangenen Jahren unsere Lebensqualität gesteigert. Die eine ist die Volltextsuche durch das digitale Universum, die auf geniale Weise von Google realisiert und weiterentwickelt wurde. Ob uns die Gläsernheit der eigenen Person gefällt, ist sicherlich eine Frage auf der Kehrseite dieser Medaille.

Die zweite Art, zu suchen und zu finden, ist die basisdemokratisch aufgebaute Zentralbibliothek Wikipedia. Dort werden Begriffe von ehrenamtlichen Helfern definiert und gepflegt sowie durch mehrstufige Freigabe qualitätsgesichert. Jeder von uns kann bei Wikipedia mitmachen. Durch eine Spende. Oder indem man selber zum Autor wird, indem man einen Account beantragt und zum „Mitarbeiter“ wird.

Ähnlich basisdemokratisch wie Wikipedia ist eine Wissensdatenbank für Verbraucher: codecheck.info. Codecheck gibt Antworten auf die Frage: Welche gefährlichen oder nicht empfehlenswerten Inhaltsstoffe sind in einem käuflich erwerbbaren Produkt enthalten, also einem Nahrungsmittel (Beispiel: Farbstoffe) oder einem kosmetischen Produkt (Beispiel: Paraffine).

Die Idee ist folgende: Ich weiß den EAN-Code (daher Codecheck), also die Europäische Artikel-Nummer, die üblicherweise auf den Waren als Ziffernfolge und als Strichcode aufgedruckt ist. Diesen Code übergebe ich der Web-Anwendung bzw. der Smartphone-App Codecheck und schwuppdiwupp erhalte ich eine Liste der Inhaltsstoffe dieses Produktes, ohne dass ich augenschmerzenderweise selber die viel zu klein gedruckten Hinweise entziffern muss und ohne dass ich ein Biochemie-Studium absolviert haben muss.

Woher das Codecheck-Programm weiß, was gut ist und schlecht? Ganz einfach. Seriöse Organisationen wie etwa ÖKO-Test haben ihr Wissen für diese gute Sache zur Verfügung gestellt.

Wie funktioniert das Ganze? Ich rufe Codecheck auf und kann den EAN entweder eintippen oder mit Hilfe der Smartphone-Camera den Barcode scannen. Wenn das Produkt in der Datenbank enthalten ist, dann erhalte ich eine Liste der Inhaltsstoffe mit Hinweise auf ihre Bedenklichkeit. Wenn das Produkt nicht in der Datenbank enthalten ist, dann kann ich mich ärgern oder selber einen Account bei Codecheck beantragen und den Artikel mit seinen Inhaltsstoffen erfassen. Ähnlich basisdemokratisch wie bei Wikipedia.

Wenn das von mir untersuchte Produkt unerwünschte Inhaltsstoffe enthält, kann ich Codecheck bitten, mir alternative Produkte aufzuzeigen, die ungefährlicher bzw. weniger riskant sind.

Ich danke den Verantwortlichen von Codecheck sowie allen anderen Plattformen im Netz, die in vergleichbarer Weise die Gesamtheit der Anwender eine bessere Welt gestalten helfen.

Vielleicht magst Du ja mal überprüfen, ob Dein Duschgel und Shampoo sich nicht nur angenehm anfühlen und gut riechen, sondern ob sie Dir auf lange Sicht auch gut tun. Oder ob Du damit Risiken eingehst.

Und vielleicht magst Du ja mal in Deinem Kühlschrank nachgucken, ob da möglicherweise Zeitbomben für Deinen Stoffwechsel rumstehen, oder ob Du diese Produkte auch weiterhin ohne Reue genießen darfst.

Ich wünsche Dir ein erkenntnisreiches Scannen!

© Ulf Runge, 2014

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Maria H sagt:

    Hallo Ulf!
    Zahnstocherkauend?? Hat dieser besagte Kojak nicht Lollys gelutscht????…was aber auch völlig egal und belanglos ist 🙂
    Nicht belanglos ist dieses Codecheck-Programm. Das nutze ich auch schon einige Zeit und finde das super. Obwohl das Einkaufen aber leicht in Stress ausarten kann, wenn man ständig zuerst das Smartphone zückt. Aber was tut man nicht alles für die Gesundheit!!!
    Ich bin gerade erheitert, wegen meines Kopfkinos: Supermarkt voller Leute und alle laufen mit gezücktem Smartphone rum und scannen die Produkte….lach

    Liebe Grüße Maria

    Gefällt mir

  2. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria, Du hast ja soooo recht. Der Zahnstocher war natürlich ein Lollypop… Grins
    Anlässlich des Schreibens dieses Artikels habe ich mal eben einen kleinen Test in der Vorratskammer gemacht… Erschreckend… Sehr häufig die Warnung, dass Palmöl enthalten sein könnte… Und dann gibt es da Artikel, die man das ganze Jahr nicht kauft, aber an Weihnachten… Erschütternd, was Codecheck dazu sagt. Ja, Du hast recht, man sollte nur noch mit dem Smartphone einkaufen, codecheckenderweise….
    Liebe Grüße, Ulf

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s