Plaque – kein Fall für den Zahnarzt

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Leben 995 – Donnerstag, 28.03.13

 

Plaque – kein Fall für den Zahnarzt

 

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Bisher war Plaque für mich ein Thema, wenn mein Zahnarzt freundlicherweise die halbjährliche Zahngrundreinigung durchgeführt hat.

Doch wenn mit man mit bescheidenen Sprachkenntnissen in einer südfranzösischen Stadt parken möchte, dann fühlt man sich an die Brötchentaste an deutschen Parkautomaten erinnert. Wenn man auf selbige drückt, kommt ja auch kein Frühstücksverzehrobjekt aus dem Gerät, sondern ein Parkschein für 30 Minuten freies Parken.

Da stehe ich also vor dem fremdsprachigen Apparat und will bloß 50 Cent einwerfen, in der Meinung, das sei wohl genug für die nächste halbe Stunde. Denkste. Der Schlitz ist zu. Einwerfen geht nicht.

Okay. Da ist ein Display (was heißt Display eigentlich auf Französisch?) und darunter eine Tastatur.

Ich lese irgendetwas mit Plaque. Genau genommen: „plaque numero“. Von meinem Zahnarzt weiß ich, es dass es ein Benummerungssystem für meine Zähne gibt. Aber mein Plaque. Und was hat das mit meinem Wunsch nach einen Parkschein zu tun?

Okay, vielleicht will der Apparat wissen, welche Parkplatznummer ich habe. Wenn man mit Kreditkarte tankt, will die Maschine ja auch meistens wissen, welche Zapfsäule ich zu nutzen gedenke.

Ich gehe zum Auto. Die Parkplätze hier sind alle unnummeriert. Hm.

Ich gehe erneut zum Parkscheinautomaten, der mir immer noch den Plaque-Text anbietet. Jetzt den Larousse rausholen ist was für Warmduscher. Mein Blick wandert nach rechts. Dort sind französische Beispiel-Kennzeichen abgebildet, bei denen die Nummern eingekringelt sind. Plaque = Kennzeichen. Warum nicht?

Ich gebe meine Kennzeichen-Nummer ein, auch wenn es sich um ein deutsches Kennzeichen handelt. Hauptsache Ziffern. Und danach darf ich auf die grüne Taste drücken und ein (abendlicher) Brötchentastenparkschein kommt mir entgegen. Bis morgen früh darf ich parken…

Warum, frage ich mich jetzt nur? Warum wollte der Kasten meine Kennzeichen-Nummer wissen? Damit ich, wenn ich für 6 Stunden bezahlt habe und nach 2 Stunden wegfahre, meinen kostbaren Parkschein nicht an jemand anders weitergebe? Vermutlich.

 

 

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern ein erbauliches Osterfest.

Ab 6. April 2013 gibt es hier wieder regelmäßig „was zu lesen“…

Herzliche Grüße, Ulf Runge

 

© Ulf Runge, 2013

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hase sagt:

    Ja, lieber Ulf, in Südfrankreich könnte man manchmal den *RAPPEL* kriegen , gell ???
    Frohe Ostern wünsche ich Dir und Deinen Leser/Innen
    herzliche Grüße
    Erika

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Erika,

      danke für Deine lieben Ostergrüße, die ich nachträglich gerne zurückgebe.
      Du hast recht: Ganz viel RAPPEL, und auch jede Menge SAUF…

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  2. Uta sagt:

    Cher Ulf, das nächste Mal rufe einfach kurz durch, dann musst Du wenigstens nicht im Urlaub an den Zahnarzt denken 😉 Andererseits hätten wir dann keinen schönen Blogeintrag zum Schmunzeln.

    A bientôt,

    Uta

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  3. Ulf Runge sagt:

    Liebe Uta, ich habe auf einem Knabenlyzäum Latein, Englisch und Altgriechisch gelernt. Die Französisch-AG war die einzige Chance, zusammen mit den Mädels der neu eingeführten F-Kurse (2. Bildungsweg) unterrichtet zu werden.
    Außer dem allerseits bekannten Satz aus zeitgenössischer Unterhaltungsmusik, wie man denn die dunklen Stunden des Tages verbringen könne, habe ich mir folgenden Satz als bedeutsam gemerkt:
    Je ne parle pas Française, tres brien.
    Liebe Grüße, Ulf

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