Vom Vorbereiten

Leben 971 – Mittwoch, 26.12.12, 2. Weihnachtsfeiertag

Vom Vorbereiten

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Da sitze ich hier. Überlege, was ich schreiben könnte. Ob mir eine schöne, spannende, unterhaltsame Geschichte einfallen mag. Oder ob ich mal wieder über mich berichte. Ich denke hin, ich denke her, dann fällt mir ein, dass ich heute ein Geschichte aus dem ZEN-Umfeld gelesen habe, deren Botschaft mir absolut nicht neu ist, die mich aber doch tief beeindruckt hat.

Dass wir uns mehr im HIER und JETZT fühlen und wahrnehmen sollten, das ist ja absolut nichts Neues. Aber dass wir das JETZT auch viel mehr an uns ranlassen sollten, wenn wir vorbereitenderweise unterwegs sind, das ist schon noch mal eine Erkenntnis, die ich bemerkenswert finde.

Sprache ist da verräterisch. Wenn wir daran denken, dass wir etwas vorbereiten wollen. Wenn wir dann tatsächlich etwas vorbereiten. Was machen wir dann? Wir sind in diesen Augenblicken des Vordenkens und Vorbereitens doch auch bereits „unterwegs“, und es ist spannend, diese Zustände genauso achtsam an uns ran zu lassen, wie das Geplante und Vorbereitete selbst.

Ich mach mal ein Beispiel: Warum sollten wir beim Schreiben eines Einkaufszettels nicht genauso viel Freude und Genuss haben, wie beim Abendessen für liebe Gäste, das mit diesen Zutaten zubereitet werden soll? Warum sollten wir beim Salatputzen für dieses Essen nicht die gleichen, guten Gefühle verspüren, die wir uns später gemeinsam mit dem Besuch erhoffen?

Was Du auch als nächstes zu planen oder vorzubereiten gedenkst, überleg Dir, ob Du damit nicht auch schon eine Riesenfreude im Jetzt verspüren willst.

Ich danke Dir, dass Du Dein Jetzt mit meinen Gedanken geteilt hast, deren Entstehung etwas zurückliegt, die aber auch mir Jetzt, wo Du das hier liest, immer noch durch den Kopf gehen. Weil das Nachbereiten wohl auch so schön sein darf wie das vergangene Jetzt.

Hm, und mein Artikel, den ich erdenken wollte, der ist geschrieben…

© Ulf Runge, 2012

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Maria H sagt:

    Lieber Ulf,
    also, das ist mir absolut nicht neu oder fremd. Mich auch bei der Vorbereitung schon zu freuen und den Genuss zu verspüren, den wir alle haben werden, wenn ich zum Beispiel ein Essen für Freunde plane und vorbereite. Da macht mir schon das Einkaufen und Vorbereiten Freude.
    Das ist aber nur ein Teil des JETZT in dem wir leben. Ich glaube dass ich sehr bewusst und intensiv alles wahrnehme, aber nicht immer glücklich mit oder über mein JETZT bin. Was aber wahrscheinlich ganz normal ist.
    Liebe Grüße
    Maria

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  2. andrea2110 sagt:

    „Vorfreude ist die beste Freude“ – das bekommt jetzt eine ganz andere Bedeutung, lieber Ulf. Dann gibt es eigentlich gar keine Vorfreude, sondern nur eine „Jetzt-Freude“:-)… Liebe vor- äh, jetzt-freudige Grüsse, denn morgen geht es in den Urlaub, herzlichst Andrea

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  3. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria, das freut mich, dass Du das genussvolle Vorbereiten bereits als Erleben des JETZT spürst. Glück mag in der Tat eine andere Dimension sein…
    Liebe Grüße,
    Ulf

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  4. Ulf Runge sagt:

    Liebe Andrea, dann wünsche ich Dir weiterhin einen schönen Urlaub, im JETZT, egal wo…
    Liebe Grüße,
    Ulf

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