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Leben 968 – Freitag, 21.12.12

W

 

 

Ich habe mir lange überlegt, ob ich auch einen Beitrag zum aktuellen Datum schreiben soll. Und wenn ja, zu welchem Anlass. Unisex oder W… (dieses Wort, dass Du heute schon bestimmt hunderte Male gehört hast.

 

Unisex. Warum sollen Studenten und Professoren keinen Spaß haben? Nein, das ist nicht wirklich das Thema. Bloß, weil zwei Männer in der Risikolebensversicherung die gleiche Prämie wie gleichaltrige Frauen zahlen wollten, gibt es nun europäisches Recht, das vorsieht, dass Geschlechtsunterschiede bei der Tariffindung von Versicherungen keine Rolle mehr spielen dürfen. Was aus Risikosicht totaler Blödsinn ist. Und Versicherungsprämien müssen sich ökonomischerweise an der Risikoeinschätzung orientieren.

Da kommt mir eine Idee. Ich fühle mich diskriminiert, weil Kinder und Rentner billiger Bus fahren dürfen. Weil Studenten billiger ins Schwimmbad dürfen. Weil Sky-Abonnenten Bundesliga live gucken dürfen…

W… DAS Thema des heutigen Tages. Ich kann die Häme nicht mehr hören, dass die Welt heute doch (noch) nicht untergegangen ist.

Zum einen ist es überraschend, dass unser Planet noch nicht restlos durch Waffen zerstört worden ist. Wenn es im Großen noch gut gegangen ist bisher, so schaffen wir es, durch rastlose Feindschaft (Naher Osten) und lobbyistische Geldgier (Waffen für alle) das Elend der körperlichen Verletzung und Tötung „am Leben“ (!!!) zu erhalten.

Wir zerstören die Natur durch Waldrodung und Müll, wir vergasen die Luft, hormonisieren das Trinkwasser und schwermetallen die Meere.

W findet täglich statt.

Den heutigen Tag war überwiegend zu vernehmen, dass der W nicht stattgefunden habe. Weil man sich verrechnet habe. Hoffentlich hat sich da niemand verrechnet.

Wie gesagt, das Wort W, das für mich jetzt schon Kandidat für das Un-Wort des Jahres 2012 ist, will ich hier nicht über Gebühr strapazieren.

Stattdessen einem Gedanken die Chance geben, auch Dich zu erreichen.

Wie wäre es, wenn Du die heute planetenkonstellationsmäßig gestartete Zeitenwende zum Anlass nimmst, alles das „untergehen“ zu lassen, was uns Menschen trennt: Neid, Habgier, Rache, Missgunst und und. Wenn Du den für heute – bisher vergeblich – erwarteten Polsprung als Aufgeben des polarisierenden Fühlen, Denken und Handelns interpretierst, dann erkennst Du möglicherweise genauso wie viele andere und ich, dass wir es selber sind, die unser JETZT und MORGEN mit-gestalten. Dass wir genau in diesem Augenblick aufbrechen in eine hoffnungsvolle Zukunft.

 

© Ulf Runge, 2012

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Der Emil sagt:

    Gute Gedanken, Deine „Wie wäre es …“

    Ich hab meinen Rucksack schon gepackt. Nun schau ich noch nach, in wessen Schuhen ich mich auf den Weg mache.

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  2. Ulf Runge sagt:

    Lieber Emil,

    gut, dass Du bereit bist. Warum magst Du in Schuhen eines anderen laufen? Da bin ich gespannt, was Du mir da antwortest…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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