Tropenklinik

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Leben 939 – Mittwoch, 03.10.12 – Tag der Deutschen Einheit

Tropenklinik

 

Ich bossle ein bisschen im Haushalt rum. Küche, Wohnzimmer, Bad, überall gibt es was zu tun. Nebenher höre ich Radio, natürlich meinen Haussender SWR1 RP. Aber wie gesagt, nebenher. Und auch nur in der Küche. Die anderen Räume bleiben, anders als bei der Bundesligaschlusskonferenz, bei der  Sabine Töpperwien aus allen Zimmer LAUT LAUT LAUT SCHREIEN DARF: TOOOOOOR AUF SCHAAAAALKE.

Die spielen meine Musik. Gruftimusik. Und zwischendurch immer wieder interessante Reportagen. Heute ein Bericht aus der Tropenklinik. Während ich die Küche Richtung Wohnzimmer verlasse, höre ich nur noch, wie eine Redakteurin eine Mitarbeiterin der Tropenklinik interviewt.

Egal, Bosseln ist mir jetzt wichtiger. Und denke mir dabei, die Tropenklinik ist die nicht in Kiel? Warum bringen die in Rheinland-Pfalz einen Bericht über die Tropenklinik? Allerdings, warum auch nicht?

Als ich zurück bin in der Küche, läuft wieder flotte Musik, ich muss mal kurz in den Vorratsraum, und als ich zurück bin, geht das Interview weiter, die haben den Beitrag wegen Überlange wohl gestückelt. Sie habe auch immer wieder Stammkunden, berichtet die Mitarbeiterin, zufriedene Stammkunden, die immer wieder gerne zu ihr kämen, meint sie.

Würde mir im Traum nicht einfallen, denke ich mir so beim Weg ins Wohnzimmer, bei der Tropenklinik Stammkunde werden zu wollen. Aber vielleicht gibt es da auch unheilbar Krankes, oder berufliche Vielflieger, die Spezialimpfungen brauchen. Nett ist die Stimme von der Mitarbeiterin ja, okay, warum nicht Stammkunde.

Zurück in der Küche wieder „größter Hit aller Zeiten“, wie SWR1 RP halt so wirbt…

Danach nochmal die Redakteurin mit ihrer Interviewpartnerin. Ja, manchmal sehe sie bei ihren Kunden (Kunden? Das sind doch Patienten! Aber Patienten wie Kunden zu behandeln, das ist ja auch nicht schlecht!) Tränen in den Augen, wenn sie kämen, und später dann ein Lachen im Gesicht, wenn sie das Ergebnis ihrer Arbeit in der Hand halten: eine abgebrochenen Arm, der jetzt wieder voll beweglich ist, oder neue Haarlocken, es gebe doch nichts Schöneres, als eine reparierte Puppe mit nach Hause nehmen zu dürfen…

Da muss ich mich erst einmal setzen…

Hier ist das Interview zum Nachhören… – ich habe mir erlaubt, die Begebenheit ein bisschen „auszuschmücken“…

© Ulf Runge, 2012

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hase sagt:

    Schööööööööööööööön !
    Vielen Dank , lieber Ulf….
    Der SWR 1 RP hat schon gute Beiträge. Von einer solchen Klinik hab ich auch schon einmal gehört. Und „gebosselt“ wird bei uns auch „Schunzel‘
    Liebe Grüsse
    Erika 🙂

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  2. Ulf Runge sagt:

    Liebe Erika,
    danke, schönen Abend noch,
    lg ulf

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