Warum wir uns kennen könnten

 Leben 930 – Freitag, 14.09.12

 

Warum wir uns kennen könnten

 

 

ER hatte die Nase voll, eigentlich sogar die Schnauze, aber das klingt einen Hauch zu derbherb, wir bleiben mal bei der Nase. Und so ruft ER den J. an, ob dieser nicht `nen Headhunter wisse. Hm, so direkt könne er keinen empfehlen, aber ER solle mal den R. anrufen, der habe unzählige Kontakte, der könne IHM bestimmt weiterhelfen.

Aus dem Jobwechsel wurde nichts, aber dank R. und seinen Netzwerkabenden hat ER sehr viele liebe nette Menschen kennen gelernt, vielleicht bist Du ja eine/r davon. Und machst demnächst mit IHM sogar das eine oder andere Projekt…

 

Sie hatten sich in einem spannenden Projekt kennen gelernt. Und dann wieder aus den Augen verloren. T. wollte das ändern, sie vereinbarten einen Mittagessen-Termin, und hatten sich richtig viel zu erzählen. T. berichtete, dass er sich nun selbstständig gemacht habe und mal ausloten wollte, ob es da nicht gemeinsame geschäftliche Berührungspunkte gebe.

Aus der von T. angedachten Zusammenarbeit ist leider die Jahre über nichts geworden, es blieb bei einem lockeren Kontakt, unter anderem über die Plattform, zu der T. IHN fast beiläufig eingeladen hatte. Und ohne diese Plattform hätte ER wohl nie mit dem Bloggen angefangen. Vielleicht kennst Du IHN ja über diese Plattform oder durch seinen Blog.

 

ER hatte tief ins Klo gegriffen. Das Projekt, in dem ER gelandet war, war nichts für IHN. Und auch nicht die Kultur, die ER bei den Führungskräften des neuen Arbeitgebers wahr nahm. Eines Montags sprach IHN der M. an: „Du, sag mal, Du bleibst doch bestimmt nicht mehr lange bei uns. Ich hätte da was: Da sucht eine Firma, hier steht es wortwörtlich, ja, die suchen ‚Querdenker’.“

In der Tat landete ER bei dieser Firma und blieb dort so lange wie vorher noch nie. Abwechslungsreiche und spannende Jahre. Nicht immer nur einfach. Aber voller toller gemeinsamer Erinnerungen. Du und ER, vielleicht seid Ihr Euch dort über den Weg gelaufen?

 

Da schwammen (künstliche) Kühe stehend über den Teich, ein köstlicher Anblick. Weshalb ER sich nicht verkneifen konnte, einen netten Kommentar auf jenem Blog zu hinterlassen. Dass ER A.s erster Kommentator sein würde, ahnte ER zu diesem Augenblick absolut nicht. Und über A.s Blog lernte ER (leider nur elektrisch…) ebenfalls so viele liebe Netzfreundinnen und –freunde kennen, die ER gerade sträflich vernachlässigt. Nur einer sei hier genannt, stellvertretend für alle, der Z., weil dieser auf seinem Blog auf das Buch hingewiesen hat, das IHN zum überzeugten Vegetarier hat werden lassen.

 

U. wollte zu einem Mentaltrainerseminar, was IHN neugierig machte. ER ging dann hin, sie musste kurzfristig umdisponieren. Auf dem Seminar lernte ER B. kennen, die daran „Schuld“ ist, dass er bis heute eine tägliche „neu“e inspirierende E-Mail von E. und W. bekommt, wobei W. leider kürzlich verstorben ist.

 

Das sind Beispiele. Sie stehen für die wunderbaren Folgen wertschätzender Vernetzung.

 

Ich danke allen, die mich in ihr Netzwerk aufgenommen haben und noch werden, für die vielen Impulse, für die vielfältigen Möglichkeiten zum Gedankenaustausch. Ich freue mich, mit Dir und mit Ihnen auf die Erweiterung unseres Horizontes und das Entdecken von Chancen, einander und anderen nützlich und wohltuend zu sein.

 

Ich möchte auch weiterhin in Schweden Kontakt zu rheinhessischen Chormitgliedern bekommen, auf der Arbeit zu Ukulele-Konzerten eingeladen werden, mich auf Netzwerkabenden mit „Wildfremden“ über Wohltätigkeit in Indien fetzen, um daraus schließlich höchste Wertschätzung wachsen zu lassen, und im Netz auch weiterhin Freunde meiner Schreibe wissen.

 

© Ulf Runge, 2012

 

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. andrea2110 sagt:

    Huh, Gänsehaut, lieber Ulf, auch wenn ich mich erst schwer einlesen konnte, habe ich dann doch ziemlich viel verstanden:-) Und mich „gewertschätzt“ gefühlt… und mich an die schwimmenden Kühe erinnert und gedacht, Mann ist das lange her, so lange „kennen“ wir uns schon… Gänsehaut halt… Liebe vernetzte Grüsse Andrea

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  2. Hase sagt:

    „Ich möchte auch weiterhin in Schweden Kontakt zu rheinhessischen Chormitgliedern bekommen, auf der Arbeit zu Ukulele-Konzerten eingeladen werden, mich auf Netzwerkabenden mit „Wildfremden“ über Wohltätigkeit in Indien fetzen, um daraus schließlich höchste Wertschätzung wachsen zu lassen, und im Netz auch weiterhin Freunde meiner Schreibe wissen.“

    Herrlich, lieber Ulf und DANKE , dass Du ein treuer Fan von unserem Chor geworden bist .
    Schön, Dich persönlich kennen zu dürfen und auch lesbar bereitest Du mir viel „Schunzel“.
    Was alles möglich ist , habe ich auch am Wochenende im Westerwald erlebt, als ich dort einen Blogger besuchte beim Tag des offenen Denkmals :
    http://www.eigentliches.com/2012/09/impressionen-aus-dem-westerwald-vom-9-9-12/
    liebe freundschaftliche Grüße
    aus Rheinhessen mit schwedischem Liedgut
    Erika 😉
    l

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  3. Ulf Runge sagt:

    Liebe Andrea,
    in der Tat ist der Beitrag sehr ungewöhnlich geschrieben, die Perspektiven und Rollen werden erst beim fortschreitenden Lesen klar. Ist gewollt. Will doch auch immer wieder mal überraschen…
    Stell Dir vor, Du hättest das Kühe-Foto nie geschossen? Hast Du damals diesem Deinen Foto die Bedeutung beigemessen, die Du ihm heute gibst?
    Liebe Netzgrüße,
    Ulf

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  4. Ulf Runge sagt:

    Liebe Erika,
    ich lege auf Internet-Anschluss im Urlaub eigentlich keinen Wert. Aber stell Dir vor, ich hätte weniger über und aus Schweden berichtet vor zwei Jahren.
    Und jetzt gucke jetzt mal bei Eigentliches vorbei…
    Dir und allen anderen, mit denen ich vernetzt bin, die ich aber nicht ausdrücklich hier erwähnt habe, danke ich für die liebe Begleitung.
    Liebe Netzgrüße,
    Ulf

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  5. Lieber Ulf,
    irgendwie fühle auch ich mich angesprochen (und nicht vernachlässigt).
    Es macht Freude, hier (meist ohne Kommentar, der doch dem Blogger so lieb ist) mitzulesen und oft zu schmunzeln.

    Ich hoffe, wir sehen uns morgen Abend.

    Roland

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  6. Ulf Runge sagt:

    Lieber Roland, Dein Gefühl ist in der Tat nicht grundlos. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen der abwechslungsreichen Abende besuchen darf.
    Bist morgen,
    liebe Grüße,
    Ulf

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