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Archive for Januar 2012

À votre santé !

30. Januar 2012 14 Kommentare

Leben 806 – Montag, 30.01.12

 

À votre santé !

Was wären kulinarische Genüsse ohne entsprechenden Stil?

 

Nun, der Hugo, wenn er Wein trinkt, dann entkorkt er die Flasche, sofern sie keinen Schraubverschluss hat (mussnichtsein), schenkt sich ein Glas ein (vom Eingießen hält er absolut nichts), und trinkt das lecker mundende Getränk.

 

Gäbe es nicht diesen sensationellen Columbo-Thriller, in dem der 403fahrende Trechcoatkommissar einen weinkellerbesitzenden Weinliebhaber zur – irrigen – Meinung bringt, die Kühlanlage in seinem Weinkeller sei ausgefallen, auch schaut ihn Euch selber an. Auf jeden Fall zeigt dieser Krimi dem blutigen Weinbanausen, wie mir also seinerzeit, was denn dechantieren ist. Yep. Wein muss atmen.

 

Egal. Der Hugo bekam jüngst etwas geschenkt. Ein etwas, das vermutlich seinen Weingenuss veredeln soll. Hier schon mal ein erstes Foto:

 

Was dieses Teil mit einer Weinflasche zu tun haben soll, ergab sich ihm noch nicht unmittelbar, wenn man sich so eine Weinflasche anguckt…

Aber der Hugo ist ja clever, stülpt der Flasche dieses neue Teil über. Mit dem nun alles irgendwie stilechter werden wird. Das schöne aber ist, dass die Flasche auch weiterhin stabil stehen bleibt:

Man kann die Flasche in der Tat an dem flachen Metallgriff anheben, wobei der Hugo die scharfen Kanten unangenehm empfindet, da sie sich an Daumen und Zeigefinger in die Haut drücken.

 

Egal. Der Hugo trank seinen Wein und alles war gut.

Hm.

Am nächsten Morgen begutachtete der Hugo noch einmal die Konstruktion. Spielte ein bisschen rum mit Flasche und dem Dingensda:

Und dann fiel es ihm wie Schuppen von den Haaren:

Da wünscht der Hugo nur eines: à votre santé !

© Ulf Runge, 2012

Lecker essen in Kiel

27. Januar 2012 19 Kommentare

Leben 805 – Freitag, 27.01.12

 

Lecker essen in Kiel

Ein Mangel in diesem meinem Blog ist, dass er bisher gar so wenig auf Spitzenleistung der europäischen Gastronomie hingewiesen hat. Dem Hugo passt es nicht zu häufig, dass er in besonders noblem Ambiente das Beste von Mehrsterneköchen vorgesetzt bekommt. Nun, dieser Artikel will abhelfen und hofft darauf, dass vor allem die schleswig-holsteinische Bevölkerung von diesem ersten Gastrot(r)ipp für die Zukunft profitieren möge.

Und das war so. Ist der Hugo in der Fremde (wir sind in Kiel) mit dem Hund unterwegs. Darf der nämlich nicht in jedes Museum und so mit rein. Und will außerdem auch bewegt werden. So trennen sich Hugo und sein Vierbeiner vom Rest der Urlaubsgesellschaft, laufen hier lang und da lang, finden auch ein Plätzchen, an dem es niemanden stört – stopp – ich wollte ja keinen Hundespaziergang schildern.

Kommen die beiden vor einem älteren Bau zu stehen, das nach Hanse aussieht. Ja, so stellt sich der Hugo die Hanse vor. Und was ist in dem Gebäude drin? Genau! Ein Restaurant. Eine Kreidetafel am Eingang macht auf die lecker Tagesgerichte aufmerksam. Ja, fein, hier könnte man heute Mittag essen gehen.

Wenige Minuten später Familientreffen vor dem Museum, in das der Hund nicht mit reindurfte. Hugo unterbreitet seinen lukullischen Vorschlag, die hungrigen Mägen stimmen leichtfertig zu.

Hugo und sein Hund bahnen den Weg zurück zu jenem hanseatischen Gebäude, man studiert die Kreideltafeltageskarte, die als Appetit anregend empfunden wird, und man kommt gemeinsam zur Meinung, dass jede und jeder hier schon was finden werde.

Es geht eine Wendeltreppe hinauf. Und dann noch eine. Und schon steht die mittagessenwollende Urlaubsgesellschaft in diesem in der Tat höchst interessanten Restaurant. Minimalistischer, total funktionaler Stil bei den Tischen und Stühlen und auch die Wände sind spartanisch unifarben gestaltet.

Hier scheinen wohl öfter auch Reisebusse einzukehren, wie die variabel gestalteten Tischgruppen ahnen lassen. Teilweise für bis 30 oder noch mehr Personen. Nur heute nicht. Heute ist es ziemlich leer hier.

Die Hugos werden kaum wahrgenommen, finden ein Plätzchen an der Seite einer dieser langen Tischreihen, legen ihre Touri-Rucksäcke ab und reiben sich die Augen, als sie merken, dass dieses interessante Restaurant auch hinsichtlich des Services ganz neue Wege geht. Selbstbedienung. Als sie das kapiert haben, begeben sie sich zum Tresen und sind ein weiteres Mal überrascht. Die Tageskarte, die sie irgendwie noch im Kopf haben, scheint hier gänzlich unbekannt zu sein.

Es gibt Reis, dazu Wiener Schnitzel mit Bratensauce. Und Wasser oder Cola. Der Hammer kommt jetzt. Der Hugo zahlt unter fünf Euro für drei Essen mit Getränk.

Es schmeckt grenzwertig, wobei das wohl weniger am Essen liegt als daran, dass man sich auf diese Kreidetafeltageskartengerichte gefreut hatte.

Nun über den Genuss dieses Mittagessens gibt es an und für sich nicht viel mehr zu berichten.

Nachdem sie die erste Wendeltreppe wieder herabgegangen waren, bemerkte Hugo, dass das kreidetafelbeworbene Restaurant genau unter der soeben besuchten Außenstelle der Universtitäsmensa lag.

© Ulf Runge, 2012

Höchst wichtiger Gedanke

25. Januar 2012 6 Kommentare

Leben 804 – Mittwoch, 25.01.12

 

Höchst wichtiger Gedanke

 

Es war einmal …

… ein Gedanke. Ein Gedanke! Einfach so. Nur so. Ein Gedanke.

Nicht wirklich. Weil dieser Gedanke. Dieser Gedanke war ein wichtiger Gedanke. Wenn nicht der wichtigste überhaupt.

Er (!!!) hielt sich für so wichtig, dass er sogar der Meinung war, den angebotenen Notizzettel inclusive Stift ablehnen zu müssen. Ihn müsse man sich nicht notieren, so bedeutsam sei er. Wer sich ihn nicht merken könne, der sei einfach Fehl am Platze.

Und während er so andauernd an sich selber dachte, dieser Gedanke, dieser höchst wichtige Gedanke, schlich sich bei ihm der Gedanke Übermut ein. Und Gedanke Stolz. Und Gedanke Hochmut.

Dass es jemanden bräuchte, der ihn denken würde, sagte man ihm. Ohne so eine Person wäre es aus mit ihm. Auch Gedanken seien sterblich.

Er könne sich selber denken. Er brauche niemanden außer sich selber. Ließ er alle, die es wissen wollten, wissen.

Und kam dann doch ins Grübeln. Nachdem er voller Übermut war, und Stolz und Hochmut, begann er sich zu fragen, für was er denn stehe. Was für ein Gedanke er sei.

Und wurde sich auf einmal bewusst, dass er sich vor lauter Wichtigsein vergessen hatte…

© Ulf Runge, 2012

 

 

 

 

Einfach so. Nur so. Ein Gedanke.

23. Januar 2012 43 Kommentare

Leben 803 – Montag, 23.01.12

 

Einfach so. Nur so. Ein Gedanke.

 

 

Es war einmal

 

… ein Gedanke. Ein Gedanke! Einfach so. Nur so. Ein Gedanke.

 

Der machte sich auch keine Gedanken, ob er gerade gedacht wird oder sich selber denkt.

 

Er war auch total schmerzfrei hinsichtlich der Überlegung, dass er Glück gehabt haben könnte und es ihn beinahe nicht gegeben hätte. Er etwa ungedacht geblieben wäre. In das Nichts zwischen zwei Gedanken gerutscht wäre. Nichts von alledem…

 

Überhaupt, dass es einen anderen Gedanken geben könne, war ihm schnurzpiepegal.

 

Ja mehr noch: Dass außer ihm (oder ihr?) da noch was möglich wäre, das hätte er nicht wissen wollen, wenn es ihm bewusst gewesen wäre, dass er die Wahl gehabt hätte, das verstehen können zu wollen.

 

So war er, der Gedanke, einfach sich selber.

 

Und so ganz ist auch überhaupt nicht klar, ob diese Schilderung hätte anders anfangen müssen. Etwa so: Es wird einmal ein Gedanke sein.

 

Oder: Es ist ein Gedanke. Einfach so. Nur so. Ein Gedanke.

 

© Ulf Runge, 2012

Die Schulung

17. Januar 2012 15 Kommentare

Leben 802 – Dienstag, 17.01.12

 

Die Schulung

 

„Hallo Hugo, was machst Du denn heute hier?“ begrüßte ihn seine überraschte Kollegin. „Wolltest Du heute nicht eine Schulung besuchen?“

 

Hugo durchfuhr es, als hätte ihn ein Blitz getroffen. Ja, natürlich, heute war er ja zu einem Seminar angemeldet. Ein Blick auf die Uhr machte ihm klar, dass Eile geboten war. Es blieb ihm noch eine halbe Stunde, um unverspätet ins Schulungsgebäude zu wechseln. „Du hast recht, Du hast recht!“ entfuhr es dem fassungslosen Hugo. Mit einem „Danke und schönen Tag noch!“ verabschiedete sich Hugo ziemlich überstürzt von seiner aufmerksamen Kollegin, um ihr an der Tür noch „You saved my day!“ zuzurufen.

 

Obwohl Bummeln absolut nicht angesagt war, genoss Hugo diesen unverhofften Spaziergang durch den wintersonnentrockenen Großstadtmorgen. Ja, er hatte heute eine Schulung, und auf die hatte er sich auch schon länger gefreut.

 

Je näher er dem Schulungsgebäude kam, desto mehr wich Hugos Vorfreude allerdings einer merkwürdig aufkeimenden Beklemmung. „Das darf ja nicht wahr sein!“, dachte Hugo so bei sich. „Da darf ich zu einer Schulung und gehe stattdessen ins Büro. Und jetzt bin auf dem Weg in den Seminarraum, und ich habe völlig vergessen, was denn heute das Thema ist!“

 

Statt den Rest des Weges Trübsal ob seiner Zerstreutheit zu blasen, beschloss Hugo, den Kurs, der da nun also auf ihn zukommen würde, „Überraschungskurs“ zu nennen: „In diesem Kurs lernen Sie, andere und sich selbst zu überraschen. Sie werden überrascht sein, wie das die Lebensqualität Ihrer Umgebung und Ihrer eigenen Person erhöht.“

 

Lächelnd betrat Hugo das Überraschungskursgebäude. Im Vorraum wartete schon Emil auf ihn. „Guten Morgen, mein lieber Hugo, Du bist spät! Du hattest ja hoffentlich nicht VERGESSEN,“ – und dieses Wort aufs Heftigste zu pointieren konnte sich der Emil absolut nicht verkneifen – „dass wir heute zum Gedächtnistraining angemeldet sind.“

 

© Ulf Runge, 2012

Heute schreibe ich (fast) nichts

12. Januar 2012 8 Kommentare

Leben 801 – Donnerstag, 12.01.2012 bis ich weiß nicht wann

Heute schreibe ich (fast) nichts

12.01.2012 23:38

Ja, ich geh jetzt mal wieder spazieren im Netz. Besuche meine Kommentatorinnen und Kommentatoren, sofern sie denn auch einen Blog haben. Besuche die von mir verlinkten Internet-Seiten. Oder clicke auch mal hier und dort.

Und darüber werde ich berichten.

Dieser Artikel wird wachsen von unten nach oben. Wann immer Du hier reinclickst, wirst Du die neuen Ergänzung oben finden. Und die älteren weiter unten.

Die Reihenfolge wird willkürlich und zufällig sein. Fangen wir gleich mal an. Bis “gleich”.

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13.01.2012 Pause – bis demnächst :-)

13.01.2012 01:16 Ray Gratzner schreibt über die Freiheit. Über die innere Wahl, zu unserem eigenen Leben zu finden. Zum Immerwiedernachlesen.

13.01.2012 01:05 Babsi zitiert Teresa von Avila. U.a. die wunderbaren Worte:

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete
Talente zu entdecken, und verleihe mir o Herr,
die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

Unerwartet ist dieser schöne Text nicht für mich auf Babsis Blog.
Aber absolut erwähnenswert…

13.01.2012 00:56 Der Emil berichtet von seinem jüngsten Gang als Bittsteller. Auf offene Ohren ist er gestoßen, in der Hoffnung auf mehr Wertschätzung in der Zukunft, falls er 827 jemals wieder begegnet. Beim Emil gefällt mir der regelmäßige Eintrag, was denn heute positiv war.

13.01.2012 00:16 Sunny gibt uns einen amüsanten EinBLICK in ihre Katerkatzenwelt. Auf dass wir heute beim Aufstehen keinen Katarrh haben, weil wir mal wieder nicht ins Bett gefunden haben.

13.01.2012 00:00 Elisabeth Ornauer schreibt über die Achtsamkeit für das Jetzt und zitiert ein wunderbares Gedicht von Rumi. Das ist ein schöner Start für meine Rundreise.

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© Ulf Runge, 2012

Zwangswas bitte?

12. Januar 2012 12 Kommentare

Leben 800 – Donnerstag, 12.01.2012

Zwangswas bitte?

 

Es gibt Geschichten, da kennt man nur den Anfang. Und weiß nicht, wie viel noch dazu kommt. Am Ende.

 

Das Leben an sich ist so eine Geschichte.

 

Oder die nachstehende Begebenheit, von der ich, wie gesagt, nur den Anfang kenne.

 

Ich sitze im Zug, Nahverkehrsabteil, Gang, blicke Richtung Zugende. Das ist dort, wo der Zug herkommt. Im Türbereich unterhält sich der Zugbegleiter, ich kann ihn nur gestikulieren sehen, mit einer Reisenden. Sehr angeregt. Will sagen, es dauert bestimmt zwei Minuten oder noch länger, die er intensiv mit der Dame redet.

 

Irgendwann trennen sie sich, sie läuft in meine Richtung, also nach vorne, während er türenkontrollierenderweise im Ein- und Ausstiegsbereich verweilt. Nachdem er den Zug am nächsten Haltepunkt abgefertigt hat, kommt er langsamen Schrittes in meine Nähe und posaunt so einen Zugbegleiterstandardspruch heraus. Irgendetwas mit „Fahrkarten“. Brav zücken meine Umgebung und ich ihre Portemonnaies oder sonstigen Ticketverweilbehälter.

 

Als dem Chef vom Ganzen auf einmal ein „Oh, nein!“ entfährt. Heftigst. Gequält. Er hat offensichtlich ein Problem. Wo die Dame sei, der er gerade den Fahrschein verkauft habe, fragt er mutlos herum. Ich sage ihm, sie sei an mir vorbei noch weiter nach vorne gelaufen.

 

Nun sitze ich ja schon im ersten Waggon und trotzdem findet er sie nicht. Hat sich weder Gesicht noch Kleidung der Dame intensiv genug für eine Wiedererkennung eingeprägt. Er findet sie nicht, vielleicht auch weil er bezweifelt, dass gerade ich denn wissen könne, wohin die Dame, die sich ja mit ihm unterhalten hat, gegangen sei. Meine Zeugenaussage scheint für ihn unglaubwürdig zu sein. Er eilt Richtung Zugende. Und entschwindet damit meiner optischen Wahrnehmung.

 

Um sich dann wenig später akustisch Aufmerksamkeit zu verschaffen. Aus dem Lautsprecher ertönt eine verzweifelte Stimme. Seine. Die Dame, der er soeben eine Fahrkarte verkauft habe, möge sich doch bitte an das Begleitpersonal – er meint sich – wenden. Das Ticket sei ungültig. Es sei soeben zwangsstorniert worden. Selbstverständlich erhalt sie einen gültigen Ersatz.

Zwangswas bitte? Denke ich.

Zwangsstorniert. Weil etwas mit ihrer Kreditkarte faul ist? Stelle ich mir gearade so vor. Oder weil der Anschlusszug, für den sie eine Platzreservierung mit erworben hat, heute ohne Wagen 6 fährt? Ich vermute mal, weil sie etwas so Böses gemacht hat wie z.B. eine DB-Fahrkarte für Fahrten im Verkehrsverbund lösen wollen. Oder er hat zufällig eine falsche Taste gedrückt. Die Storno-Taste. Zwanghaft. Zwangstornierender Weise.

 

Wie gesagt, ich werde das Ende nicht erfahren. Du auch nicht.

 

Das einzige, was ich Dir noch sagen kann, ist, dass es meinem Ego sehr gut getan hat, dass besagte Dame aus der von mir eingeschätzten Richtung kam, und sich dann auf die Suche nach dem zwangstornofahrkartenverkaufenden Begleitpersonal gemacht.

 

Hätte ich um Deiner und meiner Neugierde willen, die Dame oder den Zugbegleiter ansprechen sollen? Was denn bitteschön da los sei. Ob mit dem neuen Fahrplan gleichzeitig auch Bahndeutsch 2.0 in Kraft getreten sei. Und “zwangsstorniert” nur die Spitze eines Eisbergs sei. Hätte ich? Oder ist es so okay für Dich, dass Du das Ende dieser Begegebenheit einfach selbst erfinden darfst?

© Ulf Runge, 2012

 

Killerargument

10. Januar 2012 7 Kommentare

Leben 799 – Montag, 09.01.2012

 

Killerargument

 

Wir waren offensichtlich unterschiedlicher Meinung. Hatten unsere Argumente ausgetauscht. Hatten nachgelegt und argumentativ immer „stärkere Geschütze“ aufgefahren. Waren und blieben weit auseinander.

 

Wir bemerkten, dass wir uns im Kreise drehten, dass wir uns zu wiederholen begannen.

 

Das sind die Augenblicke, in denen animalische Urinstinkte wach werden, in denen soeben noch contenainte Wesen zu schreiben beginnen, das sind die Augenblicke, in denen Krieg zur Option wird.

 

Zur Verblüffung zweier Anwesender, nämlich zu der meines Gegenübers als auch zu meiner eigenen, hörten wir mich die uns beide überraschenden Worte sagen: „Deine Meinung ist mir viel zu subjektiv!“

 

Pause. Sprachloses Schweigen. Und auf einmal …

 

… schallendes Gelächter.

 

P.S.: Wir haben uns dann doch irgendwie geeinigt…

 

© Ulf Runge, 2012

Lebendiger Blog – Tipps zu Selbstliebe und Gesunder Ernährung

8. Januar 2012 17 Kommentare

Leben 798 – 08.01.2012

 

Lebendiger Blog – Tipps zu Selbstliebe und Gesunder Ernährung

 

 

Dieser Blog lebt! Auch in 2012. Bisher noch weniger durch mein Zutun. Vielmehr durch Euer Anklicken und Kommentieren. Dafür Danke!

 

Wer mich kennt, wird möglicherweise Rückantworten auf Weihnachts- oder Neujahrsgrüße vermissen. Da bitte ich noch etwas um Geduld. Ebenso wie bei meinem “Redaktionsprogramm”.

 

Wie ein verschollenes U-Boot tauche ich wenigstens nach einer Woche wieder auf. Um noch nicht wirklich Eigenfabriziertes hier kund zu tun. Sondern vielmehr auf Aktivitäten Anderer hinzuweisen.

 

Selbstliebe. Erinnerst Du Dich noch? Da ist vor einem Jahr mit VOLLGAS, so muss ich das wirklich vom Tempo her nennen, Jürgen Tesch mit seinem “Selbstliebe” Kurs im Internet online gegangen. Mir war das Tempo zu hoch, in gut 49 Tagen auch 49 Lektionen durchzuarbeiten. Ich habe versucht, immer wieder mal reinzukommen, und immer dann, wenn ich mitgemacht habe, hat es mir riesigen Spaß bereitet und auch Erkenntnisgewinn gebracht. Ich ziehe heute noch meinen Hut vor Jürgens Leistung: Eine so umfassende Bearbeitung dieses Themas KOSTENLOS ins Netz zu stellen, mit so viel Power am Ball zu bleiben, ich sage nur “Wow!”. Und jetzt macht Jürgen Tesch uns das Angebot, diesen Kurs, bei dem er das Feedback der Teilnehmer eingebaut hat, in 52 Wochen durchzuarbeiten. ICH BIN DABEI. Hier ist der Link zur ersten Lektion, was auch gleichzeitig der Link zu Jürgen Teschs Website www.leben-lernen-lieben.de ist.

 

Ernährung. In SWR1 RP gab es diese Woche eine bemerkenswerte Sendung zum Thema “Gesunde Ernährung”: “Es ist ein Kraut gewachsen … über die heilsame Wirkung von Pflanzen und Kräutern”. Das u.a. in dieser Sendung vorgestellte Buch werde ich mir sehr wahrscheinlich auch zulegen. Die Sendung kann als mp3 heruntergeladen werden.

 

Einen schönen Sonntag wünsche ich!

 

© Ulf Runge, 2012

Bahnduichfreumich – 2x

3. Januar 2012 11 Kommentare

 Leben 797, 03.01.12


Bahnduichfreumich – 2x

Bahn, Du, ich freu mich!

Anschluss

Ob ich denn Anschluss häbe an den Intercity? Am nächsten Bahnhof. Den 8 Uhr 9 Richtung Frankfurt. Frage ich den fahrkartenkontrollieren wollenden Zugbegleiter.

Er schaut in sein gedrucktes Kursbuchauszugsheft, um mir dann nach einer Minute zu antworten: „Ja!“

Hm, ob der denn auch pünktlich sei. Ein erleuchtungsvoller Blick fährt über sein Gesicht. Da will in der Tat jemand wissen, ob ein anderer Zug, noch dazu einer vom Fernverkehr, pünktlich ist. Er tippt – vermutlich die Zugnummer – in sein DeBe-Handy ein, um mit dann mit 8 Uhr 11 zu antworten. Zwei Minuten.

Ich bedanke mich. Und bin jedes Mal aufs Neue überrascht, dass es Zugbegleiter gibt, die nicht laufend damit beschäftigt sind, sich über die Verkehrs- und Anschlusslage zu informieren.

Bahn, Du, ich freu mich auch in diesem Jahr wieder auf Dich! Wir werden unseren Spaß haben!

In umgekehrter Wagenreihung

Ich schaue auf das Display, ob mein Anschluss denn wirklich pünktlich ist. Er ist. Die zwei Minuten, die der Zug später fahren wird, werden (berechtigterweise) nicht angezeigt. Allerdings ein anderer interessanter Hinweis, nämlich dass der Zug „in umgekehrter Wagenreihung“ unterwegs sei.

Nach so vielen Bahnjahren ist es heute in der Tat das erste Mal, dass ich diesem Hinweis ernsthaft nachgehen möchte und mich so hinzustellen beabsichtige, dass ich dann nicht doch noch hin- und herlaufen muss, wenn der Zug schon eingefahren ist.

Ich gehe also an den Zugstandanzeiger oder wie er heißt, bei dem die Position der verschiedenen Waggons bezüglich der Bahnsteigabschnitte dargestellt ist. 1. Klasse hinten. Also fährt die heute vorne. Und ich sollte mich nach hinten bewegen.

Was ich interessant finde, dass auf dem Display die Waggonsymbole so dargestellt sind wie auf dem Zugstandanzeiger, also in „richtiger“ Reihenfolge, die ja heute „falsch“ ist. Wenn ich nicht auf den Zugstandanzeiger geachtet hätte, hätte ich vermutet, dass ich nach vorne muss.

Sicherheit und Klarheit bringt jetzt die Lautsprecherdurchsage, die darauf hinweist, dass der Zug heute andersherum sortiert: „Die Wagen der 1. Klasse befinden sich Zugende.“ Aha. Also muss ich doch nach vorne! Ich orientiere mich also um, laufe schon einmal ein paar Schritte in Richtung des Zweiterklasse-Abschnitts, um dann von der Kraft des Faktischen überzeugt zu werden.

Die 1. Klasse rollt gerade langsam ein, vorne.

Bahn, Du, ich freu mich auch in diesem Jahr wieder auf Dich! Wir werden unseren Spaß haben!

© Ulf Runge, 2012

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