SEI KEIN FROSCH – No. 2

Leben 772 – Montag, 24.10.11

SEI KEIN FROSCH – No. 2

7:55 Uhr. Ich steige in die Regionalbahn ein, um sie vier Minuten später wieder an einem größeren Bahnhof zu verlassen. Um dort zehn Minuten später in den Fernverkehr umzusteigen. Und somit früher als mit der Regionalbahn in der großen Stadt zu sein.

8:00 Uhr. Die von mir soeben genutzte Regionalbahn verlässt den Umsteigebahnhof. Auf der mit Digitaltechnik beliebigst flexiblen Anzeigetafel, die von der Bahn nach wie vor nur für den aktuellen Zug genutzt wird, statt eventuell noch einen aktuellen Hinweis zu geben, findet sich kein Hinweis, dass mein Anschluss, der in 10 Minuten hier einfahren müsste, um 15 Minuten verspätet ist. Weder die zuständigen Service-Beamten (eigentlich ein Widerspruch, oder?) aus Darmstadt melden sich per Lautsprecher, noch dass der Zugbegleiter der Bimmelbahn mal aus aktuellem Anlass eine Durchsage machen würde. „Reisende nach Frankfurt bleiben bitte sitzen, wenn sie schnell in die große Stadt kommen wollen“.

Soll ich explodieren? Nein. Ich sage mir: SEI KEIN FROSCH!

Der gleiche Tag. Am Abend. Ich habe einen privaten Termin. Will deshalb mit der 16:06 Bimmelbahn fahren. Habe das Glück, dass ich noch den 15:54 IC bekomme. Der bleibt fast „auf der Strecke“ wegen eines liegengebliebenen Güterzuges.

Ich sage mir: SEI KEIN FROSCH. Schließlich komme ich so rechtzeitig an, wie ich es mit dem späteren Zug bei fahrplankonformen Verkehr geschafft hätte.

Da muss schon mehr als ein Frosch her, denke ich mir…

P.S.:

Die Gemeinde Laudenbach an der Bergstraße ist Frosch-Gemeinde. Das hat damit zu tun, dass in der Umgebung sehr viele Feuchtgebiete liegen, in denen Kröten und Frösche ihre Heimat haben. Während das Ortswappen eine Weinrebe und ein Winzermesser zeigt und keinerlei Bezug zum Frosch erkennbar ist, heißt die herbstliche Kirchweih „Froschkerwe“. Wer etwas auf sich hält, hängt in dieser Zeit eine Fahne aus seinem Fenster, die einen grünen Frosch auf weißen Hintergrund zeigt.

 

Wer noch mehr auf sich hält, hat einen Frosch am Haus, im Haus, auf dem Haus, wo auch immer. Sehr oft aus Kupfer. Aber nicht immer: Die heutigen Frösche werden im lokalen Geschenkartikelgeschäft wohlfeil geboten.

 

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Maria H sagt:

    Lieber Ulf,

    sieht so aus dass man gute Nerven haben und sich in Geduld üben muss wenn man mit der Bahn fährt. Wenn das so weiter geht tummeln sich eine Menge Frösche bei Dir rum.
    Quack!
    🙂 🙂
    Liebe Grüße
    Maria

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  2. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria,

    das wir hier ein Frosch-Zoo. Garantiert.

    lg ulf

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  3. Hase sagt:

    scheint eine lustige Frosch-Gemeinde zu sein.Gut ,dass Du kein Frosch bist (den Rest hab ich gelöscht …*grins* )
    danke für Teil 2, lieber Ulf
    auf weitere Froschgeschichten spannend wartend
    grüßt Dich
    Erika 🙂

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  4. Ulf Runge sagt:

    Liebe Erika,

    ich hoffe mal, dass ich noch viele Frösche vor die Linse bekomme.

    LG Ulf

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