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Archive for September 2011

Junger Tag

28. September 2011 11 Kommentare
Leben 755 – Donnerstag, 29.09.11

Junger Tag

und hier noch eine akustische Variante…

© Ulf Runge, 2011

Mein dypsilon

28. September 2011 23 Kommentare
Leben 753 – Donnerstag, 29.09.11

Mein dypsilon

Ich habe ein neues Notebook. Marke dypsilon. Kennen die wenigsten, ich weiß.

Bin ich aber zufrieden mit. Auch wenn es vielleicht unbekannt sein mag.

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Achtzehn Komma Strich – oder: Der Makel

27. September 2011 4 Kommentare
Leben 753 – Mittwoch, 28.09.11

Achtzehn Komma Strich – oder: Der Makel

Er hatte es seinerzeit gekauft. Als Souvenir. Als Erinnerung an wunderbare Tage in Stockholm.

~

Wenn man ihn so beobachtete, musste man zwangsläufig feststellen, dass „vergraben“ das einzig zutreffende Verb für das war, was Bruno mit sich in den vergangen Stunden getan hatte. Bruno war dabei, sich tiefer und tiefer zu vergraben in sein jüngst erworbenes Buch. Eine spannende Lektüre, die er nur zu ungern unterbrochen wissen wollte.

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Auf der einen Seite die zauberhafte Silhouette dieser wunderbaren Stadt. Auf der anderen Seite die Schwedenflagge, das gelbe Kreuz auf blauem Hintergrund.

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Ein beeindruckendes Buch, sagte sich Bruno. Ein wertvolles Werk. Es soll ein wertschätzendes Lesezeichen bekommen. Bruno geht zum Schrank, wo so kleine Kostbarkeiten und Kleinstutensilien auf ihre Entdeckung warten. „Oh, das Stockholm-Lesezeichen! Das ist genau das richtige!“ Und weckt das Kleinod aus seinem Dörnröschenschlaf, auf dass es ab sofort einen wichtigen Dienst verrichte. Kostbares Lesezeichen in kostbarem Lesestoff!

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18,-. Achtzehn Schwedenkronen. Das war der Preis gewesen, für den Bruno seinerzeit dieses verspielte Lesezeichen erworben hatte. Ein schmales, dünnes Stück Kartonpapier, in der Mitte gefalzt, so dass es fast an eine Pinzette oder Zuckerzange erinnert. Und am Ende der Innenseite zwei hauchdünne Magnetchen, mit denen es sich an der zu merkenden Buchseite festklammern kann.

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Angenommen

26. September 2011 13 Kommentare
Leben 752 – Dienstag, 27.09.11

Angenommen

Mal angenommen, dass es bis dahin schon viele gedachte Gedanken gegeben haben mag. Einfach nur gedacht. Und gleich wieder fort. Bis, nur mal so angenommen, bis also DER Gedanke aller Gedanken gedacht wurde: „ICH DENKE!“

Diese schöpferische Erkenntnis, dass es ICH gibt, dass es diese Kraft gibt, die es vermag, zu erkennen, dass es sie gibt. Und dass nur dieser eine Gedanke den Zugang zu ICH gibt.

Mal angenommen, dass dieses Wesen Gefallen daran gefunden hat, von nun an ganz bewusst Gedanken zu denken, sich selber durch die Kraft der Gedanken neu zu erfinden, sich auszuprobieren. Mal angenommen, dass da der Gedanke der GESTALT dabei war und der Gedanke des LEBENS. Mal angenommen, dass dieses Wesen Spaß daran gefunden hat, Gesetze zu erfinden, auszuprobieren, sich auszuprobieren, sich gleich mehrfach auszuprobieren. Freude an der Gesetzmäßigkeit des vermeintlichen Chaos, im unendlich Großen und in der winzigen Unendlichkeit.

Mal angenommen, dass dieses Wesen auch mal ausprobieren wollte, wie es ist, wenn man FEHLER macht, was auch immer das sein mag. Uns fielen gleich ganz viele Fehler ein, die wir gerne vermieden wissen wollten: Hunger, Krankheit, Kriminalität, Kriege, überhaupt LEIDEN. Habgier, Hass, Gier und Heimtücke.

Mal angenommen, wir sind es, die von diesem Wesen immer neu ins Spiel geschickt werden. Mal angenommen, wir sind es, die sich selber immer wieder neu in dieses Spiel schicken. Als Stein. Wasser. Feuer. Luft. Oder als „Lebe“wesen. Natürlich erst, nachdem wir uns bei uns selber eine „What’s next?“ Beratung gegeben haben.

Nehmen wir mal an, Du hast heute einen schwierigen Tag vor Dir. Könnte es sein, dass das der schwierige Tag ist, den Du selber geschaffen hast. Und den Du mit Deiner göttlichen Kraft ganz leicht bestehen kannst?

Nehme wir mal an, das Leben meint es nicht gut mit Dir. Willst Du göttliche Wege finden, aus Teufelskreisen herauszufinden?

Angenommen, Du und ich, wir sind beide Teil vom großen Ganzen und vom ganz Großen. Wie fühlt sich das an für Dich?

© Ulf Runge, 2011

© Wir alle, 2011

Ulfs Playlist 23.09.11

23. September 2011 18 Kommentare
Leben 751 – Freitag, 23.09.11

Ulfs Playlist 23.09.11

Noch fehlen mir die Worte. Sie werden bald schon wieder präsent sein hier auf diesem Blog. Bis dahin gibt es Linx. Zu ganz besonderen Songs meiner Lieblingsinterpreten, die etwas seltener im Radio zu hören sind. Viel Spaß beim Ohrenschmauß!

Carol King – City streets

Tracy Chapman – Fast car

Sade – The sweetest taboo

Chris de Burgh – Borderline

Chris Rea – Auberge

Billy Joel – New York State of Mind

Tony Bennett & Stevie Wonder – For once in my life

Udo Lindenberg – Cello

Reinhard Mey – Männer im Baumarkt

Julie Driscoll & Brian Auger Trinity – This Wheel’s On Fire

Und noch was! Mach mit! Mach Hit! Sie geht wieder los, die SWR1 RP Hitparade. Und ganz am Ende sehen wir uns auf dem Schiff? Wenn Du nicht unbedingt Bohemian Rhapsody von Queen wählen willst, vielleicht gefällt Dir einer der Titel, die Du vielleicht soeben hier angeklickt und gehört hast.

© Ulf Runge, 2011

 

Kategorien:Leben

Monopause – oder Warum der Ulf nicht schreibt

20. September 2011 25 Kommentare
Leben 751 – Dienstag, 20.09.11

Monopause – oder Warum der Ulf nicht schreibt

Es wird langsam nervig. Anfangs habe ich jeden Tag bei ihm reingeklickt. Da fand ich dann auch was. Zum Amüsieren. Brötchenmann oder so. Auch mal was Nachdenkliches. Manchmal einen Tipp. Wie er Käsekuchen bäckt. Oft auch Belangloses. Was keiner so wirklich braucht. Aber es war wenigstens immer wieder was da.

Und jetzt? Stille. Nix. Nicht mal die Kommentare werden kommentiert.

Dem fällt nix mehr ein.

Der mag nicht mehr.

Himbeertagebuch. Wo isses?

Rollblog? Tot. Oder?

Und dann dieser total abgefahrener Artikel, wo er aus dem Fenster guckt. Na ja.

Der is‘ am Ende.

Der klickt auch nicht mehr bei den anderen rein. Ziemlich arrogant…

Ulf, was sagst Du dazu?

Hm, sagt der Ulf. Der Mensch wird an seinen Ergebnissen gemessen. Nicht immer zu unrecht. Ich sag mal so. Wir wecken immer wieder Erwartungen durch unser Verhalten. Und aktuell erfülle ich weder Eure noch meine Erwartungen.

Aber ich weiß, dass Ihr wisst, dass das auch wieder anders wird. Z.B. schon jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe. Im Radio darf man glaube ich nicht länger als was weiß ich wieviel Sekunden keine Pause machen. Sonst schalten die Zunixhörer weg.

Egal ob in Stereo oder nicht: Dieser Artikel ist so etwas wie ein Räuspern gegen die Monopause.

© Ulf Runge, 2011

Minutiöse Minuten – Der Beschluss

15. September 2011 4 Kommentare
Leben 750 – Donnerstag, 15.09.11Minutiöse Minuten – Der Beschluss

 

Gestern früh – die 1. Minute

Sie wohnt immer noch da! Ungläubig, ja plötztlich sogar starren Blickes, verlieren sich Lothars Augen auf Ihrem Anblick. Nur kurz. Dann ist es auch schon vorbei. Wie immer. Wie früher.

Als habe die Zeit Still gestanden, als habe es diese Unterbrechung nicht gegeben. Ist ihr Leben einfach weitergegangen. Lother kneift sich. Doch, doch. Er ist wach.

Gestern Abend – die 2. Minute

 

In Gedanken vergaß er völlig nach ihr zu schauen. Lothar bemerkte nicht einmal, dass er nicht an sie gedacht hatte.

Heute früh – die 3. Minute

Lothar beschloss, den kurzen Augenblick mit voller Aufmerksamkeit nutzen zu wollen. Heute war sie nicht zu sehen. Neue Vorhänge hatte sie, längsgestreifte Schals an den Seiten ihrer Fenster. Der Lichteinfall war „gut“ heute, auf der Spüle erkannte er jede Menge Geschirr. Ziemlich durcheinander, als sollte mal jemand abwaschen. An diesen Anblick konnte er sich beileibe in all den Jahren nicht erinnern. Ob die Spülmaschine wohl kaputt war?

Das Bild war schon weg, nur noch in Lothars Kopf, als er sich ernsthaft zu fragen begann, was ihn denn an dieser Person faszinierte. Er konnte nicht einmal sagen, dass er sie schön fand oder so, dafür hatte er sie ja noch nie wirklich nahe genug gesehen. Er wusste nur eines, etwas beeindruckte ihn an ihr. War es tatsächlich sie? Oder müsste er sich gegenüber zugeben, der kleine Voyeur zu sein, nichts Böses im Schilde führend, einfach nur beobachtend am Leben anderer Teilhabender?

Lothar wollte Klarheit. Beschloss, seine Beobachtungen minutiös aufzuschreiben. Minutiöse Minuten. Herausfinden, was es war, was ihn da anzog.

Donnerstag, 15.09.11.2011, 17:43 – die 4. Minute

 

Ihre Balkontür steht auf, das Küchenfenster ist auf Klapp gestellt. Keine Bewegungen erkennbar. Auf dem Balkontisch steht ein Blumenstrauß, in Geschenkpapier eingewickelt. Ob sie heute wohl noch auf einen Geburtstag gehen wird. Oder gerade heimgekommen ist, noch keine Zeit hatte, den Blumenstrauße auszupacken. Den man ihr vielleicht für 10 Jahre Betriebszugehörigkeit geschenkt hatte?

Lothar betrachtete seine Aufzeichnungen von gestern und heute. Ja, so hatte er sich das heute früh gedacht. Beobachten. Und sich die Frage beantworten, warum sein Blick an immer wieder ein und der selben Stelle von ihr eingefangen wurde.

© Ulf Runge, 2011

 

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