Genießen und him-bärig gesund sein


Leben 739 – Dienstag, 02.08.11 

Genießen und him-bärig gesund sein 

In Zeiten, in denen weltweit Krieg, Armut und Hunger herrschen, mag es vermessen klingen, über gesundes Essen zu schreiben. Allerdings erscheint es mir sinnvoll, meinen Lebensstil zu überdenken und seine Auswirkungen auf meine Gesundheit und das Wohlergehen anderer Menschen zu berücksichtigen.Ich habe das Glück, in jüngster Zeit Bücher in die Hand bekommen zu haben, die mir zusätzlich wichtige Impulse bei meiner Ernährung gegeben haben.

Dies ist jetzt die kürzlich angekündigte Besprechung des außergewöhnlichen Ernährungsratgebers „Krebszellen mögen keine Himbeeren“, das die beiden kanadischen Ärzte Prof. Dr. med. Richard Béliveau und Dr. med. Denis Gingras als leicht verständliches Resumée ihrer langjährigen Profession im Umfeld von Krebskrankheiten geschrieben haben. Erschienen im Verlag Wilhelm Goldmann, München, 2007. Die französischsprachige Originalausgabe ist 2005 erschienen.

Die beiden kanadischen Ärzte beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der Prävention, Diagnose und Behandlung und Nachsorge von Krebs. In diesem leicht verständlich geschriebenen Buch, beschreiben Sie nicht nur Lebensmittel, die nach ihren Erkenntnissen Krebs vermeiden helfen und bekämpfen können, sondern zunächst einmal, warum wir alle viel gefährdeter als früher dieser heimtückischen Krankheitsfamilie zum Opfer zu fallen können und wie Krebs überhaupt entsteht. Ehrlich gesagt hat mich das beim Erstaufschlagen des Buches nicht wirklich interessiert, weil ich ja doch hoffe, dass ich keinen Krebs habe. Und auch hoffentlich keinen bekomme.

Die Welt ist allerdings anders gestrickt, als sich der Ulf das gerne vorstellen würde. Während ich beim Anblick heftig dunkler Wolken die Krise bekomme und aus Angst vorm Gewitter lieber aufs Joggen verzichte (wobei ich schon zweimal in meinem Leben heftigst von Donner und Blitz überrascht worden bin), machen mir die beiden Ärzte klar, dass allein die aufgrund von Erfahrungswerten belegte Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken ERHEBLICH höher ist als jemals vom Blitz getroffen zu werden. Und vermutlich bin ich auch viel aufmerksamer bei der Blitzvorsorge als bei der Krebsvorsorge, die für mich bisher hauptsächlich darin bestanden hat, mit einem blöden Gefühl zur entsprechenden Untersuchung beim Arzt zu gehen.

Dass es ziemlicher Kappes war, dass ich bis vor 12 Jahren geraucht habe, erfahre ich dann im Rahmen der sehr verständlichen, übersichtlich illustrierten Beschreibung über die verschiedenen Phasen, wie Krebs entsteht. An dieser Stelle denke ich so für mich, dass die Kids, sobald sie lesen, schreiben, rechnen und Werbefernseh’n sehen können, hierüber aufgeklärt werden sollten. Nicht von ihren Eltern. Nicht von ihren Lehrern. Damit die Themen „Stress mit den Eltern“ und „Stress mit den Lehrern“ nicht mit diesem wichtigen Thema vermischt werden. Ein Gesundheitstag, der Spaß macht und aufklärt, das wäre so ein Ding.

Und auf einmal merke ich, dass ich das Buch nicht nur lese, um noch mehr über gesunde Lebensmittel zu erfahren, sondern weil ich immer deutlicher die Bedeutung des Sinnspruchs „Lasst die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung“ von Hippokrates erkenne.

Selbst wenn ich die 11 „gesunden“ Lebensmittelbereiche, die von den beiden Autoren beschrieben werden, hier aufzählen würde, würde das nicht den Besitz des Buches überflüssig machen. Und dass etwa Obst und Gemüse gesund sind, ist ja eigentlich eine Binsenweisheit. Aber Hand aufs Herz, wieviel Menschen, die die Möglichkeit haben, leben danach? Was mich bei dem Buch fasziniert, sind die vielfältigen Erklärung, WARUM diese oder jene Lebensmittel, womöglich noch kombiniert mit bestimmten anderen, eine so besondere Wirkung haben können.

Warum Himbeeren aufgrund ihrer Messergebnisse möglicherweise noch „besser“ als Erdbeeren sein könnten, und warum die Erdbeeren uns beim Stoffwechsel dann doch mehr nützen.

Warum das Gewürz Kurkuma, täglich genommen, so wichtig für uns sein kann. Und warum dieses Gewürz sich in seiner Wirkung ver1000facht, wenn man es zusammen mit Pfeffer genießt.

Und dass es nicht darauf ankommt, was DRIN ist in den Lebensmitteln, sondern WIE sie bei der Verstoffwechslung wirken. So etwa beim Brokkoli, der zwei Wirkstoffe in sich hat, die Tag und Nacht nicht in Berührung kommen, außer wenn Sie im Mund gekaut werden. Und dann ihre ganz spezifische Wirkung entfalten.

Ich hoffe, ich habe Dir Appetit gemacht, Dir dieses Buch ganz dringend zuzulegen. Und eine ganz neue Sichtweise auf das Essen und Trinken zu bekommen.

Das ist nichts für Dich, weil Du im Freien arbeitest und Dir Proviant mitnehmen musst? Dass ist nichts für Dich, weil Du im Büro arbeitest? Keine Kantine hast?

Es geht. Da bin ich sicher. Ich werde die nächsten Tage davon berichten, inwiefern ich bei meiner bereits recht gesunden Lebensweise noch mehr von diesen Tipps einbaue.

Ach ja, noch was: Gesunde Ernährung ist in erster Linie schmackhafte, genussvolle Lebensmittelaufnahme. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich mir das von den beiden Autoren ebenfalls herausgegebene Kochbuch bestellt habe. Auch hierüber wird zu berichten sein.

In Anlehnung an den Buchtitel werde ich mein Ernährungstagebuch „Himbeertage“ nennen. Das Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ zu kaufen und zu lesen und danach zu handeln, wird eine der besten Investitionen in Deinem Leben sein. Diese Buchempfehlung bringt mir keinerlei wirtschaftlichen Vorteil. Ich gebe sie aus voller Überzeugung ab.

© Ulf Runge, 2011

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Maria H sagt:

    OK…werde mir das Buch kaufen!!!

    Dabei wollte ich gar keine 80 Jahre alt werden. Aber vielleicht überlege ich es mir ja anders 🙂

    Liebe Grüße
    Maria

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  2. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria,

    wie alt wir werden, steht nicht in unserer Hand.
    Aber wir haben glaube die Pflicht, darüber nachzudenken, wie wir dazu beitragen können, unseren Körper in Schuss zu halten. 🙂

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  3. Maria H sagt:

    Lieber Ulf,

    da hast Du recht, ich glaube dass unser Schicksal bereits bei unserer Geburt besiegelt ist.

    Auch wenn ich in den letzten Jahren gezweifelt habe, habe ich trotzdem nicht aufgehört für meinen Körper was zu tun. Gesunde Ernährung und Bewegung. Eine gewisse Eitelkeit kann ich in dem Zusammenhang auch nicht leugnen 🙂

    Liebe Grüße
    Maria

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  4. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria,

    schön, dass die Eitelkeit so gesundheitsförderlich sein kann. 🙂

    Liebe Grüße,
    Ulf

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