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Archive for Juli 2011

Gemeinsamkeiten

29. Juli 2011 2 Kommentare
Leben 738 – Samstag, 30.07.11Gemeinsamkeiten

Was haben Otto Finstermann aus Dortmund, Manfred Meier aus Duisburg und Peter Porst aus Dessau miteinander gemeinsam? Nein, sie freuen sich nicht auf den Start der Bundesligasaison. Es ist etwas anderes, das sie miteinander verbindet.

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Wetterberichte

25. Juli 2011 8 Kommentare
Leben 737 – Montag, 25.07.11

Wetterberichte

Such Dir einen aus:

EINS

„SIE UNVERSCHÄMTER HEINI, SICH EINFACH MIT IHREM AUTO HIERHER ZU STELLEN!“

Wer das sprach, wusste nicht, dass es sich um einen Notfall handelte.

ZWEI

Jakob hatte noch ganze 50 Euro, seine komplette Barschaft, und die hatte er auf Golden Donkey gesetzt. Golden Donkey scheute und wurde disqualifiziert.

DREI

Wechselnd bewölkt. Schauerneigung. Für die Jahreszeit zu kalt.

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8 bis 10 Minuten

25. Juli 2011 12 Kommentare
Leben 736Montag, 25.07.11

8 bis 10 Minuten

Ich taste mich jetzt ganz langsam heran an meine „Berichterstattung“ zum Thema „Gesunde Ernährung“. Ich springe mitten hinein, damit es nicht allzu akademisch ist, und beginne mit grünem Tee.

Die Stadt Frankfurt am Main ist sehr rührig in der Förderung von Jungunternehmern. Das kommt u.a. zum Ausdruck in der jährlich statt findenden Aufschwung-Messe, die ich nun zum zweiten Mal besucht habe.

Ich bin als abhängig beschäftigter Arbeitnehmer zwar ganz weit weg von der Zielgruppe dieser Veranstaltung, aber es öffnet die Augen und erweitert den Horizont, sich mal unter Selbstständige und die, die es werden wollen, zu mischen.

Auch dieses Mal habe ich es genossen, Peter Sawtschenko vom gleichnamigen Institut an den Lippen zu hängen. Genial, was dieser Mann über Marketing zu berichten weiß. Und mit welchen Intensität und Authentizität.

In der Mittagspause schnappe ich folgende Wortfetzen auf: „Faltin! Den kennen Sie nicht? Da müssen Sie hin!“ Nun, den kenne ich auch nicht. Und beschließe, auch müssen zu wollen.

Prof. Dr. Günter Faltin begeistert mich. Mit dem, was er zu sagen hat. Und mit seiner ebenfalls ansteckend begeisterten Art. Schade, dass ich kein Teetrinker bin, denke ich. Denn dieser Professor hat vor Jahren, als er einen Ruf an die Uni bekommen hat, beschlossen, der drögen Hochschullangeweile Einhalt zu gebieten und mit seinen Studenten ein Projekt zu starten, das seinesgleichen sucht. Dieses Projekt läuft heute noch und hat durch unkonventionelle Ideen und Vorgehensweisen bewiesen, dass es möglich ist, mit Kreativität und Einfühlungsvermögen in die Kunden einen Markt aufzumischen, hier den Weltmarkt für Teehandel. Mehr hierüber unter http://www.teekampagne.de/.

Im Urlaub fällt mir sozusagen ein Buch in die Hände, nachdem ich wohl schon länger gesucht habe, dessen Existenz ich aber nicht wirklich geahnt habe: „Krebszellen mögen keine Himbeeren“. Geschrieben von zwei kanadischen Ärzten: Richard Béliveau und Denis Gingras. Eine knappe Zusammenfassung, die das Lesen des Buches aber auf keinen Fall ersetzen kann, gibt es für eilige Klicker hier. Ich werde auf das Buch noch ausführlich eingehen. Dieser Bericht ist nur ein Appetithappen.

Eine der Kernaussagen dieses Buches ist es, dass wir durch die Bevorzugung bestimmter Lebensmittel unsere Chancen, gesund zu bleiben erhöhen können. Z.B. durch den Genuss von grünem Tee.

Wie gesagt, mit Tee habe ich nicht viel am Hut gehabt bisher. Am Samstag war es dann so weit. Ich bin mit der Liste der empfohlenen grünen Tees in das örtliche Teefachgeschäft gegangen und habe nach Sencha-Uchiyama gefragt. Ja, sie kenne diesen Tee, schauen mich zwei erstaunte Augen an, wohl ungläubig, dass ich soooo einen Tee kaufen will. Und dessen Name ich von einem Zettel ablese.

Ich lasse nicht locker. Gyokuro 1 ist nun mein Begehr. Den habe sie auch nicht.

Ich lese weitere 9 Teenamen vor, um zwischendurch von meinem Gegenüber zu erfahren, dass das sehr hochpreisige Tees seien, die „hier nicht laufen“, um dann endlich auf Platz 12 meiner Hitparade von einer hoch erfreuten Teeverkäuferin zu erfahren, ja, den habe sie, den Pai Mu Tan. Ich entscheide mich für 100g und schlucke, als auch dieser Tee in einem gehobenen Preissegment zu Hause ist. 7 Euro 40. Das werde ich mir nicht sehr häufig leisten können, denke ich mir.

Sie ahnt, dass ich ein Nichtteekenner bin. Den könne man mehrmals aufbrühen den Tee. Und maximal 2 einhalb Minuten ziehen lassen.

Ich berichte ihr, dass ich die Teenamen aus obigen Buch habe und dass die Autoren UNBEDINGT empfehlen, den grünen Tee 8 bis 10 Minuten ziehen zu lassen, damit genau die im Buch beschriebenen, sehr gesunden Wirkstoffe in den Tee hineingelangen. Sie ist geschockt. Das kann sie gar nicht nachvollziehen. „Da wird der Tee ja bitter!“

Sie drückt mir noch eine Teebroschüre in die Hand. Auch diese spricht von kurzen Aufbrühzeiten.

Der Samstag Nachmittag ist gekommen, ich brühe mir den ersten (10minüten) grünen Tee auf. Den Geschmack finde ich absolut okay, diese Bitterkeit ist für mich nicht wirklich eine.

Und während ich bei diesem vorzüglichen Tee sitze fällt mir auf einmal Prof. Dr. Faltin ein. Ja, genau! Bei dem werde ich jetzt Kunde werden. Da Kosten 100 Gramm bedeutend weniger. Bei mindestens gleicher Qualität. Und fairem Handel.

Und warum der grüne Tee so gesund ist, darüber schreibe ich in einem weiteren Artikel…

 

© Ulf Runge, 2011

Tagebuch

24. Juli 2011 25 Kommentare
Tagebuch
Sa 20.08.11
Mein zweiter Versuch, eine etwas lebendigere Blogroll zu leben, hat das Licht der Welt erblickt. Ich nenne dieses neue Lebe-Wesen ROLLBLOG: (hhttps://ulfrunge.wordpress.com/rollblog/).

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Kleine Standortbestimmung

23. Juli 2011 15 Kommentare
Leben 735 – Sonntag, 24.07.11

 

Kleine Standortbestimmung

Wenn ich die Entwicklung meines Blogs seit dem Start vor vier Jahren betrachte, dann komme ich zu folgenden Schlüssen:

Meinem Anspruch, hier einen literarischen Ulf Runge entstehen zu lassen, bin ich nicht in dem von mir erwarteten Sinn gerecht geworden. Ich habe sicherlich den mir eigenen Stil weiterentwickelt und eine für mich typische Ausdrucksweise gepflegt. Darüber freue ich mich. Es ist mir allerdings nur selten gelungen, mit Kreativität und Phantasie einen gedanklichen Stoff zu entwickeln, der den Wunsch entstehen lässt, die Protagonisten meiner Begebenheiten „weiterleben“ zu lassen. Etwa im Rahmen einer Fortsetzungsgeschichte.

Weniger Kreativität, dafür aber eine gute Beobachtungsgabe benötigt man, wenn man das Leben als Bahnpendler oder Brötchenmannkunde einfangen und wiedergeben möchte. Derartige Schilderungen aus dem Alltäglichen erfreuen sich in der Tat höchster Beliebtheit auf meinem Blog.

Anklang finden auch meine sporadischen Berichte über Veranstaltungen wie etwa Konzertbesuche.

Ein wichtiges Anliegen sind mir immer wieder Leseempfehlungen, insbesondere zu Büchern, bei denen es um persönliche Entwicklung geht.

Berichte über Kuchenbacken und Salatzubereiten haben ebenfalls das geneigte Interesse der Leserschaft gefunden.

Das alles freut mich sehr.

Ich habe eine liebenswerte LeserInnen- und KommentiererInnenschaft. Die ich allerdings etwas mehr pflegen könnte. Zum einen durch zeitnahere Beantwortung der Kommentare, zum anderen, in dem ich wieder mehr auf den mir verbundenen Blogs meine Präsenz durch wertschätzende Kommentare anzeigen würde. Es gibt so viele tolle Blogs rings um mich herum, die ich gerne öfter und intensiver lesen würde. Da werde ich mir was einfallen lassen müssen.

Durch die Nutzung dieses Blogs bei WordPress habe ich bisher kein Geld verdient. Grins. Das war auch (bisher?) nicht mein Ziel. Für die Nutzung dieses Blogs bei WordPress, insbesondere für die hohe Verfügbarkeit rund um die Uhr incl. der Durchführung von Datensicherungen, um die ich mich gar nicht kümmern muss, habe ich ebenfalls noch keinen Cent ausgegeben. Dafür bin ich richtig dankbar. Für ein paar Cent mehr könnte ich meinen Blog noch etwas attraktiver machen, indem ich hier eigene Audios oder Videos veröffentlichen würde. Mal sehen, wann der Leidensdruck bei mir groß genug ist.

Womit ich hadere, ist die Übersichtlichkeit auf meinem Blog. Etwa ein automatisches Inhaltsverzeichnis, chronologisch oder nach Kategorien geordnet, durch das man leicht durchrauschen kann.

Was kommt nun?

Ich plane, eine umfassendere Berichterstattung über mehrere geniale Bücher aus dem Ernährungs- und Gesundheitsumfeld, die ich in jüngster Zeit gelesen habe, und deren Handlungsvorschläge ich aktuell für mich angepasst übernehme. Ich werde berichten, wo und warum ich zukünftig welchen Tee kaufen bzw. trinken werde. Und ich werde von einem besonderen Saft berichten.

Die Berichte aus dem Alltag werden auch weiterhin einen festen Platz hier haben. Immer dann, wenn das Leben einfach „passiert“.

Und ich nehme mir vor, wieder mehr über Sinnsprüche aus dem Impuls-Kalender zu reflektieren.

Und so ein oder mehrere Fotos bei jedem Artikel, das möchte ich auch wieder häufiger hinbekommen.

Ich würde mich freuen, wenn Du, liebe Leserin, und Du, lieber Leser, mir Hinweise gibst, womit ich Dich mit meinem Blog noch mehr ansprechen kann.

© Ulf Runge, 2011

Taschengeldbearbeitungsgebühr

19. Juli 2011 13 Kommentare
Leben 734 – Mittwoch, 20.07.11

 

Taschengeldbearbeitungsgebühr

Man hüte sich vor Verallgemeinerungen! Und doch wird etwa der englische Humor im allgemeinen als schwarz und makaber eingestuft. Der norddeutsche Humor, und ich glaube zu diesem Allgemeinplatz greifen zu dürfen, hat ebenfalls etwas Eigenes. Kurz, knapp und rustikal, diese Attribute fallen mir hierzu ein.

Ich bringe einen leeren Wasserkasten zurück zum Getränkemarkt. Ich bedeute dem Herrn an der Kasse, dass ich heute nur Leergut zurückbringe. Keinen Einkauf tätigen will.

„Taschengeld für den Herrn?!“ lacht er mich an. „Hier bitteschön, 3 Euro 30!“, die er mir in die Hand drückt, um mir anschließend noch einen schönen Tag zu wünschen.

Tage später bringe ich wieder nur Leergut zurück. Wobei, um hier keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: Zwischendurch habe ich auch mal wieder Getränke eingekauft. Aber heute eben bin ich ein weiteres Mal ohne Kaufabsicht hier und stelle mein Leergut neben die Kasse. Heute bedient mich ein anderer Herr, aber das ist auch egal. Ich greife den Spruch vom ersten Kassenmenschen auf und lächle den heutigen Kassenmenschen mit „Heute nur Taschengeld, bitte!“ an.

Er zählt die Kästen und die einzelnen Flaschen, deren Gegenwert er in die Kasse eintippt, macht dann allerdings eine gedehnte Pause, an deren Ende er mich fragt: „Ist der Herr denn mit 3 Cent Bearbeitungsgebühr einverstanden?“

Ich sehe ziemlich verduzzt aus (schreibt man das so?), denn so etwas habe ich beim Getränkemarkt bisher noch nicht erlebt. Aber wir sind in Norddeutschland, und überhaupt, also denke ich mir, den Joke mache ich mit. „Drei Cent Bearbeitungsgebühr? Hm. Wenn Sie mich so freundlich anlächeln, kann ich ja nicht anders!“

Er schweigt. Ich auch. „Nun, dann hätte ich die drei Cent jetzt gerne!“ meint er.

Ich bin sichtlich irritiert. „Sorry, ich habe mein Portemonnaie im Auto gelassen. Ich gehe jetzt mal die drei Cent holen.“ Gesagt, getan. Und frage mich, was für ein Spiel er mit mir spielt.

Wieder drinnen, zähle ich ihm die drei Cent in die Hand. „So, bitteschön, drei Cent Bearbeitungsgebühr!“ Mein Blick fällt auf das Kassendisplay: 5 Euro 97 Pfand hätten mir zugestanden. Und jetzt?

Sagt der Getränkemarktkassenmensch doch fettgrinsend: „Jetzt kann ich Ihnen auch 6 Euro geben, ohne dass ich viel zählen muss!“

© Ulf Runge, 2011

Erstmal …

19. Juli 2011 4 Kommentare
Leben 733 – Dienstag, 19.07.11

Erstmal .…

 

Die verliebte junge Frau berichtet ihrer besten Freundin, „er“ habe ihr „DIE drei Worte“ gesagt.

Die Außerirdischen werden nach ihrer Landung interviewt, wohin sie denn jetzt als nächstes möchten.

Ich glaube, ich kenne noch nicht alle diesbezüglichen Werbespots, die wohl so langsam Kultcharakter bekommen. Aber alle enden mit: „Erstmal zu Penny!“

Ich jogge durch die Pampa. Und hätte jetzt lieber eine Pampers oder was auch immer. Weil es mir, fern der heimischen Sanitärinstallation in gegenwärtigen Augenblick immer schwerer fällt, meine Peristaltik im Griff zu halten. Details sollen hier nicht weiter relevant sein, aber eines ist doch klar. Meine Gedanken kreisen nur um das Eine! Bevor ich – in höchster Not – die nächstgelegene Toilette aufsuchen würde, gehe ich „Erstmal zu Penny!“

© Ulf Runge, 2011

 

Just the 2 o’ bus

3. Juli 2011 31 Kommentare
Leben 732 – Sonntag, 03.07.11

Just the 2 o’ bus

 

Außer der Realität, was auch immer das sein mag, schließlich haben wir ja alle unsere eigene Realität, soll es ja auch Parallelwelten geben. „Das Netz“ ist eine davon, oder?

Da „kennt“ man sich bisher nur vom Netz, und dann steht man plötzlich voreinander. So hat es sich ergeben, dass ich gestern Erikas Einladung zum „Open Air“ Konzert nach Guntersblum gefolgt bin.

Nach einem kurzen herzlichen „Hallo!“ musste sie dann auch ganz schnell zu ihren MitsängerInnen, und mir blieben noch wenige Minuten, einen trockenen rheinhessischen Dornfelder zu ergattern. Die Bänke auf dem weinfestartig gestalteten Innenhof des Weinguts „Burghof Oswald“, vor allem die Bänke in Nähe der „Bühne“ waren gut besetzt. Was mich nicht daran hinderte, beim Tisch mit dem besten Blick auf die Bühne zu fragen, ob denn da am hinteren Ende noch ein Plätzchen für mich frei sei. Wenn mir das reiche, und die Dame die das sagte hatte einen „Mir würde das nicht reichen Blick“ drauf, also wenn wir das reiche, dann könne ich mich gerne neben sie setzen. Und habe mich den ganzen Abend über gefreut, an einem Tisch mit so freundlichen Menschen gelandet zu sein.

Beim ersten Auftritt der Swinging Voices war ich noch so mit Platznehmen und überhaupt beschäftigt, so dass es mir nicht vergönnt war, den Chor „von hinten“ zu fotografieren. Zeigte das Ensemble dem Publikum doch tatsächlich die „kalte Schulter“, über die allerdings liebe kleine Stoffmünder zum Begrüßungslieder auf- und zuklappten. Muppets time! (Frage mich bitte niemand, wie das Lied hieß, das ist mir total durch die Lappen gegangen. Und: Ich bin ja auch nicht von der Presse. Grins.)

Dann endlich: Die Gesichter! Erika lächelt freudig herüber. Half a minute (Matt Bianco, 1984). So heißt der nächste Song, den ich am liebsten mitträllern würde, weil ich ihn einfach so schön rhythmisch finde. Wunderbar, wie der Chor diesen Song am Ende in immer leiser werdenden Wellen ausklingen lässt. Mit einer einzelnen, witzig pointierenden Männerstimme, die immer wieder noch einmal „half a minute“ fordert!

Nach einem weiteren lateinamerikansichen Ohrwurm ein Sprung an ein ganz anderes Ende der musikalischen Facette, bei der das Tänzerische zurücktritt und dem gesungenen Wort Raum gibt: Zwei Songs von den Wise Guys: Jetzt ist Sommer und Wie kann es sein?.

Only you von The Platters ertönt (1955). Hm. Schmelz.

Und dann ein besonderes Schmankerl. In den Radios leider viel zu selten gespielt heutzutage: The Carpenters, Close to you (1970). Zum Träumen schön.

Wir gehen noch etwas mehr zurück in der Zeit, Blue Moon. Wikipedia hat mich davor gerettet, mal vorschnell einen Interpreten zu nennen, dieser Song hat in der Tat Geschichte. Anschließend genieße ich, Ray Charles‘ einfühlsames Georgia on my Mind in einer anmutigen Interpretation von Chor und Solistin wiederhören zu dürfen. Ja, auch hier belehrt mich Wikipedia eines Besseren, nämlich dass der Song viel älter ist als Ray Charles‘ Interpretation.

Ja, das nächste Lied, da helfen mir weder Wikipedia noch Youtube. Das ist etwas Selbstkomponiertes. Der Chor, seine MitgliederInnen, die kommen alle irgendwie aus Guntersblum. In Rheinhessen. Oder aus der Umgebung. Oder vielleicht auch etwas weiter weg. Und aus all diesen Ortsnamen, die sich ergeben, wenn jede und jeder seinen Herkunftsort angibt, daraus haben die Swinging Voices einen witzigen Ortsnamen-Song gemacht, der einvernehmlich in RHEINHESSEN!!! mündet.

An dieser Stelle möchte ich auch auf die dezente, aber immer präsente Begleitung auf dem Piano und der Bongo (Bongo? Ich hoffe mal, dass das ein ist…). Dezent und präsent gilt ebenso auch für die den Chor und das Publikum mitreißende Chorleiterin.


Vor der Pause ertönen noch Manhatten Transfers Tuxedo Junction. Ja, ich weiß, auch dieser hat eine umfassendere Historie. Boo pap boo pap!!! Zu guter letzt werden die Herren von den Damen des Chores mit Hit a road jack von der Bühne herunterkomplimentiert.

Pause. Erika und ich haben Gelegenheit für einen netten Gedankenaustausch. An dessen Ende ich mich bei ihr entschuldigen muss, dass ich aufgrund einer anderweitigen Terminvereinbarung das Konzert leider nicht bis zum Ende besuchen kann.

Stevie Wonders Sunshine of my life erklingt. Mal ehrlich, so langsam denkst Du Dir, Du wärst auch gerne dabei gewesen, oder?

Axel Hacke hätte mit Freuden vernommen, dass ich vergeblich bei Youtube und Wikipedia nach einem meiner Lieblings-Mitsing-Lieder gesucht habe. Dem Zwei-Uhr-Bus, der also immer um 14:00 Uhr an der Haltestelle abfährt. „Just the 2 ‘o bus“. Nun, den gibt es gar nicht. Grüße nach Wumbaba-Land! Ein glücklicher Umstand hat mich veranlasst, dem Google-Vorschlag „Just the two of us“ mal zu folgen. Treffer versenkt!

Als dann Bill Withers Just the two of us erklingt, geht es mir erneute wie am Anfang mit “Half a minute”. Möchte am liebsten mitsingen. So bleibt nur das „mitswingen“. Lächel. (Wäre auch peinlich geworden, wenn ich den Zwei-Uhr-Bus herausgesungen hätte.)

Als „Die Schöne und das Biest“ und „Gabriella“ aus den Disney-Themen-basierten Musicals verklungen sind, schleiche ich mich davon. Winke Erika zu, der ich für die Einladung danke. Mein Dank geht an die liebe Tischgesellschaft, die mich so freundlich aufgenommen hat. Und erst recht dem gesamten Chor „Swinging Voices“ sowie dem gastgebenden „Burghof Oswald“.

Wirklich anspruchsvolle Musik, Stimmen, die mit viel Freude, Musikalität und Volumen diesem Anspruch gerecht wurden, und eine bezaubernde Stimmung, das nehme ich gerne von diesem Konzert mit.

Ich bin sicher, dass ich noch viele gute Interpretationen versäumt habe. Auf ein anderes Mal!

© Ulf Runge, 2011

Fundsache

1. Juli 2011 4 Kommentare
Leben 731 – Freitag, 01.07.11

 

 

Fundsache

Heiner dachte noch mal an gestern Abend zurück, als er direkt vom Büro zum Tennis gegangen war und Rita ihn dann anschließend in ihrem Cabrio mit nach Hause genommen hatte. Da war viel Elektrizität in der Luft gewesen zwischen ihnen, und Heiner war sich nicht sicher, ob er sich glücklich schätzen sollte, dass da nicht „mehr“ passiert war. Oder doch besser bedauern?

Heiner dachte an Rita und ihren sinnlichen Blick, als sich Martha vor ihm aufbaute und sein Jacket von gestern Abend in der Hand hielt. „Du hast vergessen, Dein Jacket auszuräumen, Du weißt, oder?”

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