Endorphine pur

Leben 729 – Sonntag, 26.06.11

Endorphine pur

Das Festzelt, in dem in den kommenden Tagen eher volkstümliche Musik zu hören sein wird, dieses Festzelt also ist noch nicht wirklich gefüllt, der Lärmpegel allerdings hoch. So hoch, dass die verlorenen Gestalten auf der Bühne einem etwas Leid tun können, wollen sie doch jetzt ernsthaft mit ihrem Konzert beginnen.

In den kommenden gut drei Stunden wird Amokoma beweisen, wie man aus einem drögen Festzelt ein kochendes Inferno herbeizaubert. Amokoma haben dabei so viel Spaß, dass sie erst eine halbe Stunde nach Mitternacht mit ihrem Live Act aufhören.

Wer Soul-Music mag, gerne zu Funky Rhythmen tanzt und mit Rhythm ´n` Blues was anfangen kann, der ist bei Amokoma bestens bedient. Ich will jetzt auch nicht meine beiden bisherigen Berichte hier wiederholen, sondern nur ansprechen, was mich für die Hilites gestern waren:

Black Eyed Peas – Where is the love – Es ist zwar nicht neu, dass Daniel D. in diesem Song auf einmal den Originaltext verlässt und uns auf berührende Weise daran erinnert, „dass es nicht wichtig ist, welche Hautfarbe wir haben, welche Unterschiede uns trennen, dass dass es einfach nur wichtig ist, dass wir jetzt hier zusammen sind und miteinander Freude haben.“ Das ist für mich immer ein sehr tiefgehender Augenblick in einem Amokoma Konzert.

Ich komme voll auf meine Kosten mit den Medleys „Living it up (Friday Night)” (Bell and James) / „Disco Inferno” (Trammps) und „Boogie Wonderland” (Earth, Wind & Fire) / „Don’t stop `til you get enough“ (Michael Jackson) / „September“ (Earth, Wind &Fire).

Jetzt kocht das Zelt, als Whitney Houstons „Step by step“ intoniert wird. Und Kool & the Gangs „Celebration“ textsicher vom ganzen Publikum mitgesungen wird.

Die Zugabe: Ein Lied, das ich peinlicherweise vorher noch nie bewusst gehört hatte und das von Amalia dermaßen ausdrucksstark in den Raum geschleudert wird, dass ich diese Eindringlichkeit nicht so schnell vergessen werde: „Empire State of Mind“ von Jay-Z und Alicia Keys.

Kein Amokoma-Konzert, das nicht mit dem gefühlvollen „Easy like Sunday Morning“ von Lionel Ritchie enden würde. Wenn der letzte Ton verklungen ist, fühle ich nur noch: „Endorphine pur!“

P.S: Begebenheit am Rande. Wie soeben geschrieben, kannte ich „Empire State of Mind“ bisher noch nicht BEWUSST. Und so schnappte ich nur die Wortfetzen „newer“ und „brandnew“ auf. Die Gugelei nach „brandnew“ oder „newer“ war ziemlich frustrierend, weil alles irgendwie neu, neuer, brandneu ist. Erst die Suche u.a. nach „Black Eyed Peas“, denen ich den Song eventuell zugeschrieben hätte, ließ mich bei einem A capella Medley landen, dessen 13. von 13 Titeln der von mir gesuchte Song war. Zufall? Ich glaube nein.

P.P.S: Hier meine bisherigen Berichte über Amokoma: Wieder einmal im Amo-Koma und AMOK läuft die OMA?

© Ulf Runge, 2011

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hase sagt:

    Danke lieber Ulf, ein schöner Bericht
    das hätte mir auch gefallen …….
    liebe Grüße
    Erika

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Erika,

      da bin ich sicher. Die Begeisterung von Amokoma ist einfach ansteckend.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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