Atem-Pause

Leben 717 – Freitag, 03.06.11

   Ausgerechnet die Atempause     

   ist dazu da, tief Luft zu holen

                                      Gerhard Uhlenbruck

Scheinwerfer spenden Verkehrsteilnehmern Licht, dafür vermeiden sie tunlichst, mit Banknoten um sich zu werden.

Zuhälter sind nicht die übereifrigen Fahrgäste von Deutsche-Bahn-Zügen, die die Lautsprecherdurchsage „Wir haben einen außerplanmäßigen Halt. Dies ist noch nicht Frankfurt am Main Hauptbahnhof. Bitte Türen geschlossen halten“ zum Anlass nehmen, sich tapfer an die Türen zu begeben und die herausströmenwollenden Mitreisenden an ihrer gefährlichen Handlung zu hindern, indem sie die Hände an die Türgriffe legen und mit hochrotem Kopf die Türen am Geöffnetwerden hindern.

(Wobei die Bardame vom Barhocker bestimmt lieber Bares nimmt…)

Eisläufer sind leider nicht die zweibeinig-gefiederten, beim nächsten Supermarkt stationierten Herrscher der Lüfte und Freunde der Menschen, die uns in der Sommerhitze ein leckeres Speiseeis an unseren Arbeitsplatz bringen.

Eine Fernbedienung ist leider ebenfalls nicht in der Lage, uns an einem heißen Sommertag von der noch weit entfernten Bergalm eine Radlermaß rüberzubeamen und vorm Wanderverdursten zu retten.

Kommen wir zu den Pausen.

Hoch über den Wolken und für die meisten von uns unerreichbar bleibt die Stratopause. Die wird uns bei Erschöpfungszuständen wohl kaum helfen.

Auftritt die Blaupause. Um allgemeine Erheiterung auszulösen. Okay, Kalauer ist angekommen. Bitte abtreten, liebe Blaupause.

Winterpause. Bisweilen macht die hierin genannte Jahreszeit in ebendieser Pause wirklich eine. Das ist aber nicht wirklich der Sinn. Die Winterpause soll dem Winter die Chance geben, sich mal richtig auszutoben. Auf dass die Fußballpätze anschließend wieder bespielbar sind.

Atempause. Genau. Der Atem, das Luftholen, die sind immer wiedergefragt. Auf dass uns ganz viel Sauerstofftanken wiederbelebe. Auf dass wir uns entspannen. Den Kopf frei kriegen. An was anderes denken. Am besten an nix. Gar nix.

Vielleicht nur ans Atemholen. Einatmen. Anhalten. Ausatmen. Anhalten. Einatmen. Anhalten. Und so weiter.

Wenn Dich jemand aus der Reserve locken will, dann sei pro-aktiv: Atme ein. Tief. Und aus. Ebenfalls tief. Genieße die Atem-Pause. Bleibe bei Dir selbst. Und dann entscheidest Du mit Verstand und Herz, nachdem beide mit Sauerstoff geflutet worden sind, wie Du re-agierst.

(Und dass mir das leider auch nicht immer gelingt, wirst Du schon in meinem nächsten Beitrag erfahren…)

© Ulf Runge, 2011

Ich bedanke mich beim Bellaprint-Verlag , Hinterbrühl, Österreich, für die freundliche Genehmigung, den Sinnspruch des Original-Leitspruch-Wochenkalenders als Thema für Beiträge in meinem Blog verwenden zu dürfen. Der Original-Leitspruch-Kalender wird in Deutschland vertrieben von der Impuls-Kalender GmbH.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. sweetkoffie sagt:

    Ich nehme mir jetzt ein Atempause!
    Danke, Ulf, für die Denkanstösse!!!!

    Gefällt mir

  2. Ulf Runge sagt:

    Liebe sweetkoffie,

    wie gesagt, das Atmen nicht vergessen bei der Atempause.

    Ich hoffe, Du hattest heute den erwartet inspirativen Tag.

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s