Wo wohnt mein Brötchenmann?

Leben 716 – Mittwoch, 31.05.11

Dieser Artikel wirft die Frage auf, wer Interesse daran haben könnte, wissen zu wollen, wo mein Brötchmann wohnt.

Dass mein Brötchenmann einen ungebrochenen Zugang zu seinem Selbstwertgefühl hat, will uns diese Begebenheit zeigen.

Der Brötchenmann bedient einen Herrn, der bei ihm wohl gerade einen Großeinkauf getätigt hat.

Die Vermutung, dass es sich hier um etwas Größeres handeln könne, basiert nicht auf dem Geldbetrag, der die Besitzer wechselt, sondern mehr auf dem Umstand, dass sich der Kunde nun mit vier gefüllten Papiertüten auf den Weg machen will.

„Warten Sie mal!“ stoppt ihn der Brötchenmann. „Nehmen Sie die Plastiktüte hier. Da packen Sie die vier Papiertüten rein. Ich will doch, dass Sie gut ankommen mit dem Frühstück! Hm. Die ist allerdings durchsichtig. Schlimm?“

Sein Kunde: „Weil die durchsichtig ist? Weil da jeder SEHEN kann, was ich dabei habe?“ [Das ist natürlich witzig gemeint, weil die Papiertüten keinen Aufschluss auf ihr Inneres zulassen.]

Brötchenmann: „Nicht, dass Sie noch überfallen werden!“ Er lächelt.

Kunde: „Ja, und dann nimmt man mir das Frühstück weg!“

Brötchenmann: „Das glaube ich weniger, die wollen bestimmt nur meine Adresse!“

© Ulf Runge, 2011

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. ladidaladida sagt:

    Ich wäre an der Adresse des Brötchemannes interessiert. Ist ja weltberühmt, Dein Brötchenmann. So ein Autogram vom Brötchenmann wäre schon irgendwie cool.

    Aber, wenn ich den Brötchenmann in Echt sehen würde… der Zauber wäre dann irgendwie weg.

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe ladidaladida,

      es gab viele, viele Jahre, da kannte ich „ihn“ nur vom Hören.
      Eine sympathische Stimme. „Die Stimme“ meines Senders. Eine sympathische Stimme.
      Die eines Mannes. Aber eigentlich war diese Stimme für mich sozusagen „geschlechtslos“.
      Mit diesem Timbre verband ich die Koryphäe meines Senders SWF3.
      Als ich Frank Laufenberg dann das erste Mal im Fernsehen sah, „brach eine Welt für mich zusammen“.
      Nicht weil er hässlich war oder so. Er sah einfach aus, wie irgendjemand.
      Und meine Gefühl von dieser Stimme ließ eigentlich in der Phantasie gar kein Gesicht zu.

      In vielen Jahren habe ich auch sein Gesicht zu schätzen gelernt.
      Ich mag ihn als Radiostimme. Und als Fernsehmenschen.

      So ähnlich wird es Dir gehen mit dem Brötchenmann. Es ist eine kluge Vorahnung von Dir,
      dass der Brötchenmann im Reich Deiner Phantasie bleiben sollte. Kein Foto. Kein Autogramm.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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