Über das Loslassen

Leben 706 – Samstag, 07.05.11

Über das Loslassen


Es ist eine Art von Bestimmung, dass wir einander begegnen. Und wie wir uns begegnen.

Da gibt es Menschen, die tun einem gut. Bisweilen auch sehr gut. Immer wieder einmal ändert sich auch die Intensität, mit der einem andere Menschen gut tun. Und man selber für andere eine Bereicherung ist.

Und dann gibt es Menschen, bei denen man das Gefühl bekommt, dass sie einem nicht gut tun. Auch dieser Eindruck kann sich immer wieder mal ändern. Und man selber kann natürlich dazu beitragen, etwa durch Miteinanderreden, durch Verständnis, was auch immer, dass es besser wird.

Nicht immer. Es gibt Beziehungen, und da spreche ich natürlich nur für mich, die einem auf Dauer in der Tat nicht gut tun, so dass es für einen selber förderlicher ist, diese zu beenden.

Was dann schon mal passiert, nennen manche Rosenkrieg. Was kann diese wunderschöne Blume dafür, in so einen hässlichen Kontext gestellt zu werden? Vielleicht weil Rosenkrieg die Umkehrung der Liebe in Hass ist? Ich will die Hässlichkeiten dieser Auseinandersetzung nicht weiter ausführen.

Nun hast Du selber etwa losgelassen. Wirst aber nicht losgelassen. Wie geht man mit sowas um? Den Hass erwidern? Ich habe einen wunderbaren Schlüssel gefunden, wie ich mit den Menschen umgehe, zu denen es keine Basis mehr gibt, ohne dass ich täglich daran denke, dass da noch was zu klären gewesen wäre.

Die Übung ist vielleicht nicht wirklich vollständig neu und originell, ich habe sie das erste Mal bei Eugen Simon unter dem Namen E.A.L.E. erfahren dürfen. Und sie hat mir nachhaltig geholfen.

Wofür steht E.A.L.E.? Einladen. Ausladen. Loslassen. Entlassen.

Du schließt die Augen, und lässt Dich von der übungsleitenden Person, in diesem Fall Eugen Simon persönlich durch die Übung leiten. Mag sein, dass man die Übung auch alleine machen kann, ich persönlich besonders viel Energie gespürt, die zum einen von Eugen Simon selber eingebracht wurde und zum anderen durch die anderen Übungsteilnehmer auf mich herüber sprang.

Die Sache ist ganz einfach.

EINLADEN. Während Du die Augen schließt und in einen zunehmend fokussierten Zustand gerätst, stellst Du Dir irgendwo in Deinem Kosmos einen Ort vor, an dem Du alle Menschen, denen Du jemals begegnet bist, noch einmal einlädst, Dein Gast zu sein.
Und auch Dich selber lädst Du ein.

AUSLADEN. Die Menschen, bei denen Du ein gutes Gefühl hast, bei denen von Deiner Seite eigentlich alles geklärt ist, ja genau diese Menschen verabschiedest Du gleich wieder. In dieser Übung werden sie keine Rolle mehr spielen. Mit Sicherheit aber auch weiterhin eine positive Rolle in Deinem Leben.
Und auch alles, was Du an Dir magst, das darf auch diesen Ort verlassen.

LOSLASSEN und ENTLASSEN. Nun sind an dem Ort, den Du Dir für diese Zusammenkunft vorstellst, nur noch die Menschen versammelt, mit denen es besser hätte laufen können, mit denen noch irgendetwas offen ist, mit denen Du noch etwas zu klären hättest oder die umgekehrt der Meinung sind, sie müssten noch weitermachen, obwohl für Dich das Thema beendet ist.

Das ist der Moment, an dem Du den gesamten Ort inklusive der unguten Gefühle mit / zu diesen Menschen sozusagen ins Weltall katapultierst. Achtung! Ganz wichtig! Nicht die Menschen, mit denen noch etwas offen sein könnte, werden davon geschossen. Nur die schlechten Gefühle. Die lässt Du los. Und Du entlässt in gleicher Weise auch Deine negativ belasteten Ichs in den Weltraum.

Dieses Loslassen ist nicht nur für den Augenblick. Es wirkt auf Dauer. Das ist ein so geniales Gefühl, das sich dann einstellt. Und bleibt. Du bist frei von rückwärtsgewandten, krank machenden Schlechtgefühlen. Du bist frei für gute Erfahrungen mit Menschen guten Willens.

Wenn Du diese oder eine ähnliche Übung mal selber machen willst, kann ich Dir aufgrund meines persönlichens Erlebens nur empfehlen, dies unter Führung einer erfahrenen Person durchzuführen. Dann ist der Erfolg sozusagen fast vorprogrammiert. Eugen Simon hat zwar ein Affiliate-Programm, bei dem man mit derartigen Hinweisen wie diesem Geld verdienen kann, derzeit nehme ich daran aber noch nicht teil. Sodass Du davon ausgehen kannst, dass ich mit diesem Artikel keinerlei finanzielles Interesse verfolge. Weiterführende Informationen zum Sprungbrettseminar, bei dem Du u.a. (zumindest bisher) an dieser wertvollen Übung teilnehmen kannst, findest Du hier.

© Ulf Runge, 2011

15 Kommentare Gib deinen ab

  1. sunny11178 sagt:

    Das klingt sehr spannend, lieber Ulf. Und gerade jetzt hätte ich sehr vieles, das ich gerne ins Weltall katapultieren würde. Nur leider ist es mir (zumindest derzeit) nicht möglich, solch ein Seminar zu besuchen. Also muss ich wohl selbst versuchen, mich davon zu befreien…
    Alles Liebe,
    Sunny

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  2. sweetkoffie sagt:

    Lieber Ulf, das ist ein interessanter Beitrag, erinnert mich an meine alljährliche Arschkartenverbrennung

    Schönes Wochenende und lieben Gruß !

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  3. Lieber Ulf,

    das ist eine Übung, die ich vielleicht gerade jetzt brauchen könnte. 🙂
    Allerdings muss ich es alleine probieren. Aber was kann schon passieren? Höchstens, dass sich nichts ändert. Schaden kann es also nicht. 🙂

    Danke dir und liebe Grüße,
    Martina

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  4. Ulf Runge sagt:

    Nur mal ganz schnell ein kurzer Hinweis:
    Das letzte Sprungbrettseminar vor Oktober 2011 findet am kommenden Wochenende 14./15.05.2011 in Böblingen bei Stuttgart statt.
    Es kostet Euro 67,00.
    Zzgl. Anreise, Selbstverpflegung und ggf. Übernachtung, wenn man zu weit weg wohnt.
    (Da steht aktuell noch das Seminar von diesem Wochenende in Lohmar bei Köln drin.
    In der Liste einfach Stuttgart/Böblingen auswählen…)
    http://www.gedankendoping.de/shop/product_info.php?products_id=17

    Ansonsten gibt es eine hilfreiche DVD für Euro 49,70 zzgl. Versandkosten:
    http://www.gedankendoping.de/shop/product_info.php?products_id=1

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  5. Ulf Runge sagt:

    Liebe Sunny,

    wenn es die Zeit ist, die Dir fehlt, dann kann Dir das von mir erwähnte Video wertvolle Dienst leisten.

    Liebe Sweetkoffie,

    Arschkartenverbrennung? Toller Ausdruck, der eigentlich schon alles erklärt…
    Vermutlich hast Du in Deinem Blog darüber schon geschrieben.
    Ich gehe mal suchen …
    … in der Tat: ein sehr traurig-trauernder und ein komischer Beitrag bei Dir enthalten das Wort „Arschkarte“. Und ein weiterer ebenfalls, in dem Du die Zeremonie schilderst: http://sweetkoffie.wordpress.com/2010/12/29/arschkarten-und-wie-man-sie-wieder-los-wird/
    Das lädt in der Tat zu Nachahmung ein…

    Liebe Martina,
    kommendes Wochenende in Böblingen, Eugen Simons Video oder Sweetkoffies Arschkartenverbrennung, Du hast die Wahl.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  6. sweetkoffie sagt:

    Lieber Ulf,
    dieses Ritual habe ich in meiner Familie eingeführt, wir machen das immer zum Jahresende. Du glaubst nicht wie befreiend das ist.
    Der Hintergedanke ist m.E. der gleiche, wie in Deinem Beitrag.

    Liebe Grüße
    Sweetkoffie

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  7. Hase sagt:

    Lieber Ulf,
    das hört sich sehr gut an , Deine Übung. Danke Dir für den Bericht und das wunderschöne Bild. Ich muss auch noch einiges Loslassen. Nachdem meine Eltern nicht mehr leben, war ich diese Woche imElternhaus zum erstenmal und habe so viele Erinnerungen bekommen. Sehr schön sind die alten Schallplatten meines Vaters , die ich noch auf einem alten Plattenspieler abspielen kann. Tränen sind auch geflossen, obwohl ich dachte, die Trauer hätte ich schon bewältigt.
    Ich fahre wieder zu QI-Gong nach Griechenland in zwei Wochen. Da kann ich auch loslassen am Meer mit den schönen sanften Übungen und die weisen Worte von Jorgos tun meiner Seele sehr gut.
    Alles Gute für Dich
    liebe Grüße
    Erika 🙂

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  8. Ulf Runge sagt:

    Liebe Sweetkoffie, ein wunderbares Ritual!
    Ich vermute, ich werde es demnächst mal ausprobieren.
    Danke!
    Liebe Grüße,
    Ulf

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  9. Ulf Runge sagt:

    Liebe Erika,

    danke, dass Du uns über die Spannbreite Deiner Empfindungen berichtest.
    Trauer und gleichzeitig schöne Erinnerungen…

    QI-Gong in Griechenland. In zwei Wochen.
    Da sage ich nur: Vorfreude ist die schönste Freude…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  10. Uta sagt:

    Lieber Ulf,

    danke für diesen wieder einmal sehr berührenden und wundervollen Beitrag. Loslassen von Menschen, die nicht mehr um uns sind, ist das eine. Loslassen von jenen, die noch da sind und uns nicht gut tun, ist das andere. Gerade da gibt es einen feinen Unterschied: loslassen ist etwas anderes als fallenlassen.

    Liebe Grüße, Uta

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Uta,

      das hast Du noch einmal richtig schön auf den Punkt gebracht.

      Wobei genau diese Botschaft den Losgelassenen zu vermitteln, eine Herkulesaufgabe ist.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  11. Maria H sagt:

    Lieber Ulf !!

    Alles Negative loslassen und in den Weltraum katapultieren….wenn das nur so einfach wäre. Ist das nicht auch egoistisch ? Aber einen „gesunden“ Egoismus zu entwickeln ist andererseits gut. Ich denke da muss ich noch viel lernen. So ein Seminar würde mir wohl guttun.

    Liebe Grüße
    Maria

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  12. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria,

    Eugen Simon ist im Herbst wieder in Deutschland. Das ist schon bälder als Du glaubst.
    Vielleicht clickst Du ja mal bei ihm unter http://www.gedankendoping.de rein.
    (Mist, ich bin immer noch nicht sein Affiliate, sprich verdiene nix an diesem Hinweis. Lächel.)

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  13. Maria H sagt:

    Lieber Ulf !

    Das habe ich bereits getan

    Hab mir das Buch runtergeladen…aber nicht gedruckt…120 Seiten !!…da braucht mein alter Drucker 3 Tage !!
    Werde mir wohl lieber das Buch kaufen.

    Liebe Grüße
    Maria

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  14. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria,

    egal, ob als PDF oder in gedruckter Form. Da stehen viele Impulse drin.
    Wobei dieses Büchlein nur ein Einstieg in das Thema ist.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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