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Archive for Mai 2011

In der Tat

30. Mai 2011 4 Kommentare
Leben 715 – Dienstag, 31.05.11

 

In der Tat ist es gerade bescheiden ruhig auf meinem Blog. Das ändert sich mit diesem Beitrag auch nicht so wirklich. Da Klappern allerdings zum Handwerk gehört, will ich mal ein bisschen Appetit auf die Themen machen, mit denen ich mich gerade beschäftige. Und über die ich auch kurz über lang berichten möchte:

Neues vom Brötchenmann

Über das Atempausen

AGG (Allgemeines Gleichstellungsgesetz)

Wie man noch kreativer wird (besonders dann, wenn einem nix einfällt)

Matrix Energetics oder Quantenheilung

My fair lady

Über das Käsekuchenbacken

Das Warten auf den nächsten Artikel soll nachfolgende Abendimpression versüßen…

Worauf hast Du am meisten Vorfreude?

© Ulf Runge, 2011

Kategorien:Leben

Wofür stehst Du?

27. Mai 2011 4 Kommentare
Leben 714 – Freitag, 27.05.11

Wofür stehst Du?

Über meine Vorliebe zu Axel Hacke habe ich schon mehrfach berichtet.

Etwa hier: 73 bitte 24. Oder hier: Vom Vorlesen und Kopfschütteln.

Für diejenigen, die jetzt nicht von hier wegclicken wollen, um etwa diese beiden Artikel zu studieren, für all diese Leserinnen und Leser hier eine Kurzkurzzusammenfassung.

Zunächst ist mir Axel Hacke kein Begriff. Dann fällt mir sein Buch „Das Beste aus meinem Leben“ in die Hände. Es wird für mich DIE Urlaubslektüre eines der vergangenen Sommer. In der Folgezeit wird meine Annäherung an Axel Hacke, den Schriftsteller, umfassender: „Der weiße Neger Wumbaba“ sowie „Der kleine König Dezember“ sind sehr unterhaltsame, teilweise auch tiefgründige Bücher. Es folgen Besuche seiner Vorlesungen sowie die Entdeckung, dass er auch regelmäßiger Kolumnenschreiber u.a. in der Süddeutschen Zeitung ist. (Genau genommen, war die Reihenfolge eine andere. Zuerst Journalist, dann Kolumnist, dann Schriftsteller.) Mehr nicht an dieser Stelle.

Da liegt seit Wochen ein Buch auf dem Wohnzimmertisch, wieder einmal eines von Axel Hacke, aber diesmal mit einem Co-Autor und einem ernsthaften Hintergrund. Der Co-Autor hat irgendeinen italienischen Namen. Das Buch spricht mich erst einmal nicht an. Weil es ernsthaft sein soll?

Irgendwann schlage ich das Buch dann doch mal auf und verlese mich sozusagen. Zwei gestandene Männer, beide nicht viel jünger als ich, schreiben über ihre Werte. Da fällt einem erst einmal der erhobene Zeigefinger und das Moralisieren ein. Dieses Buch zeigt, dass es auch ohne geht. Dass man einfach aus seinem Leben berichten kann, den Höhen und Tiefen, den freudigen und traurigen Momenten, den Ansprüchen, die man an sich selber stellt und den Erfahrungen, die man macht, wenn man ihnen gerecht werden will. Und viel zu häufig daran scheitert bzw. Anlass bekommt, seine Positionen zu überdenken.

Der Reiz dieses Buches besteht im Dialog der Lebenserfahrungen dieser beiden Männer. Schnörkellos geschrieben. Selbstkritisch reflektiert. Unterhaltsam. Selbst dann, wenn gerade nicht lustig ist, was wir erfahren dürfen.

Ach ja, ich Kulturbanause muss an dieser Stelle leider zugeben, dass der Co-Autor, der Italiener, Giovanni di Lorenzo heißt und schon jahrelang Chefredakteur der ZEIT ist, die ich (ebenfalls jahrelang schon) abonniert habe. Ich kann nur mein Bedauern ausdrücken, dass ich Herrn di Lorenzo nicht schon früher einmal bewusst wahrgenommen habe.

Warum ich diesen Blogbeitrag ausgerechnet heute schreibe? Die beiden Herren kann man live auf der Bühne erleben, wie sie aus ihrem gemeinsamen Werk „Wofür stehst Du?“ vorlesen und über die Entstehung dieses außergewöhnlichen Buches berichten.

Gestern Abend waren sie in Darmstadt zu sehen. Ausverkauftes Großes Haus im Staatstheater. Ü40-Publikum. Nach oben offene Altersgrenze.

Die Beiden betreten die Bühne, und dann legen sie auch schon los. Nein, tun sie nicht. Heute sei das eine etwas andere Veranstaltung für sie als sonst. Sie hätten vor wenigen Stunden einen lieben gemeinsamen Freund beerdigt und da falle es nicht so leicht, so wie sonst zu beginnen. Etwa von vorne im Buch. Und aus diesem Grund liest Giovanni di Lorenzo seine Gedanken zu Kirche und Religion vor (S. 218). Ein nachdenklicher Einstieg. Sehr persönlich, wie das ganze Buch.

In der Folge lesen die Beiden aus den Kapiteln über Politik und Fremdheit. Machen mit ihren Erinnerungen und Reflexionen bewusst, woher wir kommen als Kinder der Kriegsgenerationseltern, als Jugendliche der Wohlstands- und Gastarbeitergesellschaft, als Mitmacher und Mitläufer und Nachzügler des 68er-Aufbruchs.

Besonders betroffen war ich über Giovanni di Lorenzos Schilderung zu einem Anlass in seinem Leben, den er ganz intensiv mit eigener Reue verbindet (S. 165). Es lohnt sich, diese Begegebenheit in den Originalworten des Autors zu lesen.

Da ich selber erst ein Viertel des Buches gelesen habe, freue ich mich auf die mir noch unbekannten Begegebenheiten aus dem Leben dieser beiden Persönlichkeiten, die vor zwei Jahren beim Frühstück die Idee zu diesem Buch entwickelten. Diese Idee ist Materie geworden und kann dazu führen, bei uns allen noch ganz viele besondere Gedanken und dankbare Gefühle entstehen zu lassen.

Buch und Lesung sind ein zauberhaftes Geschenk. Nicht nur für Dich selber. Sondern auch für die Menschen, denen Du einen ganz besonderen Impuls zuteil werden lassen möchtest.

© Ulf Runge, 2011

Bin ich so ein Mann?

22. Mai 2011 14 Kommentare
Leben 713 – Sonntag, 22.05.11

Bin ich so ein Mann?

Ich habe mich bereits an anderer Stelle darüber ausgelassen, dass ich des morgens frisch geduscht mit einem Werbegeschenk gegen Mundgeruch bedacht worden bin. Und dass mir auf ähnliche Weise auch schon ein Anti-Aging-Pröbchen zuteil wurde.

Doch das, was ich gestern aus der Apotheke mitnehmen durfte, lässt mich die Frage aufwerfen: „Bin ich so ein Mann?“. Bzw. „Wirke ich wie so ein Mann?“

Zu Hause öffne ich mir die diskret zugeschobene Testpackung. Da steht zu lesen: „… ist ein diätetisches Lebensmittel .…“ Das ist ja eigentlich schon mal gut. Leben. Lebensmittel. Und man nimmt nicht zu. Also weiter.

„… für besondere medizinische Zwecke .…“ Hm? Medizin. Da muss ich doch erst mal krank sein, damit ich das brauche. Oder? In Klammern lese ich: „bilanzierte Diät“. Liest sich gefährlich. Als wenn da jede Kalorie gemessen würde. Wenn etwa schon der Gedanke an einen leckeren Käse bereits mit 5 Strafkalorien bedacht würde. Ich versuche, an kein Essen zu denken. An keinen Käse. Nicht mal an ein winzig kleines Stückchen.

„… zur diätetischen Behandlung von Männern .…“ – Oh, das ist „Für Ihn“, so steht es an anderer Stelle auf der Verpackung. Da Männer ja gerne Ihre Pfunde in Form eines Bierbauchs sammeln, kann es sich also nur um ein direkt auf die Wampe wirkendes Mittelchen handeln. Interessant. Was es wohl „Für Sie“ geben mag? Ein diätetisches Lebensmittel gegen Poberschenkel?

Zurück zum Text: „… Männern mit chronischer Erschöpfung .…“ – Wenn das der Grund war, warum ich dieses Ding hier in den Händen halte, dann hilft mir bestimmt nicht dieses Pülverchen, sondern mehr Schlaf. Denke ich mal.

„… Männern mit .… Burn-out-Syndrom .…“ – Burn-out, da bin ich schon mal knapp dran vorbeigeschlittert; da helfen nach meiner Meinung keine Pillen, sondern eine andere Einstellung zum Leben, zu sich selbst und zur Umwelt.

„.… Männern mit .… stressbedingten Erkrankungen mit metabolischer Störung .…“ – Mal ehrlich, das hört sich an, als sollte man sich in fachmedizinische Behandlung geben. Aber nicht täglich Brausepulver mit Orangengeschmack trinken. (Ahoi! rufe ich da mal.)

Wie gesagt, jetzt frage ich mich: „Bin ich so ein Mann?“ Dass man mir sowas in die Hand drückt? Was hab’ ich, was andere, die die Probe nicht bekommen, nicht haben?

Und zum Schluss frage ich mich nur noch, wohin mit dem “Lebensmittel”: Mülleimer oder Sondermüll?

© Ulf Runge, 2011

Starke Worte

21. Mai 2011 10 Kommentare
Leben 712 – Samstag, 21.05.11

Starke Worte

Nach mehreren herrlichen Abenden mit Weinbergläufen in Sonnenuntergang und Dämmerung hinein, bietet sich am heutigen Samstag bereits am Vormittag die Chance, dieses wunderschöne Gefühl zu genießen, nach dem Bezwingen der Hügel und Anhöhen auf die Weite der Landschaft zu gucken.

Winzige Autos huschen über die Autobahn und auf der Modelleisenbahn vor uns huscht ein Intercity gen Norden.

Ich fühle mich bemüßigt, etwas Kluges zu sagen. Von meiner ach so Lebenserfahrung teilhaben zu lassen.

„Abends hoch zu laufen, ist schon ein riesiges Gefühl. Zu wissen, dass man wieder einmal den inneren Schweinehund überwunden hat. Das tut einfach nur gut. Aber den Berg als allererste Heldentag des Tages bezwungen zu haben, das gibt Dir Kraft. Für den ganzen Tag. Da kann dann jemand in einer Besprechung sitzen und Dich rund machen wollen. Das funktioniert nicht, weil Du weißt, Du hast es heute schon geschafft. Du warst ganz oben. Da kann der Tag nur noch Gutes bieten. Und dieser Jemand aus der Besprechung, den lächelst Du einfach nur an, und gut ist. Nix mit rund machen. Das schafft er nicht.“

Ich bin stolz auf mich, dass ich so starke Worte gefunden habe. Ich verdiene jetzt eigentlich einen anerkennenden Blick.

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Punkt, Punkt? Punkt, Punkt!

Leben 711 – Freitag, 20.05.11Punkt, Punkt? Punkt, Punkt!


Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Mondgesicht.

Das habe ich als Kind gelernt.

Heute muss es wohl besser heißen:

Punkt, Punkt, Strich und Klammer zu, so lächelt uns der Smiley zu. (Oder die Smiley?)

Über Smileys habe ich mich bereits ja schon mehrmals geäußert:

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Daum’ drücken

17. Mai 2011 4 Kommentare
Leben 710 – Mittwoch, 18.05.11

Daum’ drücken

Freitag, 6. Mai 2011, Frankfurt am Main

Was mir mein Brötchenmann ist, ist dem Eugen sein Werkschutzmann.

(An dieser Stelle verpasst das Schicksal die Chance, das andere Geschlecht ins Spiel zu bringen. Sowohl Eugen als auch der Werkschutzmann sind definitiv nicht weiblich. Egal.)

Der Eugen also begrüßt nach dem Betreten seines Bürogebäudes seinen Werkschutzmann und will auch schon zum Aufzug weiterlaufen, als ihm am Tresen der Zettel „SGE – 1. FC Köln 3:0“ auffällt. In der zweiten Zeile stehen drei Zahlen und ein Name: „5., 23., 71. Gekas“. Das sollen die Spielminuten der Bundesligabegegnung SpielGemeinschaft Eintracht Frankurt gegen 1. FC Köln am bevorstehenden Samstag sein, in denen der Hoffnungsträger Gekas seine Mannschaft mit drei Toren vor dem Abschied rettet.

Der Eugen, selber eher Mainz-, Köln- und Gladbach-Fan, beschließt ein wenig zu sticheln. Er habe aus gut unterrichteten Kreisen gehört, dass die Kölner morgen gewinnen würden.

Das könne absolut nicht sein, entgegnet ihm der Werkschutzmann, er sei sicher, dass seine Eintracht siegen werde.

Der Eugen fragt seinen Werkschutzmann, ob er mal seinen, Eugens, Lieblingswitz hören wolle. Der sei allerdings aus der Zeit, als die Mainzer in der ersten und die Frankfurter in zweiten Liga gespielt haben. Der Werkschutzmann bekommt einen trockenen Mund und hört dem Eugen angespannnt zu.

„Also, der geht so: Ruft ein Mainzer auf der Frankfurter Geschäftsstelle an. ‚Guten Tag, ich hätt‘ also gern‘ zwei Kadde fürs Erstligaspiel Frankfurt gegen Mainz.‘ Der Frankfurtmensch erwidert ihm: ‚Tut mir leid, kann ich Ihnen nicht verkaufen. Die Eintracht spielt in dieser Saison in der zweiten Liga.‘ Der Mainzer bedankt sich mit einem ‚Dankschön auch!‘ und legt auf. Fünf Minuten später klingelt das Telefon wieder beim Frankfurtmensch. Der Mainzer ist schon wieder dran. Will Karten fürs Erstligaspiel Frankfurt gegen Mainz. ‚Guter Mann, ich hab‘ Ihnen doch eben schon gesagt, dass das nicht geht. Die Eintracht spiel in der zweiten Liga!‘ ‚Ja, ja, das hab‘ ich schon verstanden, aber ich hör’s halt so gerne!‘

Berichtet mir der Eugen, dass sein Werkschutzmann aschfahl angelaufen sei, versucht habe nach Worten zu ringen, um dann wider eigenes Wollen kräftig loszulachen. Als dieser schließlich seine Fassung wieder gewonnen habe, meint er nur augenzwickernd, dass der Eugen ihm bisher eigentlich sympathisch gewesen sei und dass sich das gerade zu ändern beginnen könne.

Das wär ne Story für meinen Blog, denke ich mir.

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Der Film “meines” Lebens

16. Mai 2011 6 Kommentare
Der Film “meines” Lebens

Leben 709 – Montag, 16.05.11

Wir haben alle einen Auftrag. Den gleichen, aber nicht den selben.

Den gleichen: Glücklich zu werden. Glücklich zu sein. Glücklich zu machen.

Nicht den selben: Jede und jeder von uns auf ihre und seine Weise.

Doch wie finde ich meinen Weg zum Glück?

Hierzu gibt es vielfältige lehrreiche und unterhaltsame Medien. Für mich ist spätestens gestern ein weiteres dazu gekommen.

Ich hatte das Glück, den Film „Der Film deines Lebens“ im Rahmen der 1. Cosmic Cine Filmfestival zu besuchen zu dürfen. Im Gegensatz zu Bad Godesberg war die Anzahl der Besucher nicht einstellig, sondern stark zweistellig. Und gleich hier der Hinweis: Am kommenden Sonntag, 22.05.2011, 11:00 Uhr, wird der Film im Kinopolis im Main-Taunus-Zentrum im Westen Frankfurts gezeigt.

Der Film „Der Film deines Lebens“ feiert gerade einige Premierentermine (München, Hamburg, Zürich) als auch einige Festivaltermine (Bad Godesberg, Vierheim, Frankfurt am Main), um dann im Herbst in die Kinos kommen zu wollen. Wobei die DVD bereits ab kommender Woche über die Homepage bestellbar sein soll.

Der Film ist ernst, ernsthaftig, amüsant, lehrreich, unterhaltsam. Obwohl er eine Message hat, genau genommen davon sieben Stück, ist kein einziges Mal ein erhobener Zeigefinger spürbar. Der Film gibt mir die Chance, mich selber in selber in vielfältigen Situationen meines Lebens wiederzuerkennen: Krankheit, Beziehung, Beruf, Selbstbewusstsein, finanzielle Umstände.

Ich ertappe mich beim Betrachten des Filmes, dass immer dann, wenn ein Mensch einen anderen auffordert, die Augen zu schließen und zu träumen, dass ich dann am liebsten mitmachen würde. Aber dann würde ich ja den Film verpassen. Lächel. So ist es ein Glück, dass ich den Film nach der Vorstellung käuflich erwerben darf, um ihn dann mit geschlossenen Augen noch einmal „sehen“ zu dürfen.

Ich finde diesen Film gelungen. Er stößt zu hilfreichen Reflexionen an. Er macht klar, dass „alles“ seinen Sinn hat. Dass es dafür Gesetze gibt. Vielleicht hätte ich mich über eine plakativere Darstellung dieser 7 Gesetze gefreut. Aber ich kann sie ja jederzeit hier nachlesen.

So, das war mein Hinweis zum Film.

Und das Festival. Als ich das Programm das erste Mal gelesen hatte, dachte ich nur bei mir: „Da brauche ich eine Woche Urlaub!“ Das Programm ist der Hammer, und Du hast noch einige wenige Tage die Gelegenheit, diese erstklassigen Filme in Viernheim und Frankfurt am Main zu sehen. Einige von ihnen gibt es zum Glück auch schon auf DVD, so dass ich mir doch keinen Urlaub nehmen muss. Wobei Kinoatmosphäre vornehmlich im Kino aufkommt…

© Ulf Runge, 2011

Aha

14. Mai 2011 2 Kommentare
Aha

Leben 708 – Samstag, 08.05.11

Sie ist „Musik pur“! Die Live-CD des (vorerst ultimativ) letzten Konzertes von A-ha vom 4. Dezember 2010. Genial!

Hast Du sie auch gekauft? Etwa bei einem „Ich-bin-doch-nicht-Markt“? Dann hast Du hoffentlich beim Auspacken aus der Plastikfolie einen Aufkleber bemerkt. 4 zusätziche Downloads aus dem Abschlusskonzert kannst Du kostenlos herunterladen, wenn Du erstens gesunde Augen hast und die winzige Schrift des Links auf dem Aufkleber entbuchstabieren kannst (entziffern wäre hier unangemessen) und zweitens bis zum 15.05.2011, das ist der morgige Sonntag, diesen Download durchführst.

Jetzt sind folgende Fälle möglich.

Erstens. Du kaufst Dir heute die CD in diesem Markt. Nimmst Dir eine Lupe. Und tippst den Link in Deinen Browser ein. Natürlich musst Du Deine E-Mail-Adresse hergeben. Und Dich dann auch noch registrieren. Im Prinzip „kaufst“ Du die vier Download-Titel für Null Euro.

Zweitens. Du hast die CD bereits gekauft. Und die Plastikhülle ist noch in Deiner Nähe. Den Rest muss ich nicht wiederholen, oder? Sonntag ist Schluss mit Downloaden.

Drittens. Du hast die CD bereits gekauft. Aber die Plastikhülle inklusive Aufkleber sind im Wertstoffmüll gelandet. Dann könntest Du heute noch einmal in diesen Markt gehen, die eine noch nicht verkaufte CD nehmen und Dir den Link auf einem Zettel notieren. Wenn Du gute Augen hast oder eine Lupe dabei. Da Du rechtmäßigeR BesitzerIn der CD bist, ist das ja im Sinne der Erfinder dieser Promotion-Aktion.

Letztens. Du kommst heute nicht mehr in diesen Markt. Dann schreibe hier einen entsprechenden Kommentar zu diesem Artikel. Ich werde Dir dann eine E-Mail schicken und Dich nach einem bestimmten Buchstaben einer bestimmten Seite des Beiheftes zur CD fragen. Okay?

Eine Garantie, dass das alles rechtzeitig über die Bühne geht, kann ich natürlich nicht übernehmen, wenn etwa das Netz überlastet ist. Aber frei nach „Dinner for two“: I’ll do my very best.

Nicht vergessen. Am 15.05.2011 ist Schluss mit Download…

© Ulf Runge, 2011

Kategorien:Leben

In mir

8. Mai 2011 7 Kommentare
Leben 707 – Sonntag, 08.05.11

In mir


Vor wenigen Tagen

Ein intensiver Tag neigt sich dem Ende. Du warst heute, wie so oft, wie immer, präsent in mir.

Ich setze mich hin, mache mir Notizen, schreibe das heutige Datum.

Betroffen bemerke ich, dass ich heute doch an Deinen Todestag hätte denken sollen wollen.

Möglicherweise hätte ich ihn vergessen, diesen traurigen Anlass, wenn ich mich nicht gedankenschreibenderweise hingesetzt hätte.

Schön, dass Du dessen ungeachtet in mir lebst. Täglich.

© Ulf Runge, 2011

Über das Loslassen

6. Mai 2011 15 Kommentare
Leben 706 – Samstag, 07.05.11

Über das Loslassen


Es ist eine Art von Bestimmung, dass wir einander begegnen. Und wie wir uns begegnen.

Da gibt es Menschen, die tun einem gut. Bisweilen auch sehr gut. Immer wieder einmal ändert sich auch die Intensität, mit der einem andere Menschen gut tun. Und man selber für andere eine Bereicherung ist.

Und dann gibt es Menschen, bei denen man das Gefühl bekommt, dass sie einem nicht gut tun. Auch dieser Eindruck kann sich immer wieder mal ändern. Und man selber kann natürlich dazu beitragen, etwa durch Miteinanderreden, durch Verständnis, was auch immer, dass es besser wird.

Nicht immer. Es gibt Beziehungen, und da spreche ich natürlich nur für mich, die einem auf Dauer in der Tat nicht gut tun, so dass es für einen selber förderlicher ist, diese zu beenden.

Was dann schon mal passiert, nennen manche Rosenkrieg. Was kann diese wunderschöne Blume dafür, in so einen hässlichen Kontext gestellt zu werden? Vielleicht weil Rosenkrieg die Umkehrung der Liebe in Hass ist? Ich will die Hässlichkeiten dieser Auseinandersetzung nicht weiter ausführen.

Nun hast Du selber etwa losgelassen. Wirst aber nicht losgelassen. Wie geht man mit sowas um? Den Hass erwidern? Ich habe einen wunderbaren Schlüssel gefunden, wie ich mit den Menschen umgehe, zu denen es keine Basis mehr gibt, ohne dass ich täglich daran denke, dass da noch was zu klären gewesen wäre.

Die Übung ist vielleicht nicht wirklich vollständig neu und originell, ich habe sie das erste Mal bei Eugen Simon unter dem Namen E.A.L.E. erfahren dürfen. Und sie hat mir nachhaltig geholfen.

Wofür steht E.A.L.E.? Einladen. Ausladen. Loslassen. Entlassen.

Du schließt die Augen, und lässt Dich von der übungsleitenden Person, in diesem Fall Eugen Simon persönlich durch die Übung leiten. Mag sein, dass man die Übung auch alleine machen kann, ich persönlich besonders viel Energie gespürt, die zum einen von Eugen Simon selber eingebracht wurde und zum anderen durch die anderen Übungsteilnehmer auf mich herüber sprang.

Die Sache ist ganz einfach.

EINLADEN. Während Du die Augen schließt und in einen zunehmend fokussierten Zustand gerätst, stellst Du Dir irgendwo in Deinem Kosmos einen Ort vor, an dem Du alle Menschen, denen Du jemals begegnet bist, noch einmal einlädst, Dein Gast zu sein.
Und auch Dich selber lädst Du ein.

AUSLADEN. Die Menschen, bei denen Du ein gutes Gefühl hast, bei denen von Deiner Seite eigentlich alles geklärt ist, ja genau diese Menschen verabschiedest Du gleich wieder. In dieser Übung werden sie keine Rolle mehr spielen. Mit Sicherheit aber auch weiterhin eine positive Rolle in Deinem Leben.
Und auch alles, was Du an Dir magst, das darf auch diesen Ort verlassen.

LOSLASSEN und ENTLASSEN. Nun sind an dem Ort, den Du Dir für diese Zusammenkunft vorstellst, nur noch die Menschen versammelt, mit denen es besser hätte laufen können, mit denen noch irgendetwas offen ist, mit denen Du noch etwas zu klären hättest oder die umgekehrt der Meinung sind, sie müssten noch weitermachen, obwohl für Dich das Thema beendet ist.

Das ist der Moment, an dem Du den gesamten Ort inklusive der unguten Gefühle mit / zu diesen Menschen sozusagen ins Weltall katapultierst. Achtung! Ganz wichtig! Nicht die Menschen, mit denen noch etwas offen sein könnte, werden davon geschossen. Nur die schlechten Gefühle. Die lässt Du los. Und Du entlässt in gleicher Weise auch Deine negativ belasteten Ichs in den Weltraum.

Dieses Loslassen ist nicht nur für den Augenblick. Es wirkt auf Dauer. Das ist ein so geniales Gefühl, das sich dann einstellt. Und bleibt. Du bist frei von rückwärtsgewandten, krank machenden Schlechtgefühlen. Du bist frei für gute Erfahrungen mit Menschen guten Willens.

Wenn Du diese oder eine ähnliche Übung mal selber machen willst, kann ich Dir aufgrund meines persönlichens Erlebens nur empfehlen, dies unter Führung einer erfahrenen Person durchzuführen. Dann ist der Erfolg sozusagen fast vorprogrammiert. Eugen Simon hat zwar ein Affiliate-Programm, bei dem man mit derartigen Hinweisen wie diesem Geld verdienen kann, derzeit nehme ich daran aber noch nicht teil. Sodass Du davon ausgehen kannst, dass ich mit diesem Artikel keinerlei finanzielles Interesse verfolge. Weiterführende Informationen zum Sprungbrettseminar, bei dem Du u.a. (zumindest bisher) an dieser wertvollen Übung teilnehmen kannst, findest Du hier.

© Ulf Runge, 2011

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