Nicht egal!

am
Leben 696 – Sonntag, 27.03.11

Egal, wer heute die Wahl gewinnt. Hauptsache ist, dass die, die an die Regierung kommen, diejenigen sind, die den Mut haben, unsere Gesellschaft neu zu fokussieren. Auf eine Gesellschaft, die auf Nachhaltigkeit setzt. Für die die Gesundheit der Menschen neben Freiheit und Frieden das Höchste Gut ist. Für die die Erhaltung und Heilung unserer Umwelt mehr zählt als der Raubbau an der Natur. Egal, wer heute gewinnt? Nicht egal! Oder?

Egal, wer heute die Wahl gewinnt. Hauptsache ist, dass, die an die Regierung kommen, den Wahnsinn aus medikamentenverseuchter Massentierhaltung und gentechnischem Pflanzenanbau endlich beenden wollen. Und statt Pflanzenbenzin in den Tank zu schütten die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass weniger Benzin verbraucht wird. Die gleich und sofort die Kernkraftwerke abschalten. Das wird sowieso kommen. Wir haben die Chance, gleich und sofort die Lehren daraus zu ziehen. Noch mehr in die Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Gezeiten und Erdwärme zu investieren. Egal, wer heute gewinnt? Nicht egal. Oder?

Mein Artikel wird kaum Deine Wahlentscheidung beeinflussen, oder? Aber Du gehst hin, oder?

Wir haben heute die Wahl zwischen politischen Parteien. Du gehst wählen, so wie ich auch, oder? Und Du hoffst mit mir, dass die Gewählten dann eine sinnvolle Politik machen werden. Wobei Du darunter womöglich etwas anderes verstehst als ich. Bei allen Unterschieden dürfen wir dafür dankbar sein, in einer Demokratie mit freier Meinungsäußerung und freien, geheimen, gleichen Wahlen zu leben.

Wir haben täglich die Wahl, den von uns Gewählten zu sagen, was wir für richtig halten. Das tun wir nicht wirklich sehr oft, oder?

Wir haben täglich die Wahl zu wählen, wie wir uns ernähren, was wir für unsere Gesundheit tun. Und ob die von uns konsumierten Produkte irgendetwas mit Nachhaltigkeit und Fairness zu tun haben.

Egal, was wir wählen? Nicht egal!

© Ulf Runge, 2011

11 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hase sagt:

    Lieber Ulf,
    wir haben heute auch gewählt. Danke für Deien Beitrag….
    Es ist nicht egal , wer gewinnt…………..deshalb ist Wählengehen wichtig……….. ich vermute , dass die Wahlbeteiligung heute sehr hoch war.
    Einen schönen Sonntag noch !!!
    liebe Grüße, Erika

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Erika,

      die Wähler haben gestern in der Tat geschafft, sich auf das Wichtigste aller Themen zu fokussieren.
      EGAL wer jetzt gewonnen hat (meist gewinnen ja alle), EGAL wer regiert und regieren wird,
      ALLE haben jetzt verstanden, was die Bürger wirklich wollen: Raus, und zwar SOFORT aus der Atomenergie.
      NICHT ALLE mögen das jetzt zugeben. Das ist nun wirklich EGAL. Weil dem Volk der Ausstieg NICHT MEHR EGAL ist.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  2. ladidaladida sagt:

    Find ich einfach nur toll! Meine Familie hat 45 Jahre lang in einem diktatorischen Totalitarstaat gelebt. Den Satz:
    „Bei allen Unterschieden dürfen wir dafür dankbar sein, in einer Demokratie mit freier Meinungsäußerung und freien, geheimen, gleichen Wahlen zu leben.“
    könnte ich mir auf den Arm tätowieren.
    Das ist auch mein Problem mit meinen Altergenossen: Es macht mich traurig zu sehen, dass sie von diesem Gut der Demokratie nicht wertschätzen.

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe ladidaladida,
      (Dein tatsächlicher Vorname ist noch schöner :-),
      danke für Deine Meinungsäußerung.

      Viele spüren die Bedeutung am wirklich Wichtigen erst dann, wenn es verloren gegangen ist.

      Deshalb ist es so wichtig, mit Demut und Dankbarkeit unterwegs zu sein, und in Liebe und Licht zu fühlen.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  3. ladidaladida sagt:

    Lieber Ulf,

    woher weißt Du, wie mein richtiger Vorname lautet? Ich muss wohl paar Einstellungen umstellen, von denen ich nicht wußte, dass es sie gibt ^^

    Ein großer polnischer Dichter hat mal geschrieben (ich übersetze pi mal Daumen):

    Litauen! Du, meine Heimat!
    Du [Du, Heimat] bist wie die Gesundheit.
    Wie sehr man Dich wertschätzen muss, weiß man erst,
    wenn man Dich verloren hat.

    Mit diesem Gedanken,

    Gute Nacht!

    Gruß,

    LadidaLadida

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe LadidaLadida,
      das Netz weiß alles. Deine E-Mail-Adresse ist nicht gerade kryptisch, aber sie soll hier auch nicht Gegenstand öffentlicher Erörterung sein. Und Dein Blog hat sich auf eine paar Themen spezialisiert, die zusammen mit Deinem Vornamen mir sogar Aufschluss über Deinen Nachnamen gegeben haben.
      Das Netz weiß alles. Ein paar Einstellungen helfen da nicht weiter.
      Angesichts der Tatsache, dass Social Media wie Facebook bereits Gegenstand von Theorie und PRAXIS bei der Datengewinnung für Data Warehouses sind, also umfänglichen Datenbank über das Verhalten von Kunden und potenziellen Kunden, muss man einfach aushalten können, dass jedes elektronisch messbare Verhalten – wo befinde ich mit gerade mit meinem Handy – wo bezahle ich gerade elektronisch – was sage ich gerade im Netz – uns immer mehr zum Glasmenschen macht.
      Liebe Grüße,
      Ulf

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    2. Ulf Runge sagt:

      und danke für diese schönen Zeilen zu Heimat, Gesundheit und Verlust…

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  4. ladidaladida sagt:

    Eh, ja, schön. Wieso mach ich mir dann die Mühe mich noch zu verstecken? ^_^ Unheimlich, ich muss darüber nachdenken…
    Die Zeilen stammen, wie gesagt, nicht von mir, sondern aus dem Nationalwerk „Pan Tadeusz“ von Adam Mickiewicz.

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  5. Ulf Runge sagt:

    Liebe LadidaLadida,

    es ist wahrlich ein Spagat, im Netz präsent zu sein, und doch noch „Geheimnisse“ zu haben. Hilfreich ist dabei sicherlich, wenn man versucht, möglichst authentisch zu sein.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  6. Maria H sagt:

    Lieber Ulf!

    Wir haben doch keine Chance den Gewählten zu sagen was wir für richtig halten!!
    Die interessiert doch nur unser Kreuzchen alle vier Jahre!!

    Ich habe sowieso eine ganz andere Meinung zu den Wahlkriterien. Der ganze elende Parteiengeklüngel gehört abgeschafft! Warum wählen wir nicht einzelne Personen anstatt Parteien für die Ministerien? Und zwar nach Ausbildung und Qualifikation. So wie wir das in unserem Beruf auch machen müssen. Wenn ich nicht qualifiziert bin bekomme ich die Stelle nicht. Und wenn ich sie denn bekommen hab, muss ich innerhalb einer Probezeit unter Beweis stellen dass ich die Leistung auch bringe, sonst bin ich wieder weg. So einfach ist das!!
    Innerhalb den Parteien werden die Posten nach Lust und Laune verschoben und verteilt.
    Der Gesundheitsminister ist plötzlich Wirtschaftsminister usw.
    Und keiner weiss Bescheid!!!!!

    Liebe Grüße
    Maria

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  7. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria,

    das hat was, was Du da sagst. Den Parteienfilz auflösen.
    In den Kommunalparlamenten passiert das ja schon mit den Bürgervereinigungen.

    Zum anderen: Wer Minister ist, der muss in der Tat in der Lage sein, jedes Ressort zu leiten. Vorausgesetzt er oder sie hat kompetente Mitarbeiter.

    Aber nur alle paar Jahre wählen dürfen ist heute keine angemessene Form von Demokratie.

    Da hast Du recht.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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