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Archive for Januar 2011

Merk-würdige Begegnungen

30. Januar 2011 14 Kommentare

Leben 673 – Sonntag, 30.01.11

Ich bin seit kurzer Zeit Mitglied bei der Plattform beUnic, auf Einladung von Jürgen Tesch hin. Ich habe es mir allerdings noch nicht zur regelmäßigen Gewohnheit gemacht, dort vorbeizuschauen. Wenn diese interessante Plattform für mich wichtiger wird, werde ich das ändern. Bis dahin bekomme ich sonntäglich eine inspirierende Sonntagsnews.

Im heutigen Brief schreibt Stefanie Peters davon, dass eines Morgens auf plötzliche Weise von  jemandem Notiz genommen hat, den sie zwar auch bisher schon täglich gesehen hat, aber noch nicht ernsthaft gewürdigt: Den Pförtner am Empfang.

Das möchte ich zum Anlass nehmen, hier von einem Experiment zu berichten, das ich in diesem Jahr angefangen habe, und das ich seither an immer wieder neuen Tagen praktiziert habe. Du wirst wahrscheinlich gleich denken, der Ulf, der hat ne Macke ab, aber das ist wahrscheinlich auch der Grund warum Du hier liest. Lächel.

Also:

Ich habe Buch geführt. Welche mir bekannten oder zumindest vom Sehen her bekannten Menschen sind mir an diesem Tag wann das erste Mal begegnet? Persönlich, telefonisch, per E-Mail.

Bin ich mit diesen Menschen per Du? Oder per Sie?

Interessante Frage: Oder weiß ich das gar nicht so genau mit dem „Du“ oder „Sie“?

Oder: Wie heißt diese Person mit Vornamen?

Erkenntnisreiche Frage: Wie schreiben sich der Vorname und der Nachname?

Wenn der Tag noch jung ist, geht das recht einfach. Wenn ich aber in meinem Tagesablauf ungeplante Begegnungen habe, wenn die sich häufen, wenn es Unterbrechungen noch und nöcher gibt, dann wird das mit dem Buchführen schon etwas schwieriger. Soll ja keiner mitbekommen, oder?

Oder Du gehst in ein Meeting mit mehr als 10 Personen. Da hockt bestimmt ein Mensch, dessen Namen geschweige dessen „Funktion“ Du nicht wirklich kennst. Und Du womöglich auch nicht zu fragen traust, um wen es sich handelt. Und auch nach dem Meeting „keine Zeit“ (lach!) hast, damit Ihr einander gegeseitig vorstellt.

Wenn Du als erster in der Nacht das Haus verlassen hast, fällt Dir dann vielleicht am frühen Nachmittag auf einmal auf, dass Du mit den Menschen, die Dir wichtig sind, heute noch gar kein Wort gesprochen hast.

Und wenn Du am Abend die Liste revue passieren lässt, dann fallen Dir auf einmal all die Dinge ein, die jemandem schicken wolltest, die für jemanden tun wolltest, die Du von jemandem erwartet hast.

Was das mit dem beUnic-Sonntagsgruß zu tun hat? Die Liste hat mir den Anstoß gegeben, auch mal „meine Werkschützer“ vom Namen her kennen zu wollen. Und ich bin sogar in etwas persönlichere Gespräche gekommen als bisher.

Es ist eine schöne Übung, finde ich. Vielleicht regt Dich das zu etwas Ähnlichem an. Oder vielleicht kannst Du aus eigener Erfahrung von Vergleichbarem berichten.

Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Einen sonnigen, freudigen und glücklichen Sonntag wünsche ich Dir und einen guten Start in die neue Woche!

Eventuell mit Deiner ersten Liste der „Merk-würdigen Begegnungen“?

© Ulf Runge, 2011

Februar

26. Januar 2011 14 Kommentare
Leben 672 – Mittwoch, 26.01.11
Ich stehe beim Brötchenmann. Bei meinem Brötchenmann.
In der Schlange. Warteschlange. Geduldig.
Lasse meinen Blick schweifen.
Und entdecke ein Plakat mit der Überschrift „Ab Februar neue Öffnungszeiten“.
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Wüste Wüste

25. Januar 2011 8 Kommentare
 

Leben 671 – Dienstag, 25.01.11

Wüste

Wüste

Seine Wasserflasche war leer. Tropfenleer. So leer, dass sie beim Öffnen staubte.

Er hatte Durst ohne Ende. Er hatte noch keine Ahnung, wie es weiter gehen sollte. Die Sonne war längst untergegangen, im Schein der Sterne zeigte seine Uhr „19:55“.

Seine Zunge fuhr die Lippen entlang. Sie schmeckten salzig.

5 vor 8. Wenige Minuten blieben ihm.

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Mehr und mehr und mehr

16. Januar 2011 6 Kommentare
Leben 670 – Sonntag, 16.01.11 

Da liest der Hugo in einer Community:

„Ich bin halb Französin, halb Swedengirl, halb Griechin …“

So, so, sagt sich der Hugo.

Er beschließt, bei Pfanni nachfragen, ob die demnächst nicht mal die Knödelsorte „Halb & Halb & Halb“ herausbringen wollen. Die Zeit ist reif dafür, meint der Hugo.

© Ulf Runge, 2011

P.S.: Bitte nicht an der falschen Stelle lachen. Die Dame, oder der Herr (wer weiß das schon!), hatte natürlich andere Nationen angegeben.

funkstille

14. Januar 2011 5 Kommentare

liebe leserinnen, liebe leser,

 

ich bedauere die ungeplante funkstille hier

sie war nicht geplant

sie wächst tag für tag

am sonntag werden die buchstaben, silben und worte

wieder oberhand gewinnen über die leere des nichts…

 

herzliche grüße,

ulf runge

 

(das klaut keiner, deshalb ausnahmsweise ohne copy & right 20ELF)

Kategorien:Leben

Bitte!

3. Januar 2011 8 Kommentare
Leben 669 – Montag, 03.01.11

Wenn der Tag mit einem Morgenmeeting beginnt und Du spät dran bist, dann ist das ziemlich blöde. Außer Du hast eine Kollegin oder einen Kollegen, die oder der für sich aufpasst, bis Du verspäteterweise den Besprechungsraum betrittst und Dich möglichst leise und unauffällig auf einen noch hoffentlich freien Platz drückst.

Der Hugo hatte Morgenmeeting. Und er war spät dran. Von allen seinen Teamkolleginnen und –kollegen hatte er die Handy-Nummer, bis auf die vom Erwin. Alle seine Teamkolleginnen und –kollegen waren heute anderweitig unterwegs, so dass der Hugo unbedingt den Erwin hätte anrufen wollen, um ihn zu bitten, doch für ihn aufzupassen.

Nun, daraus wurde nichts. Derweil der Hugo nicht die Handynummer vom Erwin kannte.

Hochroten Kopfes betrat Hugo mit einer guten Viertelstunde Verspätung den Besprechungsraum. Und fand noch einen Platz. Neben dem Erwin.

Nachdem Hugo sich akklimatisiert hatte und sich sicher war, dass zum Glück nichts Nachteiliges passiert war, beschloss er, aus der unangenehmen Situation vor dem Meeting zu lernen.

Er nahm einen Zettel. Und schrieb auf selbigen:

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Neujahrs-Impulse

2. Januar 2011 13 Kommentare
Leben 668 – Neujahr, Sonntag, 02.01.11

Viele unerledigte Dinge habe ich mit ins Neue Jahr genommen. Von diesen soll aber hier nicht die Rede sein. Ein Neues Jahr bietet auch immer die Chance einer Zäsur, eines Neuanfangs.

Wobei ich hiermit nicht die guten Vorsätze meine, die nach spätestens vier Wochen in den Gulli der Undiszipliniertheit hinabgespült werden.

Seit Oktober feile ich an meinen Zielen und den Projekten, mit denen ich diese Ziele erreiche möchte. Den heutigen Tag habe ich dazu genutzt, an den Formulierungen zu feilen, und mich den festen Entschluss zu fassen, dass ich diese Ziele wie formuliert erreicht haben werden.

Da gibt es Themen, die sind nichts für einen Blog, aber sehr wohl für den Personenkreis, mit denen man vertraulich die gemeinsame Zukunft gestaltet.

Um auf der Spur zu bleiben, sind für mich dabei die folgenden, öffentlich verfügbaren Informations- und Motivationsquellen wichtig:

Der Leitspruchkalender des Bellaprint-Verlages , Hinterbrühl, Österreich, in Deutschland vertreten durch durch die Impuls-Kalender GmbH aus Tödtenried, der die erste Woche des Neuen Jahres mit einem phantastischen Spruch von Hans Kruppa begrüßt:

Das Leben hat täglich Geburtstag.
Es ist ein Geschenk an uns,
das wir mit Freude empfangen,
entdecken bund verstehen sollten.

Die täglichen Chancen-Impulse von Edith und Winfried Neu, die natürlich (Überraschung!) die Chancen eines Neu-Anfangs zu Jahresbeginn reflektieren. Und die ich (Ehrenwort!) gerade jetzt erst lese, während ich diesen Artikel schreibe. Der Chancen-Impuls zum 1.1.2011 regt an, doch endlich mal das eigene, persönliche „Buch der positiven Dinge“ anzufangen.

Wenn Du, liebe Leserin, und Du, lieber Leser, Dir in ähnlicher Weise klar bist über Deine Ziele für die kommenden Tage, Wochen, Monate, Jahre, dann könnte in so einem „Buch der positiven Dinge“ z.B. täglich auch die Antwort auf die Frage stehen: „Was habe ich heute dazu getan, meine Ziele zu erreichen?“ Und wenn ich mir täglich die Antwort auf diese Frage gebe, was meinst Du, was passiert dann mit uns? Genau. Wir gehen, sicherlich nicht ohne Energie, Fleiß, Disziplin und Anstrengung, wir gehen durchs Ziel!

In den kommenden 7 Wochen freue ich mich riesig, am kostenlosen Online-Seminar von Jürgen Tesch zum Thema „Selbstliebe“ teilnehmen zu dürfen. Der Anfang heute zum Thema „Achtsamkeit“ war liebevoll zusammengestellt und inhaltlich sehr ansprechend. Und so ganz sicher bin ich mir noch nicht, ob ich hier für mich lerne oder weil Jürgen Tesch so außergewöhnliche Gaben offenbart, seine Kompetenz in diesem Thema rüberzubringen. Non scholae, sed vitae discimus. Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Hat man uns seinerzeit erzählt. Stimmt aber nicht. Es muss heißen: Non scholae, sed magistro discimus. Nicht für die Schule, sondern für den Lehrer lernen wir.

Mehr zu meinen Projekten übrigen Projekten will ich hier (noch) nicht verraten. Aber eines ist ihnen allen gleich, und das war eine wesentliche Erkenntnis für mich nach dem Besuch des Sprungbrettseminars von Eugen Simon im Oktober vergangenen Jahres: Du kannst viele Dinge alleine machen, Du kannst im eigenen Saft schmoren, aber dazu sind wir Menschen nicht geboren. Wenn man sich zusammentut mit anderen, miteinander um Inhalte und Formulierungen ringt, sich gegenseitig Feedback gibt und einander stark macht, dann gilt 1+1>>2. Will sagen: Die Summe aus 1 und 1 ist wesentlich größer, sprich vielfältiger und umfassender als einfach nur die Zahl 2. Es lebe das Net(t)working! Virtuell. Und erst recht live.

Hierzu will ich mal ein Beispiel machen. Vor einigen Jahren als Twix noch Raider hieß, nein Blödsinn, als Xing noch OpenBC hieß, hat mich ein ehemaliger Kollege auf die Social Media Plattform (den Begriff gab es damals bestimmt noch nicht) OpenBC aufmerksam gemacht. Statt dann wirklich geschäftliche Kontakte aufzubauen und zu pflegen, habe ich in OpenBC die Gruppe Wortwerk weidlich dazu genutzt, Gehversuche mit selbst geschriebenen Texten zu unternehmen und mir erstes Feedback zu holen. Als diese Aktivitäten dann in diesen meinen Blog mündeten, waren Renate Blaes und Ulrike Sennhenn meine Hebammen. Dafür bin ich beiden noch sehr dankbar!

Was ich aber erzählen will. Heute nutzte ich Xing (und andere) Plattformen für die Pflege und Weiterentwicklung von Kontakten, bei denen aus unterschiedlichen Motiven und gemeinsamen Interessen Ideen und Chancen werden. Besonders toll ist es, wenn aus der virtuellen Welt dann leibhaftige Kontakte werden. Einen echten Netzwerker möchte ich hier hervorheben, Roland Schopp, der regelmäßig lokale OpenBC-/Xing-Abende organisiert hat und diese heute unter seinem Markenzeichen „ArachnoNet“ pflegt. Diese Art von Netzwerken ist besonders genial, weil hier kein dröger Unternehmerstammtisch praktiziert wird, sondern jedesmal eine Präsentation zu einem Fokus-Thema Impulse vermittelt und Einblicke in die Kernkompetenzen und Geschäftsideen anderer Menschen zulässt.

Vorgestern, also vergangenes Jahr, und damit will ich zum Schluss kommen, hat für mich auch die neue Laufsaison begonnen. Acht Kilometer Silvesterlauf durch den Bergwald auf verschneiten und vereisten Pisten. Widrige Verhältnisse. Also genau der Stoff, aus dem wir Erfolge schaffen, oder? Widrige Verhältnisse sind es doch, die uns die Stirn bieten, auf dass wir unseren Grips, unsere Talente und Fähigkeiten dazu bringen, Großes zu schaffen, Außerordentliches zu erreichen.

In diesem Sinn weiterhin ein erfolgreiches 20ELF.

Ach ja, was Frau Merkel in Ihrer Ansprache vergaß: Autokorsos für die Damen-Fußballmannschaft, egal wie weit diese ELF kommt, das müsste uns eigentlich eine Verpflichtung sein, oder? Nicht wie bei der letzten WM, als „kein Schwein“ hupenderweise fuhr…

© Ulf Runge, 2011

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