Siebenundsiebzig

am
Leben 659 – Samstag, 04.12.10

Paul hat einen neuen Kollegen in seinem Büro. Den Egon.

Als der Udo den Raum betritt und laut „Zweiundzwanzig!“ sagt. Paul und Udo lachen sich kaputt, während der Egon dumm aus der Wäsche guckt.

Der Bodo kommt hinzu und raunt den Kollegen ein „Einunddreißig!“ zu. Die klatschen sich auf die Schenkel, gröhlen und lachen Freudentränen. Nur Egon nicht, der nichts kapiert.

Als Egon mit Paul wieder alleine ist, fragt er ihn, was denn da gerade eben passiert sei.

„Ganz einfach!“ sagt der Paul, „weil das Witzeerzählen oftmals nicht leicht ist und wir schon mal die Pointe vergessen, haben wir unsere Witze durchnummeriert. Dann reicht es, nur noch die Nummer des Witzes zu rufen und schon lachen alle. Das spart auch einen Haufen Zeit!“

Am nächsten Tag kommt der Egon in sein Büro, wo die anderen Kollegen sich schon wieder Witznummern zurufen. Da fasst sich der Egon ein Herz und ruft laut „Siebenundsiebzig!“

EISIGES SCHWEIGEN.

Warum denn keiner darüber lachen kann, will der Egon wissen.

„Ist ganz einfach, Egon, siebenundsiebzig, den finden wir nicht lustig!“

© Ulf Runge, 2010

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