Paradoxon

Leben 644 – Mittwoch, 17.11.10 

Heute ist wieder Sternschnuppennacht.

Während ich gestern Abend noch Orion und Konsorten in ihrer ganzen Pracht betrachten durfte, hängt aktuell ein nicht durchdrungen werden wollender Wolkenbrei in der Luft und versperrt die Sicht auf Sternschnuppen, verhindert das Wahrwerden von Sternschnuppenwünschen.

Es heißt ja, man dürfe sich was wünschen, wenn man eine Sternschnuppe sieht. Wobei man aus welchem Grund auch immer man nicht darüber reden darf, soll, was auch immer.

In meiner letzten Reflexion zum Thema Sternschnuppen hatte ich ja schon die Frage aufgeworfen, ob es rechtens sei, sich beim Anblick einer Sternschnuppe noch ganz viele weitere Sternschnuppen zu wünschen, damit man noch mehr Wünsche frei habe.

Nun, heute stelle ich eine andere Frage. Darf man sich, auch ohne eine Sternschnuppe erblickt zu haben, etwas wünschen? Etwa, dass man trotz Wolkendecke eine Sternschnuppe sehen möge. Die einem dann den Wunsch nach weiteren Sternschnuppen erfüllen könnte.

Bleibt die Frage, ob die öffentliche Erörterung dieses Wunsches bereits ein Verstoß gegen das Geheimhaltungsgebot von Sternschnuppenwünschen ist…

© Ulf Runge, 2010

13 Kommentare Gib deinen ab

  1. Lilli sagt:

    Hallo Ulf!
    Ich bin über Doris`Blog zu Dir gekommen, weil mich der Link interessiert hat.
    Wünsche sind rechtens mit oder ohne Sternschnuppe. Sonst wäre es schnuppe.;-)

    Von den Leoniden, die heute Nacht zu sehen waren, habe ich gelesen und jetzt weißt Du, dass mich die „Sternschnuppennacht“ in Deinen Blog gelockt hat.

    Liebe Grüße und viel Glück bei der Auflösung bezüglich Deiner Rätsel-Fragen.

    Lilli

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  2. Lieber Ulf,
    hier bin ich … und schmunzle über deine Gedankengänge, die mich an meine Kindheit erinnern, denn diese Fragen habe ich mir damals gestellt, bevor ich an „Aladins Lampe“ reiben wollte und ich habe sehr lange darüber nachgedacht und mich dafür entschieden, dass ich mir nur einen Wunsch erfüllen lasse, den ich nicht verraten habe … ich bin halt bescheiden … 😉 … und weißt du was, der Wunsch ist in Erfüllung gegangen …

    Vielleicht verzieht sich die dichte Wolkensuppe dieser Tage ja doch noch und wir kommen noch in den Genuss dieses Spektakels (was noch bis zum 21.11.10, die gestrige Nacht war ja nur das Maximum des Meterorschauers) vorhalten soll und falls nicht, dann hast du viel Zeit – bis August 2011, denn da bescheren uns die Perseiden wieder Sternschnuppen-Nächte – um über deine Fragen nachzudenken. 😉
    ★ Sternschnuppige Grüße ★
    Doris

    http://www.karpowitz.de/lichthtml/index.php/sonne-mond-sterne/die-leoniden-bescheren-uns-sternschnuppen-nachte-im-november-2010/
    http://www.karpowitz.de/lichthtml/index.php/sonne-mond-sterne/sternschnuppen-fur-dich-hast-du-noch-einen-wunsch-offen/

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  3. Ups, wo ist denn mein Kommentar hin? Hier der zweite Versuch:

    Lieber Ulf,
    hier bin ich … und schmunzle über deine Gedankengänge, die mich an meine Kindheit erinnern, denn diese Fragen habe ich mir damals gestellt, bevor ich an „Aladins Lampe“ reiben wollte und ich habe sehr lange darüber nachgedacht und mich dafür entschieden, dass ich mir nur einen Wunsch erfüllen lasse, den ich nicht verraten habe … ich bin halt bescheiden … 😉 … und weißt du was, der Wunsch ist in Erfüllung gegangen …

    Vielleicht verzieht sich die dichte Wolkensuppe dieser Tage ja doch noch und wir kommen noch in den Genuss dieses Spektakels (was noch bis zum 21.11.10, die gestrige Nacht war ja nur das Maximum des Meterorschauers) vorhalten soll und falls nicht, dann hast du viel Zeit – bis August 2011, denn da bescheren uns die Perseiden wieder Sternschnuppen-Nächte – um über deine Fragen nachzudenken. 😉
    Sternschnuppige Grüße
    Doris
    P.S. Für Sternschnuppen-Interessierte:
    http://www.karpowitz.de/lichthtml/index.php/sonne-mond-sterne/die-leoniden-bescheren-uns-sternschnuppen-nachte-im-november-2010/http://www.karpowitz.de/lichthtml/index.php/sonne-mond-sterne/sternschnuppen-fur-dich-hast-du-noch-einen-wunsch-offen/

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  4. Dori sagt:

    Lieber Ulf,

    ob Du es glaubst oder nicht, ich habe in meinem Leben erst eine einzige Sternschnuppe gesehen. Was ich mir damals wünschte, ist nicht in Erfüllung gegangen – obwohl ich nicht darüber gesprochen habe, zu niemandem.
    Aus heutiger Sicht ist es das Beste, was mir passieren konnte – dass es nicht in Erfüllung gegangen ist 😀

    Viele liebe Sonnengrüße
    aus Düsseldorf sendet Dir
    Dori 🙂

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  5. Elisabeth sagt:

    Lieber Ulf,

    auch über Wien hing gestern eine dicke Nebelsuppe – ich bin eine Runde über die Weinberge spazieren gegangen und hab mir dann zu Hause eine leckere Tasse Kakao gemacht 🙂

    Und Wünsche gehen nur dann in Erfüllung, wenn wir daran glauben und wenn sie gut für uns sind 🙂 Und (noch etwas…): Ich habe auch abseits von Leoniden oder Perseiden Sternschnuppen gesehen – und zwar dann, wenn ich es am allerwenigsten erwartet hatte 😉

    Alles Liebe von Elisabeth

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  6. Ulf Runge sagt:

    Liebe Lilli,

    jetzt bin ich platt.
    Du schreibst „Wünsche sind rechtens mit oder ohne Sternschnuppe. Sonst wäre es schnuppe. ;-)“

    Wäre es da denn nicht auch „stern“? 🙂 sorry für dieses sportwiel.

    Schön, dass Du Doris‘ Link gefolgt bist. Vielleicht kann in wolkenverhangenen Nächten ein Text über Sternschnuppen selbige ein bisschen ersetzen…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  7. Ulf Runge sagt:

    Liebe Doris,

    warum der erste Kommentar nicht sofort online ging, habe ich keine Idee für. Grins.
    Sorry.

    Ich finde es toll, dass Du Dich noch so genau an diesen Augenblick erinnern kannst, wo Du Dich auf diesen einen Wunsch reduziert hast. Und ich gratuliere Dir, dass selbiger auch in Erfüllung gegangen ist.

    Danke, dass Du mich auf die verlängerte „Aufführungszeit“ erinnert hast. *aus dem fenster spinx*

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  8. Ulf Runge sagt:

    Liebe Dori,

    danke für Deinen Bericht.
    Schade, dass Du bisher nur eine einzige Sternschnuppe bewusst wahr genommen hast.

    Ich finde Sternschnuppen so „besonders“, weil sie ganz plötzlich da sind und Du genau die Chance eines Wimpernschlags hast, dieses Bild mit einem Deiner Gedanken, mit einem Deiner Wünsche zu verheiraten.

    Und wenn das dann noch schief geht, so wie Du schilderst,
    sprich, wenn Du glücklich bist und wirst an der Nichterfüllung des Wunsches,
    dann ist das absolut okay.
    Leider aber auch ein „Verstoß“ gegen den (Aber?) Glauben.

    Verlassen wir die Sternschnuppen, liebe Dori.

    Schließen wir die Augen. Lassen wir unsere Wünsche vor unseren Augen zu Bildern werden. Und warten wir dann eine Weile. Eine kurze. Oder eine lange.

    Lass uns diese Wünsche vergessen. Und doch zugleich intensiv verfolgen.

    Und dann werde (Sternschnuppen-)Träume wahr.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  9. Ulf Runge sagt:

    Liebe Elisabeth,

    oder soll ich besser sagen,
    liebste SternschnuppenverdeckenWolken Wegschiebendste aller Zeiten,

    Du hast vollkommen recht: Wir „müssen“ dran glauben, und es sollte „gut“ für uns sein. Und wer jetzt leer ausgeht, für den kommen immer wieder neue Sternschnuppen. Manchmal gar keine am Himmel. Sondern einfach nur so, dass man sich gar nicht sicher ist, ob das jetzt eine Sternschnuppe war…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  10. „Ich finde Sternschnuppen so „besonders“, weil sie ganz plötzlich da sind und Du genau die Chance eines Wimpernschlags hast, dieses Bild mit einem Deiner Gedanken, mit einem Deiner Wünsche zu verheiraten.“

    Lieber Ulf,

    hast Du schon einmal darüber nachgedacht, dass das für jeden einzelnen Augenblick unseres wunderbaren Lebens gilt? Wir haben immer genau die Chance eines Wimpernschlags, uns das Leben so zu erschaffen – oder es auch einfach nur so zu sehen – wir wir uns das wünschen!

    Natürlich weißt Du das. Doch an alle Leserinnen und Leser dieses fantastischen Blogs, ich eingeschlossen: Leben wir auch in jedem Moment, der uns geschenkt wird, danach? Nutzen wir diese unglaubliche Chance?

    Denkt mal darüber nach. Oder noch besser: Tut es einfach!

    Alles Liebe,
    Jürgen

    PS: Kennst Du das Lied: „Du bist mein Stern, ich bin Dir schnuppe“?

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    1. Ulf Runge sagt:

      Lieber Jürgen,

      danke für diesen Gedankengang. Meine Formulierung war ja geradezu eine Steilvorlage hierz.
      Ich kann Dir nur beipflichten.
      Wir können jeden Augenblick, also JETZT, das vermeintlich unausweichliche Spiel von Ursache und Wirkung unterbrechen.
      Wir haben jederzeit, also JETZT, die Möglichkeit, anders zu re-agieren, anders zu agieren, als andere es von uns erwarten,
      als unser Gewesener vom Jetzt-Seienden erwartet hat, und als unser Jetzt-Seiender für nicht möglich glaubt.

      Wir können uns TUN. JETZT.

      Nein, das Lied kenne ich nicht. Wo ist denn dazu der Juhtjuhb-Link? Soll ich den etwa selber heraussuchen? Lach.

      *gugelgugel*
      *zurückbin*

      Es heißt wohl Sternschnuppe und ist von Mark Bender auf dessen CD „Ein Haus am Meer“: http://www.country.de/2007/02/20/mark-bender-ein-haus-am-meer/
      Unter http://www.markbender.de/ kannst Du auf Videos klicken. Und dann eröffnet sich einem der ganze Text!!!

      Hihi!

      Liebe Grüße,
      Ulf

      *bauchhalte*

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Jürgen, nicht so ganz.

      Ich denke weniger daran, was ich gelesen habe und worüber ich eine erste abschließende Meinung habe,
      sondern mehr an: „Was ich GERADE lese, wie es JETZT auf mich wirkt.“ Mit der Option, dass – wer mag – hier ebenfalls berichtet, was sie oder er GERADE liest.

      Danke für Deinen Einwurf, so hatte ich die Chance zu präzisieren.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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