Lektion 1 … oder „Die geniale Idee“

Lektion 1 … oder „Die geniale Idee“

Leben 632 – Mittwoch, 20.10.10

Du bist irgendwo. Im Wald. Auf dem stillen Örtchen. Im Traum. In der proppenvollen U-Bahn. Egal wo.

Und dann fällt Dir die Idee Deines Lebens ein. Eine gigantische Idee. Leider wirst Du in Deinem Gedankengang gestört. Weil ein Schuss durch den Wald knallt. Oder die Haustürklingel ertönt. Eine zugeschlagene Autotür Dich brutal aus dem Schlaf holt. Oder jemand Dich anrempelt. Ist auch egal warum.

Aber willst Du wissen, wie und warum, diese Zeilen zu Papier gefunden haben? (Bitte, sag nicht nein!)

Weil ich mir angewöhnt habe, immer was zum Schreiben griffbereit zu haben. Ein DIN A6 Notizbüchlein, das ich immer in meiner linken Gesäßtasche trage. (Und das in der Nacht neben meinem Bett liegt.) Einen Druckbleistift mit Ersatzminen und Radiergummi, die ich in meiner linken Hosentasche durch die Weltgeschichte trage. (Die nachts ganz brav beim Notizbüchlein verweilen.)

Warum ich das hier schreibe? Ich habe mich entschlossen, ab sofort von den vermeintlich banalen Dingen zu berichten, aus denen ich gelernt habe oder aus denen ich gerade am Lernen bin.

Was zum Schreiben griffbereit haben, immer! Das ist meine erste Lektion, über die ich hier berichte.

© Ulf Runge, 2010

10 Kommentare Gib deinen ab

  1. Modern, wie ich bin, habe ich immer ein kleines digitales Diktiergerät griffbereit. Doch wenn ich es genau betrachte, ist das gute alte Notizbuch doch praktischer, weil ich die aufgesprochenen Gedankenblitze doch nochmal anhören und ggf. aufschreiben muss.

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  2. andrea2110 sagt:

    Lieber Ulf, wenn ich mal so gut organisiert wäre wie Du. Als Frau meist mit riesiger Handtasche ausgerüstet, in der natürlich auch Stift und Zettel vergraben sind, passieren die meisten aufschreibens-werten Dinge, wenn ich mal OHNE Handtasche unterwegs bin:-)Nun hab ich auch in meiner Mini-Abendtasche meist Zettel und Stift dabei. Manchmal speichere ich sogar gute Sätze im Handy, wenn ich nix anderes zur Hand habe… Und die besten Ideen kommen mir beim Autofahren, was mich in Konflikte stürzt, BEIM Fahren schreiben ist nicht optimal und extra anhalten auch nicht…Wie Jürgen habe ich mir mal ein Diktiergerät zugelegt, konnte mich bisher aber nicht damit anfreunden…Ach ja,, wenn ich beim Joggen gute Ideen habe, sind die noch ganz glasklar in meinem Kopf, wenn ich wieder zuhause bin und ich kann sie einfach so runterschreiben… Banale Dinge?Für einen Blogger/Schreiber wohl nicht:-) Liebe Grüsse Andrea

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  3. Hase sagt:

    Lieber Ulf,
    danke Dir, das gefällt mir aber sehr, was Du da schreibst. Ich habe auch überall kleine Blöckchen liegen mit Stiften , in meiner Waschküche gestern habe ich auch beim Wäschezusammenlegen aufgeschrieben oder in der Küche , auch in meinen Taschen ist immer etwas griffbereit. Wenn ich Wartezeiten hatte früher oder in einem Café habe ich immer ganz viel aufgeschrieben, Gedanken, Gefühle….. das tut gut.
    Liebe Grüße
    Erika 🙂

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  4. Kampfameise sagt:

    Moin Ulf,

    jetzt hab‘ ich zum ersten Mal auf Deinen Link geklickt …

    Fatal – banal – festhalten. So mache ich es auch. Zwischendrin, so wie Jürgen, mal zum Diktiergerät gewechselt. Inzwischen bin ich wieder zu Notizbüchlein und Bleistift zurückgekehrt.

    Wie schön, hier sind ja lauter Seelenverwandte …

    Viele Grüße
    Annette

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  5. aprikose sagt:

    seid ich mich mit dem gedanken abgefreundet habe, mir demnächst mal ein iphone zuzulegen, bei dem ich das alles gleich auch in einen terminkalender o.ä. tippen kann (ersetze ‚iphone‘ durch ein beliebiges anderes smart-fon, mit dem alles so viel einfacher wäre als mit meinem alten unkaputtbaren knochen), habe ich auch immer so ein minibüchlein und stift dabei. und es hat mir schon einige male, ich will jetzt nicht sagen ‚das leben gerettet‘, aber aber doch sehr wertvolle dienste geleistet 😉

    liebe grüsse,
    aprikose

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  6. Ulf Runge sagt:

    Lieber Jürgen,

    das mit dem Diktiergerät habe ich auch schon versucht.
    Töne und Bilder, die Du Dir nacheinander zuführen musst, können ganz schön nervig sein…

    Meine Standardausrüstung: Ein Druckminenbleistift 0,7mm, Ersatzminen 2B oder B2, auf jeden Fall weiche Minen, ein Radiergummi, ein Notizheft A6, ein Klemmbrett oder eine Klemmkladde A4 mit leeren Seiten. So geht (erst einmal) nichts verloren.

    Wobei ich zugeben muss, dass die Notizenaufarbeitung manchmal recht aufwändig ist…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  7. Ulf Runge sagt:

    Liebe Andrea,

    das ist absolut nicht banal!!!

    Unsere Ideen sind die Trasse von Bekanntem zu Neuem.
    Sind der Weg von Problemen zu Lösungen.
    Sind der erste Schritt in die Zukunft.

    Deshalb sollten wir versuchen, sie festzuhalten, um sie dann kreativ auszugestalten, zu konkretisieren und praxistauglich zu gestalten.

    Beim Joggen geht es mir auch so, dass ich gegen Ende des Laufs oft meine 4 bis 5 Gedanken andauernd aufsage, um sie nicht zu vergessen.
    Das leert den Kopf von allem Ballast, wenn man sich diese Dinge am laufenden Bank im Kopf vorstellt und nacheinander aufsagt…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  8. Ulf Runge sagt:

    Liebe Erika,

    Staus und Zugverspätungen können mir nur noch wenig anhaben.
    Es gibt immer etwas nachzudenken, und aufzuschreiben.
    Es gibt immer NICHTS nachzudenken. Und nicht aufschreiben zu wollen…

    Und Du hast recht. Nicht nur Gedanken. Bitteschön auch Gefühle…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  9. Ulf Runge sagt:

    Liebe Annette,

    schön, dass Du auch hier warst / bist.
    Ich hoffe, Du hast Dir den Link hierher in Deinem Kontakt-Tool gut notiert.

    Das ist eine schöne Bemerkung, die Du hier vom Stapel gelassen hast:
    „Wie schön, hier sind ja lauter Seelenverwandte“

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  10. Ulf Runge sagt:

    Liebe aprikose,

    ja, ein I-phone, das hat schon seinen Charme.
    Genial was man damit machen kann.

    Noch habe ich so ein tolles Werkzeug nicht.
    Und werde weiterhin weder mit „i“ noch mit „phone“ arbeiten,
    sondern „nur“ mit Bleistift, A6-Notizheft, Ersatzminen und Radiergummi.

    Sage nur, dass Dir das das Leben gerettet hat.
    Das ist absolut nicht übertrieben, wenn es Dir zu einem ganz besonderen Nutzen gereicht hat.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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