Zu viel und zu wenig

am
Leben 585 – Dienstag, 01.06.10

Ob man sich Sorgen machen müsse, weil ich so wenig schreibe?

Nein, glaube ich nicht.

Zigtausende von Gedanken gehen uns täglich durch den Kopf. Nur die wenigsten von ihnen werden zu Worten. Gesprochen. Geschrieben. Geschrien. Geflüstert. Gestammelt. Gesprudelt. Geschickt. Gemailt. Getwittert. Gepostet.

Bereut. Nicht bereut.

Gute Gedanken. Niederträchtige. Aufrichtige. Gedankenlose Gedanken.

Da fliegen die Gedanken mir also durch den Kopf. Wollen zu Worten werden. In der Textverarbeitung. Und sind mir dann nicht gut genug. Wo ich mich früher schon leichter getan habe, auf den „Veröffentlichen“-Knopf zu drücken, finden heute Meuchlingsmorde an halbgaren Texten statt. Das Ergebnis halber Gedanken.

Doch ich habe Rettung. Kommt mir mein Leitspruch-Wochenkalender zu Hilfe. Klopft mir auf die Schulter und lässt mich lesen:

Ein Wort zu viel ist
ein Gedanke zu wenig.
Sprichwort aus Großbritannien

Es gibt Sinnsprüche, die muss man nicht weiter kommentieren. Die sprechen für sich. Deshalb für jetzt: Schluss mit weiteren Worten.

© Ulf Runge, 2010

Ich bedanke mich beim Bellaprint-Verlag , Hinterbrühl, Österreich, für die freundliche Genehmigung, den Sinnspruch des Original-Leitspruch-Wochenkalenders als Thema für Beiträge in meinem Blog verwenden zu dürfen. Der Original-Leitspruch-Kalender wird in Deutschland vertrieben von der Impuls-Kalender GmbH.

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. andrea2007 sagt:

    Lieber Ulf, mir schreibst Du definitiv zu wenig:-) Wichtig ist jedoch, dass es Dir trotz wenig Schreiben gut geht und ich freu mich, DAS zu lesen…Nicht die Quantität zählt, sondern die Qualität, auch wenn Du mit Dir selber gar nicht soooo streng sein solltest… Liebe Grüsse Andrea

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  2. gabaretha sagt:

    Lieber Ulf,
    alles hat seine Zeit. Das Viel ebenso wie das Wenig.
    Wichtig empfinde ich das gute Gefühl, das Du hast (und auch vermittelst) wenn Du schreibst.
    Ich wünsche Dir viele gute Gefühle bei Allem was Dich im Augenblick vom Viel-Schreiben abhält.
    Sonnige Grüße aus dem finsteren Isartal,
    besser und besser,
    Gaba

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  3. Ulf Runge sagt:

    Liebe Andrea,

    danke für die bestätigenden Worte. Ja, das Schreiben fällt mal leichter, und auch mal nicht. Der Knoten ist mal wieder geplatzt bei mir, ich hoffe, dass ich wieder regelmäßig schreibe…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  4. Ulf Runge sagt:

    Liebe Gaba,

    da hast Du vollkommen Recht, dass alles seine Zeit hat.

    Ich finde es toll, dass so viele von meinen Lieblingsblogs tagtäglich so Anspruchsvolles präsentieren.

    Ich wünsche Dir statt Finsterheit nun Heiterkeit. Und bin da eigentlich ganz sicher, dass es in Obb. mittlerweile ganz viel Kaiserwetter gibt.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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