Sehr-früh-Vogel-Lied

Leben 583 – Sonntag, 23.05.10

Ohn‘ Mondenschein,
ohn‘ Kerzenschein,
ohn‘ Thomas Alva Edison,
da gäb’s nur Grund zu heulen,
für all der Nacht ihr Eulen.

Der frühe Wurm sehr glücklich ist,
weil er die Nachteul‘ gern vermisst,
denn jene schreibt und liest, ist nett,
bevor sie wurmlos geht dann doch ins Bett.

Die Nachtigall, die Lerche nicht,
es ist die Nachteul‘, die hier dicht,
die letzte nicht, sie ist die erste,
und darauf reimt sich Hafergerste.

Die Nachteul‘ kann auch kurz sich fassen,
die episch‘ Breite breit sein lassen,
und wenn es sein muss,
sagt sie: „Schluss!“

© Ulf Runge, 2010

27 Kommentare Gib deinen ab

  1. Mo sagt:

    .. und gibt noch einen Abschiedskuss?

    Lieber Ulf,
    jeder Mensch ist stets als Unikat zu betrachten.
    Das darf man nie vergessen, das darf auch die Wissenschaft und Forschung nie vergessen.
    Wenn man das gedanklich beherzigt, dann eröffnen sich ganz neue Wege.
    Eingetretene Pfade haben zwar einen Erfahrungswert, aber verhindern auch eine Weiterentwicklung.

    Lieber Ulf,
    ich wünsche Dir noch angenehme, arbeitsfreie Stunden.

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  2. Holger sagt:

    Früher Wurm und wüste Eul´,
    stürzt sich auf ihn mit Geheul.
    Verschlinget ihn mit Haar und Haut,
    und sucht sich eine Eulenbraut.

    Sie zeugen Eulen,
    die stehen auf Säulen,
    gucken herab,
    in finsteres Grab.

    Sehen Blumen und Gebeine,
    Worte an der langen Leine,
    sehen ihren alten Herrn,
    Schönen Gruß Herr Morgenstern.

    Liebe Grüße,
    Holger

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  3. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    ich teile Deine Meinung über das Unikat-Menschsein.
    Sehe aber leider keinen Zusammenhang zu Eulen und Würmern.
    Möchtest Du das noch deutlicher zum Ausdruck bringen?

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  4. Ulf Runge sagt:

    Die grauen Nebel wunderbar,
    kannte ich seit Tag und Jahr,
    und ich verband sie immer wieder gern,
    mit dem Christian Morgenstern.
    Doch dann machte Axel Hacke,
    die Wumbaba-Attacke.
    Und so frag ich nun zuhause,
    bin ich denn ein Kunstbanause.

    Weisest Du doch darauf hin,
    dass C M hatt‘ mehr im Sinn
    als die grauen Nebel wunderbar,
    wie dereinst vor Tag und Jahr.

    Erst durch Dein Erwider
    las ich heute Galgenlieder,
    Würmer, Uhus und auch Eulen,
    nur ich fand nichts von den Säulen.

    Dein Replik ja ohne Tadel,
    nenn ich einfach Lyrik-Adel,
    freu mich, dass Du hier gedichtest
    und von wirklich großer LiteARTur berichtest…

    Lieber Holger,
    danke!

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  5. Ulf Runge sagt:

    Eine (noch?) ungenannt bleibende Quelle aus dem welt-weiten-Wetz, ahem Netz, hat mich darauf hingewiesen, dass die Formulierung „denn jene scheibt und liest“ sehr viele kreative Deutungen zulässt.

    Ich muss gestehen, dass war unbeabsichtig, sodass ich den Phantasieraum jetzt massiv eingeschränkt habe durch die Korrektur: „denn jene schreibt und liest“. Lach!

    Liebe Grüße an das WWN!

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  6. Holger sagt:

    Das Mondkalb flüstert mir ins Ohr,
    sei kein Tor, sei kein Tor.
    Der Zwölfelf hinterdrein,
    sollst kein Hasenfuß sein.

    Der Rabe krächzt,
    die Eiche ächzt,
    Rehlein faltet Zehlein,
    und das kluge Wiesel –
    mit dem Kiesel –
    tragen mir was an:
    Fang wieder zu Schreiben an.

    Liebe Grüße,
    Holger

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  7. Mo sagt:

    Lieber Ulf,
    ich freue mich, dass Du meine Meinung zum „Unikatentum“ teilst.
    Über Eulen und Würmer habe ich in meinem Kommentar gar nichts geschrieben.
    Wer richtig liest, ist klar im Vorteil.
    Der Holger erwähnte Eule und Wurm.
    Etwas mehr Konzentration bitte lieber Ulf.

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  8. Mo sagt:

    😛

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  9. Mo sagt:

    Lieber Ulf,
    ich möchte etwas machen, ich möchte meine Meinung revidieren.
    Jeder Mensch ist ein Unikat, gentechnisch betrachtet, das war es dann aber auch schon.
    Ich vergaß die soziale Komponente, dass der Mensch in erster Linie ein Herdentier ist.
    Ich vergaß auch, dass der Mensch ein Vorbild braucht, irgendein Idol, dem er zujubeln kann, irgendeine Masse, Volksversammlung, Massenauflauf.
    Das hat für mich mit Unikat herzlich wenig zu tun.
    Der Mensch ist beeinflussbar.
    Ich habe mich immer geweigert das zu sehen.
    Unikat? Ich nehme mal die Lupe zur Hand, vielleicht finde ich in irgendeiner Menschenmasse ja doch was.

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  10. Holger sagt:

    Liebe Mo,
    ja, jeder Mensch ist ein Unikat. Doch warten wir mal ab, was der Genforscher Venter noch so alles aus dem Reagenzglas zaubert ….

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  11. Elisabeth sagt:

    Lieber Ulf,
    welch geniale Dichtkunst hat dich eingenommen – es macht eine Freude, deine Zeilen zu lesen! Ich bin so ein „früher Wurm“ und sehr dankbar darob, dass Nachteulen dann schon schlafen, wenn ich unterwegs bin 😉
    Herzliche Grüße zu dir, Elisabeth

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  12. Mo sagt:

    Holger,
    aber DANKE doch, für diese Spitze.
    Ich denke darüber nach. 😉

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  13. Ulf Runge sagt:

    Lieber Holger,

    und Du hast! … wieder angefangen mit dem Schreiben… schön!

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  14. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    von Eulen und Würmern hatte ICH geschrieben. Lach.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  15. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo, wir können auch gerne gemeinsam lachen:

    😀 😀 😀

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  16. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    Du darst Deine Meinung haben. Und beliebig oft ändern.
    Und musst es nicht einmal begründen.

    Lupe: Die Lupe kannst Du selber sein. Stelle sie ein auf „Ich will die Menschen als Unikat sehen.“ Und Du wirst in der vermeintlichen manipulierbaren Masse jede Menge ganz besondere Menschen sehen. Wenn Du es zulässt.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  17. Ulf Runge sagt:

    Lieber Holger,

    Du „alter“ „ZEIT“-Leser. Lach.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  18. Ulf Runge sagt:

    Liebe Elisabeth,

    ich verleihe Dir hiermit zum Schutz gegen alle Frühvögel die Nachteulenehrenmedaille in Blei (das ist das Edelmetall, mit dem früher die Lettern auf das Papier gebracht wurden, und noch niemand ans Bloggen dachte).

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  19. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    ich bin mir gar nicht sicher, dass Holger Dich gemeint hat.
    Aber ich glaube, es ehrt ihn, dass Du das so interpretierst. Lach.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  20. Mo sagt:

    Lieber Ulf,
    Du meinst, ich bin einem „Holger“ auf dem Leim gegangen, der etwas schrieb, was er nicht meinte?

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  21. Holger sagt:

    Liebe Mo, lieber Ulf,
    nun bin ich ein wenig verwirrt und kann den Kommentaren nicht mehr so recht folgen. Ich schrieb über Würmer und Eulen,
    welche mit den Wölfen Nachts heulen.
    Über Unikate schriebt ihr,
    und das las ich dann hier.
    Ich kommentierte zurück, (und richtete mich an Mo)
    und ich meint´ es auch so.
    Liebe Grüße,
    Holger

    PS: Der Ulf hat eine Heißklebepistole (nagelneu), ihm kann man auf den Leim gehen.

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  22. Mo sagt:

    Holger, Du schreibst:

    *Ich schrieb über Würmer und Eulen,
    welche mit den Wölfen Nachts heulen.*

    Ich wusste gar nicht, dass Würmer inzwischen evolutionsmäßig so gut drauf sind.

    Holger, ansonsten..

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  23. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    in der Tat vermute ich, dass Deine Interpretation von Holgers Anmerkung auch für ihn überraschend gewesen sein könnte…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  24. Ulf Runge sagt:

    Lieber Holger,

    Du machest mich sprachlos.

    So, und endlich bin ich den Heißklebekleim los geworden…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  25. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    einst traten,
    sie konntens kaum erwarten,
    ein Wurm und ein Wolf,
    namens Rolf,
    vor den Traualtar,
    der feierlich geschmücket war,
    um sich geben,
    das Ja-Wort fürs Leben,
    und als Wurm gefraget ward,
    da schwieg er, wie es seine Art,
    und weil der Wurm tat patzen,
    musste die Hochzeit platzen.

    Liebe Mo, Du aufmerksame Hüterin der Realität,
    danke, dass Du auf den aktuellen Stand der Evolution aufmerksam gemacht hast.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  26. Mo sagt:

    Die Realität ist eindeutig weiblich,
    da führt kein Weg dran vorbei.
    Ich persönlich finde das schade,
    weil mit dem Bade,
    die Made,
    wird zur Scharade.

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  27. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    es ist wahrlich verwunderlich,
    dass der Traum,
    man glaubt es kaum,
    männlichen Geschlechtes ist,
    also absolut kein Realist.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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