Wahlaufruf

Leben 577 – Donnerstag, 29.04.10


Es ist Dein Urin,

mit dem ich eines Tages klärwassergeklärt meinen Durst stillen werde.

Quellwasserklar.

Es ist Dein Atem,

Deine verbrauchte Luft, mit der ich sauerstoffreduziert meine Lungen fülle.

Nach Atem ringend.

Es sind Deine Gedanken,

die ich wiederdenken werde.

Dein Hass und Deine Zuwendung,

Dein Aber und Deine Liebe.

Es sind Deine Blicke,

die ich Dir zurückspiegeln werde.

Leer wie Todesstrahlen.

Oder voll Deiner Wärme.

Es sind Deine Worte,

die ich knete.

Zu Hässlichkeiten. Zu Schmeicheleien.

Es sind Deine Gedanken,

die ich wiederdenken werde.

Dein Hass und Deine Zuwendung,

Dein Aber und Deine Liebe.

Bedenke, mit was Du mich bedenkst. Beschenkst.

Wähle sorgsam.

Und wundere Dich nicht.

Ich habe die Freiheit zu wählen.

Senke zu sein.

Spiegel.

Oder Quelle.

© Ulf Runge, 2010

21 Kommentare Gib deinen ab

  1. Elisabeth sagt:

    Wow, lieber Ulf…
    Mir bleiben die Worte weg… starke Zeilen von dir… die mich bewegen und berühren… Ja, es kommt immer drauf an – alles Projektionen in unserem Leben… erkennen wir sie und überlegen wir, was wir uns wünschen, denn das werden wir tatsächlich bekommen. Im Grunde genommen wähle ICH, ob DU Senke, Spiegel oder Quelle bist, nicht? Ich wünsche mir, dass du Spiegel und Quelle bist – im Spiegel habe ich bereits viel gesehen, und du wirst mir immer mehr Quelle… Danke dir dafür!
    Herzlichst Elisabeth

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  2. Kristina sagt:

    Ich hab in meinem Blog auch schon mal ein Gedicht veröffentlicht. Vielleicht mach ich das bald wieder. Deins find ich schön, auch wenn ich es nicht wirklich verstehe.

    Liebe Grüße,
    xoxo Kristina

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  3. Mo sagt:

    Elisabeth,
    bist Du noch ganz bei Trost?

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  4. Mo sagt:

    Ich fasse es nicht!

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  5. Ulf Runge sagt:

    Liebe Elisabeth,

    danke für Deine lieben Worte.
    Ich lese immer wieder gerne bei Dir, lass Dich meine Quelle sein.
    Und freue mich, wenn Seelenverwandte wie Du auch mich ihre Quelle sein lassen.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  6. Ulf Runge sagt:

    Liebe Kristina,

    dass Du mein Gedicht als schön empfindest, bedeutet doch,
    dass Du für Dich einen Sinn darin entdeckt hast.
    Es ist nicht entscheidend, ob man diese Entdeckung dann auch in Worte fassen kann.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  7. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    das ist eine heftige Grußadresse an Elisabeth, oder?
    Ich glaube, sie braucht keinen Trost. 🙂

    Und um gleich auf Deinen zweiten Kommentar einzugehen:
    Sagt die Halogenlampe zur Sechzig-Watt-Birne: Ich bin fassungslos!
    🙂

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  8. Elisabeth sagt:

    Danke dir, lieber Ulf! *freu*
    *lach* Du hast recht, ich brauch keinen Trost 😉 Und: Ich leide nicht unter Realitätsverlust – ich genieße ihn! 😆 Deine Worte wirken schon! *lach*
    Herzliche und sprudelnde Quellengrüße zu dir, Elisabeth

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Elisabeth,

      wow, das liest sich besonders:
      Ich leide nicht unter Realitätsverlust – ich genieße ihn.
      Ist das von Dir? Oder ein Zitat?
      Egal.
      Der gefällt mir so gut wie „Ich nehme keine Drogen. Ich bin immer so!“

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  9. Mo sagt:

    Es gut so wie es ist.
    Es ist gut so, wie Du bist.
    So einfach ist das.
    Wenn man (Mann) das will.

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  10. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    ich wollte Dir zu verstehen geben, dass ich Deinen Kommentar „ich fasse es nicht“ nicht ganz zu interpretieren weiß. Und habe deshalb extra für Dich eine Nonsens-Replik geschrieben. 🙂

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  11. Elisabeth sagt:

    Lieber Ulf,
    ich weiß nicht, aus wessen Feder die Zeilen stammen, ich hab das nette Bildchen dazu hier mal gepostet 🙂
    http://www.ornauer.at/lebensfreude-blog/?p=3361
    Aber genau das ist es – und ich werde tatsächlich manchmal gefragt, ob ich „was nehme“ *lach* so viel Lebensfreude und Humor ist manchmal nicht packbar… 😉 How much pleasure can you stand!?
    Fröhliche und sonnige Wochenendgrüße zu dir, Elisabeth

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Elisabeth,

      danke, dass Du mich zu diesem schönen Beitrag von Dir rübergeführt hast.
      Und wenn wir wollen, kann es keine ansteckendere Gesundheit geben, als eine positive und frohe Lebenseinstellung.

      Dir einen schönen Wochenanfang,
      liebe Grüße,
      Ulf

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  12. Elisabeth sagt:

    Sehr gerne,lieber Ulf! *freu*
    Genau DAS… Ich lasse mich auch sehr gerne anstecken von Lebensfreude und Fröhlichkeit! 🙂 Mit Humor und einem Augenzwinkern geht vieles viel leichter! 🙂
    Herzlichst Elisabeth

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Elisabeth,

      wie schön wäre es, wenn unsere Handys uns signalisieren würden,
      dass wir gerade eine Zone guter Laune betreten,
      etwa powered by Elisabeth…

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  13. Mo sagt:

    Liebe Elisabeth und lieber Ulf,

    apropos „frohe Lebenseinstellung“:
    Mitunter hege ich den Gedanken, Euch beide gemeinsam unter eine kalte Dusche zu stellen – und Euch dann anschließend die wärmenden Handtücher zu verweigern. 😛

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Mo,

      Du solltest vorsichtig sein, wer andere in die Dusche stellt,
      kann selber nass werden…

      Mir vorzustellen, was Du Dir so vorstellst, erheitert mich.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  14. Elisabeth sagt:

    Lieber Ulf,
    danke dir, das ist ein entzückender Gedanke! *freu* Und powered by Ulf, keine Frage! 🙂
    Ich dusche übrigens gerne kalt – ist das nicht nett!? 😉
    Hab ein wunderschönes Pfingstwochenende!
    Herzliche Grüße von Elisabeth

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  15. Ulf Runge sagt:

    Liebe Elisabeth,

    Dir ebenfalls ein schönes Pfingswochenende…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  16. Mo sagt:

    „Liebe Mo,
    Du solltest vorsichtig sein, wer andere in die Dusche stellt,
    kann selber nass werden…“

    Lieber Ulf,
    Dein Satz, an welches Auge oder Ohr auch immer gerichtet;
    ich werde nicht vergessen, dass ich hier nur Gast bin.

    „Mir vorzustellen, was Du Dir so vorstellst, erheitert mich.“

    Lieber Ulf,
    da hast Du mir ja sehr viel voraus.
    Denn, was Du Dir so vorstellst, wenn ich irgendwelche Vorstellungen von Dir überhaupt mal konkret gelesen habe, erheitern mich nicht immer.

    Aber schön, dass wir beide stets darum bemüht sind, uns einander gedanklich anzunähern.

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Mo,

      das war eine ganz liebevolle Warnung mit dem Nasswerdenkönnen:
      ich weiß das eigener Erfahrung, lach.

      Es ist überhaupt eine schöne Idee, darüber zu spekulieren, was die oder der andere über einen denkt.
      Paul Watzlawick hat das in seiner Anleitung zum Unglücklichsein in der „Geschichte mit dem Hammer“ treffend beschrieben.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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