Ein feuriges 2010!

Leben 542 – Mittwoch, 06.01.10 

Endlich will ich eine mir lieb gewordenen, aber leider etwas eingeschlafene „Tradition“ wieder aufgreifen. Eine Reflexion über einen Spruch aus dem Leitspruchkalender (s.u.).

Warum liest Du hier? Ich vermute mal, weil Du neugierig bist.

Ich vermute mal, weil Du wissen möchtest, was ich „Neues“ zu berichten habe.

Aber möglichst im gewohnten Stil. Der aber möglichst doch irgendwie ein bisschen vielleicht eine winzigkleine Überraschung im Rucksack hat.

Solange Du bereit bist, mit Deinen Sinnen zu fühlen und empfinden, solange Du den Wunsch hast, aufgrund von Gesehenem, Gehörtem, Gespürtem, Geschmecktem, Gerochenem, Gewusstem, Geahntem Dir „Deine Welt“ immer wieder neu zu konstruieren, solange Du den anderen von „Deiner Welt“ erzählen möchtest, solange hält Dich eine Kraft am Leben, von der man als Kind bisweilen gelernt hat, dass sie nicht so gut sei: „Sei nicht so neugierig!“ Oder: „Kinder müssen alles essen, aber nicht alles wissen!“ Schön, dass es heute (fast) umgekehrt ist…

Solange Du bereit bist, Deine Träume zu Deinem Leben zu machen, solange Du bereit bist, wissen zu wollen, wie es denn weitergeht mit Deinen Visionen, Perspektiven, solange wirst Du auch den Weg gehen, der „Dein Leben“ heißt.

Wahrscheinlich ist es egal, ob Du wissen willst, wie es in der nächsten Folge von der Lindenstraße weitergeht oder ob Du gerade dabei bist, ein neues Phänomen aus der Astrophysik erklären zu wollen. Hauptsache Du willst. Willst für Dich. Und willst mit anderen darüber reden, Deine Gedanken austauschen.

Wenn Du diese Antriebsfeder, die Neugierde, zusätzliche noch paarst mit der Suche nach dem Sinn des Lebens, wenn Du Dir Ziele setzst, die Du erreichen möchtest, egal wie alt oder wie jung Du bist, dann hast Du einen Motor, der Dich auf Deiner Roadmap dorthin bringt, wo Dich nur Deine kühnsten Phantasien schemenhaft vermutet hätten. Dann wirst Du nicht suchen, sondern finden.

Du kannst Deine Neugierde mit gugeln befriedigen. Oder Du schließt Deine Augen. Leise. Oder zu Deiner Lieblingsmusik. Oder Du öffnest Deine Augen. Und gehst spazieren. Denkst an nichts. Oder lässt Deinen Gedanken ihren Lauf.

Im Jetzt.

Je mehr Du hier und jetzt Dich einfach Du sein lässt, um so leichter wird es Dir fallen, Deine Neugierde auf die Dinge zu lenken, von denen Du erkennst, dass sie Dir wichtig sind, dass sie auf „Deinem Weg zu Deinem Leben“ liegen.

Ich wünsche Dir immer ein zündendes Streichholz, wenn Du glaubst, dass Du mal an nichts mehr Interesse hast, wenn Du glaubst dass Deine Flamme erloschen ist, wenn Dir Alles und Jeder egal ist. Auf dass dieses Streichholz Deinen Docht namens Neugierde entfachen möge, Dir Deine Lust und Freude am Leben, deine Lebenslust und Lebensfreude bewahrend und fördern möge.

In diesem Sinne wünsche ich Dir ein feuriges 2010!

Herzliche Grüße,

Ulf Runge

© Ulf Runge, 2010

Ich bedanke mich beim Bellaprint-Verlag , Hinterbrühl, Österreich, für die freundliche Genehmigung, den Sinnspruch des Original-Leitspruch-Wochenkalenders als Thema für Beiträge in meinem Blog verwenden zu dürfen. Der Original-Leitspruch-Kalender wird in Deutschland vertrieben von der Impuls-Kalender GmbH.

9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Elisabeth sagt:

    Danke dir, lieber Ulf,
    jetzt hast du mich wirklich neugierig gemacht! 🙂
    Meine Neugierde bringt mich voran und nach und nach wird mein Lebensdurst gestillt, aber niemals dauerhaft – das ist es, was man Leben nennt…
    Und ich finde es immer wieder wunderschön, dass du von einem Verlag zitierst, der in dem Ort südlich von Wien gelegen ist, wo mein Vater geboren wurde, wo ich einen Großteil meiner Kindheit verbrachte und wo das Haus steht, das nun meiner Schwester und mir gehört. Ich überlege immer noch, ob ich draußen wohnen kann/könnte… Die Gegend hat sich stark verändert, ist dermaßen verbaut, dass keine Spielwiesen mehr übrig geblieben sind… Die Wiesen, wo ich schon als Kind nach seltenen Blumen gesucht habe, wie etwa nach dem Kohlröserl oder nach Diptam… Die Wiesen, über die wir ausgelassen gelaufen sind und mit Hunden gespielt haben… Jetzt bin ich ganz schön ins Träumen gekommen… Und ich bleibe neugierig darauf, was noch kommt… 🙂
    Allerliebste Schneegrüße aus Wien zu dir, Elisabeth

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  2. andrea2007 sagt:

    Waoh, lieber Ulf, das sind starke und wunderbare Worte und Wünsche. Du hast recht, ich hab als Kind immer zu hören bekommen: „Sei nicht so neugierig.“ -Ich fühlt mich jedesmal total schrecklich und ungezogen; ich war das Nesthäkchen und meine Schwestern gehörten eher zu den Erwachsenen, das fühlte ich mich ganz schön ausgeschlossen und fragen durfte ich auch nicht… HEUTE geniesse ich meine Neugier, mein Interesse an anderen Menschen, an vielen Dingen und ich frage gern und wenn jemand nicht antworten will, dann muss er es ja nicht.

    Liebe Grüsse und danke für diesen Beitrag, der mir mal wieder klarmacht, dass ich mich nach und nach von alten Glaubenssätzen, die gar nicht meine sind, losgemacht habe! Andrea

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  3. Ulf Runge sagt:

    Liebe Elisabeth, liebe Andrea,

    ihr macht schon ein bisschen baff. Danke für Eure ausführlichen Anmerkungen, eure sehr persönlichen Kommentare. Ich freue mich riesig, dass ich Euch zu diesen Gedanken anregen durfte.

    Liebe Elisabeth,

    ich erinnere mich noch daran, dass ich als Junge wild wachsenden Sauerampfer gegessen habe. Dort, wo heute Wohnsilos stehen und kein „Unkraut“ mehr wächst.

    Kohlröserl und Diptam: Das sind schöne Name für Dinge, die ich nicht kenne. Ich stelle mir gerade vor, wir sind sagen wir mal 40 Jahre weiter, und da erzählt jemand was von Eisbären. Und niemand in der Runde weiß, was das ist. Ob nicht etwa Eisbeeren gemeint sein könnten…
    Träumen ist eine wunderschöne Sache.
    Unter meinen E-Mails steht der wunderschöne Spruch von Victor Hugo:
    Ein Traum ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will.

    Liebe Andrea,

    ist es nicht wunderbar, feststellen zu dürfen, dass man sich von den gut gemeinten Beschränkungen, die bestimmt „gut gemeint“ waren, befreien kann? Es fängt damit an, dass wir in den Spiegel gucken, und nicht das sehen, was wir immer schon gesehen haben, sondern bereit sind für andere Perspektiven. Die uns bisher als Zerrspiegel erschienen sind, bei genauerer Betrachtung aber vielmehr unserem Lebensgefühl entsprechen…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  4. gabaretha sagt:

    Lieber Ulf,
    was für ein treffendes Bild, das sogleich die sinnliche Wahrnehmung Deiner wohlgewählten Worte unterstreicht.
    Vielen Dank für die Erinnerung daran, wie wichtig es ist die Freude am Entdecken und Erfahren täglich zu leben und auch danke für das Zündholz, das ich mir mitnehmen und aufheben möchte.
    Viele liebe Grüße aus dem (abgesehen vom inneren Licht) finsteren Isartal,
    besser und besser,
    Gaba

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  5. Ulf Runge sagt:

    Liebe Gaba,

    ich freue mich, dass Du das Bild mit dem Zündholz aufgreifst.
    Ja, wann immer die Kerze erloschen ist und der Docht kalt geworden,
    habe wir die Möglichkeit, uns selber neu zu entzünden.
    Vom Herzen aus. Vom Verstand aus. Von uns aus.

    Und könne unser Brennen weitergeben…

    Liebe Grüße von der in Schneeerwartung befindlichen Bergstraße,
    Ulf

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  6. Maria sagt:

    Genau das ist mein Lebensgefühl, mein Lebensmotor. Ich hätte es nie so treffend formulieren können. Danke dafür.
    Ich komm von der Blogbibliothek hierher heute, aber ich glaub, ich war schon mal hier. Jetzt kommst Du definitiv in meine Feedliste.

    Liebe Grüsse
    Maria

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Maria, *freu*, nein es muss heißen *feurio*,

      Du machst mich auf Deinen Blog neugierig.

      Schön, dass Du mich über die Blogbibliothek gefunden hast.
      Ich bin Kurt eh noch eine Antwort auf seine Nachricht schuldig,
      wie wir es denn bewerkstelligen wollen, dass die Anzahl derer,
      die regelmäßig Empfehlungen für die Blogbibliothek aussprechen,
      größer wird…

      Danke für die Aufnahme in Deiner Futterliste…

      Liebe Grüße,
      Ulf

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