Wieder einmal im Amo-Koma

Leben 537 – Sonntag, 27.12.09

Die Party ist vorbei. Wobei noch Hoffnung auf Zugabe besteht. So bleiben die Lichter im Saal weiterhin gedämpft. Als ich von hinten umarmt werde…

Einer der schönsten Events des Jahres liegt fast hinter mir. Amokoma im Rex. So gut wie im vergangenen Jahr. Mindestens. Sie sind sich treu geblieben. Spielen Bewährtes. „Friday Night.“ Auch Gerd Hofmann an den Keys darf wieder Werbung machen für sein Gorxheimer Tal und statt George Michael selber „Outside“ singen. Traumhaft auch wieder einmal die Black Eyed Peys Nummer „Where is the love“. Und gegen Ende einer der absoluten Höhepunkte: Das Earth, Wind & Fire Medley. Klasse Instrumentalisten. Aber eben auch starke, sehr starke Vokalisten. Wer mehr über sie lesen, hören und sehen möchte, geht auf ihre Homepage.

Ich müsse jetzt auf die Bühne. Genauer: Wir beide müssten jetzt auf die Bühne. Ich schaue ihn fassungslos an. Er insistiert weiter: Ob ich die drei Fragezeichen kennen würde. Nun, ich will ihm klar machen, dass ich dafür nicht ganz der Jahrgang bin, erkläre ihm aber, dass die drei Fragezeichen meiner Meinung Geschwister von TKKG sein müssten.

Ein geiles Konzert geht zu Ende, wartet auf seine Zugabe. Amokoma waren wieder einmal sehen- und hörenswert. Diesmal gab es ein Highlight, von dem ich vermute, dass ich in ein paar Jahren sagen werde, dass ich diesen Weltstar vor einigen Jahren im Rex das erste Mal erlebt haben durfte. Eine vermutlich hübsch anzusehende junge Frau, die ihr vermutlich wallendes Haar unter einem Stirnband bändigt, die ihr weibliches Äußeres minimalistisch unter einer hochgeknöpften Bluse versteckt, ein gigantisches Gesangtalent, das nur mit seiner Stimme und Gestik prätentiös wahrgenommen werden will, steht auf einmal auf der Bühne und sing Pink. Ist Pink. Eine röhrende Stimme, als sei der große Star persönlich da vorne. Noch mehr aber beeindruckt die junge Künstlerin namens Amalie oder Amelie Sista, Sesta, Sester wie auch immer, mit dem Whitney Houston Titel „Step by step“, wobei sie mich in diesem Augenblick glauben macht, das Original sei von Tina Turner und das Original sei sie selber!!!

Während ich die Situation mit dem Auf-die-Bühne-gehen noch nicht so recht kapiere, mich fast schon in mein „Schicksal“ füge, nun für einen Gag nach oben zu dürfen-müssen, fällt meinem Gegenüber sein Gebiss aus dem Mund. Dafür ist er allerdings zu jung, so dass es bei einer Fast-Ver-Aus-Renkung seines Unterkiefers bleibt. Ob ich etwa einen Blog betreibe, will er wissen. Ich denke mir, was das bitte mit unseren Auftritt auf der Bühne zu tun haben könne, antworte mir selber „Nichts!“ und antworte ihm wahrheitsgemäß: „Ja“. Will sagen, ja, ich betreibe einen Blog. Für mich aufgrund der Dunkelheit nicht erkennbare Röte steigt in sein Gesicht, er meint, wir würden uns kennen, beschreibt mir den präzise Zeitpunkt, Ort und Anlass unseres seinerzeitigen Kennenlernens, ja, er würde immer wieder gerne in meinem Blog lesen, und das mit dem Auf-die-Bühne-gehen, dass sei so ein Spaß von ihm gewesen, den er mit einem „wildfremden“ Opfer mal ausprobieren wollte. Und dass er gerade jetzt an mich geraten sei, also, das sei ihm peinlich. Wir lachen.

Die Zugabe kommt. Sie endet wunderwunderschön mit einer der schönsten Balladen, die uns die Commodores, sprich Lionel Richie, beschert haben: „Feelin‘ like Sunday mornin‘“…

Amokoma ist einfach riesig. Wegen der erstklassigen Instrumentalisten, den außergewöhnlichen Vokalisten, dem genialen Sound, dem ansteckenden Rhythmus, vor allem aber wegen der Freude, der Spielfreude, der Authentizität…

Es waren zwei bezaubernde Kids, die statt meiner auf der Bühne sein durften. Und mit den Großen singen und swingen. Die beiden werden davon hoffentlich noch lange schwärmen…

© Ulf Runge, 2009

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. ??? sagt:

    ich werde schon wieder rot 😉
    Das war wirklich ein super Abend im Rex.
    VG
    Die drei ???

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebes umarmendes Wesen,

      wann immer mir nichts zum Schreiben einfällt, fällt dem Leben etwas ein!

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  2. Mamü sagt:

    Mein lieber Ulf,

    zu Amo-Koma kann ich zwar nix sagen, aber ich wünsche ein Frohes Weihnachtsfest gehabt zu haben. 😉 Ja, ich bin spät, ich weiß, aber besser spät als nie. 🙂
    Sollte ich schon mal… nur für den Fall… hmmm… schon mal einen Guten Rutsch wünschen? Kann ja nicht schaden. Besser doppelt als gar nicht, also wünsche ich schon mal. 😉

    Liebe Grüße,
    Martina

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Martina,

      es ist selten zu früh, aber nie zu spät, so wurde seinerzeit Pitralon beworben.
      Danke für die guten Wünsche, die ebenso gerne an Dich zurück gebe.

      Ich hoffe, dass ich etwas häufiger als in 2009 bei Dir vorbeischauen kann.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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