Fehlt da nicht was?

Leben 532 – Montag, 14.12.09

Gabel, Schere, Licht, sind für kleine Kinder nicht.

Hm, fehlt da nicht was?

Ich versuche mit scharfem Verstand darüber nachzudenken, und mir kommen Bilder.

Von dem nun nachnamenlosen Herrn in der Dreigroschenoper namens Mackie.

Von dem Bericht in der Tageszeitung über eine stecherei, bei der die Tatwaffe ein Fahrten gewesen sein soll.

Von der BMW Isetta, die in den schmitt Kabinenroller in der Nachbarstraße verliebt gewesen sein soll.

Von all den nun traurigen technischen Geräten, dem Temperatur, dem Geschindigkeits und dem Druck.

Von Solingen, das zukünftig nur noch „Stadt der“ genannt wird werden können.

Von Udo Lindenberg, der sehr befremdlich reimen wird: „fremder geruch an deinem körper – wie ein in mein herz“.

Mir könnte jetzt das in der Hose aufgehen, aber ich sage einfach nur:

SWR1 ohne Wolfgang, fehlt da nicht was?

© Ulf Runge, 2009

P.S.: Ein mir ganz besonders ans Herz gewachsener Moderator bei SWR1, Wolfgang Messer, hat „heute Nacht“, sprich am 15.12.09 von 00:00 Uhr bis 05:00 Uhr seine Abschiedssendung. Ich grüße ihn ganz herzlich. Ich werde seine angenehme Stimme und seine sympathische Art, mich durch die Nacht zu begleiten, vermissen. Zum Schluss rufe ich ihm zu: Jeder ist ersetzbar. Aber nicht alle werden vermisst, wenn sie weg sind. Ihn werde ich vermissen.

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ulf Runge sagt:

    und beginnt mit den Worten, dass das die letzte Nacht sei, die er mit uns (HörerInnen) verbringen darf…
    und beginnt mit dem Titel THE LAST TIME von den Stones, das hat Stil

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  2. Mo sagt:

    Ach Ulf,
    ich kann nur Gefühlsduselei in Deinem Text lesen. 😉

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  3. Elisabeth sagt:

    Lieber Ulf,
    das hast du gut auf den Punkt gebracht 😉 Ich dachte schon, der gute Mann wäre gestorben… auch wenn ich verstehen kann, dass du ihn vermissen wirst, das geht mir auch bei Moderatoren so, an die ich mich gewöhnt habe. Aber es kommen andere, die es auch gar nicht mal so schlecht machen und der „alte“ ist schneller vergessen, als man es sich vorher eingestehen würde… 😉
    Liebste Grüße zu dir, Elisabeth

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  4. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    man nimmt immer das wahr, was man sehen und hören möchte.
    Ich wünsche Dir, liebe Mo, wenn Du irgendwann einmal irgendwo servus sagst,
    dass da jemand ist, der es hört. Es erwidert. Den Verlust spürt.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  5. Ulf Runge sagt:

    Liebe Elisabeth,

    hast ja irgendwie recht.
    Die Frage ist, wie bewahren wir uns, was wir nicht vergessen wollen?

    Ich schicke Dir ebenso liebe Grüße,
    Ulf

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  6. Mo sagt:

    Lieber Ulf,
    ich finde es bezaubernd, dass Du mir so einen speziellen Wunsch „aufs Auge drückst“.
    Das regt mich zum Nachdenken an.
    Ist es nicht sehr häufig so:
    Menschen wünschen uns etwas, obwohl sie gar nicht wissen, ob wir selbst auch diesen Wunsch haben?
    Oder anders ausgedrückt:
    Ein Mensch wünscht einem anderen Menschen etwas nach „bestem Wissen und Gewissen“ – einfach so.
    Wirklich „einfach nur so“ ? Oder ist vielleicht damit die Hoffnung verbunden, der andere möge doch bitte ähnlich denken oder fühlen?
    Ulf, Du schreibst in Deinem Kommentar:
    *Liebe Mo,
    man nimmt immer das wahr, was man sehen und hören möchte.*
    Woher nimmst Du diese Weisheit?
    Könnte es nicht auch sein, dass der Mensch genau DAS wahrnimmt, wozu er nach bestem Wissen und Gewissen – und Auffassungsvermögen in der Lage ist – und zwar frei von „gewünschtem Hören und Sehen“ ?

    Gruß – Mo

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  7. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    ich freue mich, dass Du es bezaubernd findest, dass ich Dir einen ganz speziellen Wunsch anheim werden lasse.
    Natürlich gehe ich von meinem Wertesystem aus, wenn ich Dir etwas wünsche, von dem ich vermute, dass es Dir gut täte, wenn die hier im Raum stehende Situation auf Dich zuträfe.
    Nein, ich wünsche mir nicht, dass Du so fühlst wie ich.
    Aber ich könnte mir vorstellen, dass Du auch ein Mensch bist, der gerne Wertschätzung empfängt. Und der das Thema Verlust nicht nur auf der rationalen Seite erlebt.
    Ja, Du hast recht: Wir glauben, dass wir objektiv wahrnehmen. Aber oft genug gibt es eine Wahrheit hinter der Wahrnehnung bei deren Kenntnis wir bisweilen anders urteilen würden als wenn wir nur sehen, hören und lesen.

    Einen schönen 4. Advent noch.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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