gestolpere durch die zeit

Leben 522 – Montag, 30.11.09

 jede woche
will der geschirrspüler
eine füllung salz
von mir

alle vier wochen
will mein wasserfilter
gewechselt werden

mir ist gestern
der ausdruck
„gestolpere durchs leben“
entfahren,

entschleunigung ist angesagt,

schon bald
wird spekulatius ausverkauft sein,
weihnachten vorbei eh der advent beginnt,
die osterhasen warten schon,

wohin fährst du im sommer (schweden, richtig, du sagtest es)

2010 ist schon gelaufen,

wir müssen es nur noch machen

inspiriert durch http://gedankentheater.wordpress.com/2009/11/29/fast/

© Ulf Runge, 2009

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Elisabeth sagt:

    Huch, liebster Ulf *keuch*
    Ist´s nicht so…!? Im Zeitraffer… Gedanken und Erlebnisse eilen vorbei im Eilzugtempo… und wir – leben wir noch? Bleibt Zeit, all das Schöne zu genießen? Ich ziehe die Notbremse…
    Herzlichst Elisabeth

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Elisabeth,

      danke fürs Ziehen an der Notbremse.
      Ich erinnere mich noch gerne an den Tag, als ich bei Cornelius Stüssgen in Köln
      als Schüler als Aushilfe gearbeitet habe.
      Es war Freitag, und ich saß an der Kasse, durfte kassieren.
      Und dann: Stromausfall.
      Im Gegensatz zu heute, wo man dann jemanden bräuchte, die oder der die Barcodes lesen könnte,
      und Kopfrechnen sowieso, holte ich einen Bleistift und einen Block Papieeine

      Lange Schlangen an den Kassen und einer – also ich -,
      an dem alle vorbeimussten, wenn ich denn mit meiner Grundrechenartenrechnerei auf dem Zettel fertig war…

      Das war ein Höllenstress damals.
      Und doch hatte es was von Entschleunigung. Will sagen:
      Ist nicht gerade der höchste Stress die Chance,
      durch Innehalten die Kraft zu schöpfen fürs geordnete Weitergehn?
      Statt nur weiterzustolpern.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  2. Sabine sagt:

    Jo, lieber Ulf
    🙂
    manchmal muss man schon aufpassen, dass man lebt – anstatt gelebt zu werden …

    Eine schöne Woche wünscht
    Sabine

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  3. Ulf Runge sagt:

    Liebe Sabine,

    das ist eine treffende Frage, die Du da aufwirfst:
    Lebst Du schon, oder wirst Du (noch) gelebt?

    Liebe Grüße und ebenfalls eine schöne Restwoche,
    Ulf

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  4. Mo sagt:

    Hallo lieber Ulf,
    ich hatte bisher Glück mit den Begegnungen in meinem Leben.
    Ich traf auf wunderbare und wundersame Menschen.
    Glück insofern:
    Ich traf bisher auf Menschen, die alle geneigt waren, sich ihre Authentizität zu bewahren – um sie zu kämpfen, wenn es sein muss.
    Anders ausgedrückt:
    Ich traf auf Menschen, die das Leben lieben, manchmal stolpernderweise, aber authentisch – was für ein Glück.

    Gruß – Mo

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Mo,

      ich freue mich für Dich, dass die Menschen, die Dir begegnet sind, von Dir als authentisch empfunden worden sind und werden.
      Das ist wirklich ein Glück!

      Liebe Grüße,
      Ulf

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