Das Geschäftsessen

Leben 502 – Montag, 12.10.09

Man kannte sich nur vom Telefon. Hatte einige wenige Geschäfte zur gemeinsamen Zufriedenheit abgewickelt. Und nun wollte man sich endlich mal kennenlernen. Brunos Kollege hatte ihn auf die E-Mail des Lieferanten aufmerksam gemacht, der sich für heute Mittag angesagt hatte.

Bruno wollte seinen Kollegen noch angesprochen haben, wohin sie denn mit dem Lieferanten essen gehen würden. Italienisch? Oder zum Thai um die Ecke? Egal. Hauptsache was zum Beißen.

Brunos Magen knurrte schon heftig, es war fünf vor eins, und draußen kündigten dunkle Wolken einen heftigen Regenguss an. Also mal lieber den Schirm mitnehmen, dachte sich Bruno und ging zum vereinbarten Treffpunkt am Gebäudeeingang.

Die beiden Herren von der Lieferfirma warteten dort bereits und Bruno tauschte mit ihnen, solange man noch auf seinen Kollegen wartete, erste Höflichkeiten und die Visitenkarten aus.

Als Harry leicht verspätet auftauchte, begrüßte Bruno ihn mit den Worten: „Wir haben uns noch gar nicht abgestimmt, wohin wir gehen!“ Und zu den beiden Herren gewandt: „Oder haben Sie etwa einen Vorschlag?“

„Och, wir sind da ganz anspruchslos! Wir brauchen nur einen Tisch zum Drumrumsitzen. Wir haben für Sie zwei Ausdrucke von unserer Präsentation!“

Während Bruno immer noch gedanklich dabei war, die verschiedenen Restaurants zu sortieren, kapierte Harry ziemlich schnell und schlug vor: „Wir können ja in mein Büro gehen!“

© Ulf Runge, 2009

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Maria H sagt:

    Lieber Ulf!

    Hätte es sich bei den Lieferanten um Franzosen gehandelt, wäre Bruno zu seinem Essen gekommen.
    Dort werden Geschäfte immer bei einem ausgedehnten Essen ausgehandelt 🙂

    Liebe Grüße
    Maria

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  2. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria,

    und das hätte vermutlich den ganzen Nachmittag ge-kost-et…

    Und wahrscheinlich zu einem KÖST-lichen Geschäftsabschluss geführt.

    Ich finde, die Handelsbeziehungen mit Frankreich gehören intensiviert…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  3. Maria H sagt:

    Lieber Ulf,

    das stimmt, ich hatte einen Onkel der Franzose war. Daher kenn ich mich ein wenig aus.
    Ich habe sehr schöne Erinnerungen an ihn.

    Liebe Grüße
    Maria

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  4. Ulf Runge sagt:

    Liebe Maria,

    ich freue mich, Deinen schönen Erinnerungen an Deinen Onkel einen Impuls gegeben zu haben.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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