Mut

Leben 431 – Sonntag, 17.05.09

Du bist mutlos? Kraftlos? Verzweifelt?

Du wirst Deine Gründe dafür haben. Du bist unheilbar krank. Du weißt finanziell nicht weiter. Du musst mit ansehen, wie ein von Dir geliebter Mensch selbstzerstörerische Wege geht. Oder Du hast einen anderen Grund, tieftraurig zu sein.

Und jetzt will ich Dir was von Mut erzählen? Von Zukunft? Perspektive? Ohne dass ich einen blassen Schimmer von Deiner Situation habe.

Nein, ich werde Dich nicht auffordern zu lächeln. Ich werde Dich nicht auffordern, positive Ausstrahlung zu haben. Zu Dir selber nett zu sein. Nein, das tue ich nicht.

Aber ich werde Dich fragen, und zwar jetzt, ja, ich frage Dich jetzt, ob Dir ein ganz besonderes Geheimnis bisher verborgen geblieben ist? Das Geheimnis, dass die Lösung Deiner Probleme womöglich in Dir selber liegt. Das Geheimnis, dass das Ungeheuerliche, mit dem Du Dich auseinandersetzen musst, Dir geschickt worden ist, nicht um daran zu zerbrechen, sondern um daraus noch mehr Größe zu schöpfen.

Auf dass Du wächst. Um zu erkennen, dass es da noch andere gibt, die auch ganz übel dran sind. Denen Du helfen kannst, indem Du sie wahrnimmst, ihnen von Dir erzählst. Ihnen Mut machst. Zu erkennen, dass das alles wohl einen Sinn hat.

Ich wünsche Dir liebe Menschen, die Dir Mut machen. Ich wünsche Dir viele Menschen, denen Du Mut machen wirst.

Hinweis: Kai-Jürgen Lietz ruft auf zum Mutmachertag am 17.06.2009. Für unsere Wirtschaft. Das unterstütze ich gerne. Die Einschränkung auf unsere Wirtschaft möchte ich allerdings so nicht stehen lassen. Lasst uns in allen Lebensbereichen akzeptieren, was ist. Lasst uns Beistand annehmen. Um zu überwinden. Und Beistand geben. Um überwinden zu helfen.

© Ulf Runge, 2009

15 Kommentare Gib deinen ab

  1. Mo sagt:

    Guten Morgen lieber Ulf.
    Du liest Dich ja wie ein beherzter Priester,
    der seine Schäfchen ins Trockene bringen möchte.
    Aber, lieber den inneren Priester, anstatt den inneren Schweinehund.
    Es stimmt schon, Mut zum Mut ist gefragt.

    LG, Mo

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  2. seelenworte sagt:

    Lieber Ulf,
    mir geht es zur Zeit ziemlich mies. Und dann lese ich, was Du schreibst. Plötzlich treibt mich was an den PC, nach Post zu gucken, in einem anderen Account als meinem üblichen. Und da ist eine Antwort, die ich von Jemand sehr erhofft habe. Eine Antwort, die mir genau das aufzeigt, was Du schreibst. Das Verborgene, was nicht stimmt in meinem Ich momentan. Das, was ich nicht gefunden habe, nicht erkannt. Das paßt wieder alles so schön zusammen. Ich glaube nicht an Wunder, nur an Bestimmung. Nenne es von mir aus auch Gott, ist egal. Wollte Dir nur sagen, Dein Eintrag heute und danach gleich das, was ich „bekommen“ habe – es paßt so gut zusammen. Vom Leben gelenkt.
    Liebe Grüße!

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  3. Mamü sagt:

    Lieber Ulf,

    ein schöner Beitrag, der Mut macht.
    Auch wenn ich nicht daran glaube, dass bestimmte Dinge an denen man zu verzweifeln droht, geschickt wurden, damit man daran wächst. Dieser Gedanke wäre mir zu grausam, würde mich zweifeln lassen. Ich sehe das etwas anders herum. Es gibt Dinge, die passieren, weil sie eben passieren. Aus keinem bestimmten Grund. Das Leben besteht nun mal aus Freud und aus Leid. Aber es liegt an mir, ob ich daran zerbreche oder ob ich daran wachse. Was mache ich daraus. Stehe ich wieder auf, wenn ich gefallen bin oder bleibe ich liegen. Verwandle ich die Krise in eine Chance? Ja, das Geheimnis der Lösung liegt in mir verborgen. Es ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich zu wachsen.

    Liebe Grüße,
    Martina

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  4. Elisabeth sagt:

    Lieber Ulf,
    du bist WUNDERbar!!! Und schreibst es genauso, wie es ist – was auch immer passiert, wie ich damit umgehe, was ich daraus mache, aus welchem Blickwinkel ich es betrachte, liegt ganz allein in meiner Verantwortung… Das macht Mut, danke dir! Denn du hast mich daran erinnert, was alles in mir liegt, so viel… und gut genug, um ganz schön viel Mut zu machen!
    ♥-lichst Elisabeth 🙂

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  5. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mo,

    es mag befremdlich, kitschig wirken,
    wenn ich Gedanken äußere, die eines Priesters,
    egal welcher Religion, würdig sind.

    Wunderschön, was Du in der letzten Zeile schreibst:
    „Mut zum Mut ist gefragt.“

    Und wir alle können einander die Antwort auf diese Frage. Wir können einander Mut machen, Mut zum Mut zu haben.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  6. Ulf Runge sagt:

    Liebe Ellen,

    es hat nur wenig mit mir zu tun, dass Dir das passiert ist. Es hat wohl mit Dir zu tun.

    Dass Du eine „Bestellung beim Universum“ aufgegeben hast. Womöglich war der mir nicht bewusst bekannte Auftrag, Dir die Idee zu geben, ob da nicht etwas für Dich angekommen sein könnte.

    Das Gesetz der Anziehung funktioniert. Aber nur, wenn wir bereit sind, unverkrampft zu sein. Loszulassen.

    Und wenn wir bereit sind zu erkennen, dass die Lieferung ein bisschen anders aussehen als vermeintlich bestellt. Dass es mitunter eine Frage der Perspektive ist zu erkennen, dass die „Lieferung“ „okay“ ist.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  7. Ulf Runge sagt:

    Liebe Martina,

    das Bild des Fallens, des Wiederaufstehens, das ist eines der Schlüsselthemen.

    Wann immer „es“ uns runterzieht, wann immer wir uns runterziehen „lassen“, dürfen wir nicht den Glauben daran verlieren, dass das Aufstehen, dass das Zueinanderstehen, dass das Verstehen unsere Bestimmung ist. Und dass wir uns dabei auch helfen lassen dürfen.

    Sieh die Ursächlichkeit für die Herausforderungen des Lebens ruhig anders als ich. Am Ende werden wir uns beide – ohne Unterschied – fragen, was machen wir daraus? Was lernen wir? Wie bringt uns eine Anstregung weiter?

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  8. Wally sagt:

    Lieber Ulf

    Was du da schreibst, spiegelt in gewisser Weise meine Lebenseinstellung wider. Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass all das, was wir an Leid erfahren auf irgendeine Weise einen tieferen – wenn auch oft nicht sofort erschließbaren – Sinn hat. Sei es das eigene, oder das Leid von anderen, das andere oder mich selbst aufrüttelt, zum Nachdenken bringt, das Leben bewusster werden lässt. Ebenso bin ich immer der festen Überzeugung gewesen, dass jeder Mensch in seinem Leben „sein Päckchen zu tragen hat“ , ihm aber nie mehr aufgebürdet wird, als er ertragen kann. Und dass der Sinn dieses aufgebürdeten Päckchens ist, an sich selbst zu wachsen, stark zu werden, für sich selbst, und andere.
    Sicherlich ist das Ansichtssache. Aber ich empfinde es so. Und diese Sicht der Dinge hat mir schon oft geholfen Schicksalsschläge zu verkraften.

    Liebe Grüße
    von Wally

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  9. Ulf Runge sagt:

    Liebe Elisabeth,

    danke für Deinen WUNDERbaren Kommentar.
    Es hat an Dir gelegen, meinen Beitrag so zu interpretieren!

    Du warst bereit, Dich an Deine eigene Kraft erinnern lassen zu wollen.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  10. Ulf Runge sagt:

    Liebe Wally,

    ich sehe das wohl auch so wie Du.
    Wobei mir das nicht uneingeschänkt leicht fällt.
    Es gibt Begebenheiten und Zeiten, die möchte man gerne missen. Und doch gehören sie zu einem.

    Ich habe bei Eugen Simon in seinem Gedankendoping eine schöne Übung gelernt, wie man die negativen Assoziationen an Menschen loslassen kann, ohne die Erinnerung an diese Menschen zu tilgen. Er nennt es den E.A.L.E. Prozess: Einladen, Ausladen, Loslassen, Entlassen. (Mehr zu Eugen Simon unter: http://www.gedankendoping.de)

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  11. makochou sagt:

    Lieber Ulf,

    schon viele Kommentare, wie ich sehe.
    Allgemein zu den Kommentaren, ich sehe das so, dass alles einen Sinn, einen Grund und einen Zweck, hat. Sowohl die Leider als auch die glücklichen Zeiten.
    Das mit dem Päckchen auf dem Rücken, diese Vorstellung, habe ich schon des Öfteren gesehen auch in Zusammenhängen, die mir sehr wichtig sind, kann mich mit dieser Vorstellung jedoch nicht anfreunden.

    „Das Leben soll kein uns GEGEBENER,
    sondern ein von uns GEMACHTER
    Roman sein.“
    (Novalis)

    Das ist meine Einstellung. ‚Mut zum Mut‘, ist eine wirklich schöne Aussage von dir, Mo. Sie passt gut.

    Dein Text ist gut geschrieben, Ulf.
    Egal in welcher Situation man gerade feststeckt, man sollte auch sein Innerstes, seine Seele berücksichtigen und ehrlich zu sich sein und mal hineinhorchen. Oft ist das schon ein Schritt in die Richtung der Lösung. Man sollte Mut zu seiner eigenen Wahrheit haben und dann den Mut, es anderen weiterzugeben.

    Liebe Grüße, Makochou

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  12. Ulf Runge sagt:

    Liebe Makochou,

    das gefällt mir ganz besonders an Deinen Anmerkungen:

    … und dann den Mut, es anderen weiterzugeben…

    Das erste Thema ist wirklich, dass wir stetig danach streben, zu uns selbst zu finden.
    Und es dann zu unserem Ding machen, andere zu ermutigen zu sich selbst zu finden.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  13. andrea2007 sagt:

    Lieber Ulf, Du schreibst mir aus dem Herzen. Sowohl mit dem, was Du NICHT sagen wirst, als auch mit dem, was Du sagst. Wenn es jemandem wirklich schlecht geht, nützt es nichts, zu sagen, das wird schon wieder oder Du musst einfach positiv denken…diesen Menschen an seine eigenen Fähigkeiten zu erinnern, diese hervorzuholen, ja das ist meiner Meinung nach der richtige Weg. Für ihn da sein, aber ihm nicht alles abnehmen. Mut machen – mmh, so wie Du es schreibst fühlt es sich richtig an und diesen Gedanken werd ich heute mit in den Tag nehmen- danke… Liebe Grüsse Andrea

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  14. Ulf Runge sagt:

    Liebe Andrea,

    danke für Deine Worte. Ich freue mich, dass mit dem von mir NICHT-Gesagten ebenso konform gehst wie mit dem, was ich äußere.

    Du schreibst, dass Du dieses Mutmachgefühl mit in den Tag nehmen wolltest. Ich hoffe, es hat Dir noch einen Tick mehr Kraft gegeben als sonst. Und die anderen um Dich herum spüren lassen, dass Deine Zuversicht ansteckend ist.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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