Zufällig? Unzufällig!

Leben 371 – Sonntag, 25.01.09

Zufällig habe ich vor wenigen Tagen eines der Stöckchen entdeckt, die ich (leider) noch nicht aufgegriffen habe, aus denen ich noch nichts „gemacht“ habe. Zufällig? Ich danke schon jetzt Elisabeth, dass Sie mir seinerzeit dieses Stöckchen zugeworfen hat.

Zufällig bin ich vor Monaten über Ulrike Sennhenn auf Eugen Simon gestoßen. Um dann im vergangenen Oktober sein Sprungbrett-Seminar zu besuchen. War für ein tiefgehendes Erlebnis!

Zufällig bin ich auf der Suche nach einem Hinweis, wann denn der Filmbericht über diese Veranstaltung im Fernsehen gesendet wird, auf André Loibl gestoßen. Um mich in seinen Momo-Verteiler aufnehmen zu lassen. (Momo = Montags-Motivation)

Zufällig habe ich nach (unerwähnt bleiben wollendem Duschen und Anziehen,) Bauhof, Reinigung, Bäcker, Markt, Bank, Metzger, Mittagessen, Espresso, Hundeschule, Südsupermarkt, Nochnsupermarkt, Apotheke, Espresso, Wohnungsputz heute mal in die Post reingeguckt, in die elektronische, um dort einen TV-Hinweis von André zu finden. Uhrzeiten waren keine ersichtlich, nur Links, und so war es wohl auch nicht eilig.

Zufällig nach Abendessen und Weiterrumbosseln in der Wohnung guck ich mir die E-Mail von André noch mal an, folge dem Link auf seinen Blog, um mich dann der Frage gestellt zu sehen, ob ich jetzt mal eben 2 Stunden Zeit hätte, ein sehenswertes, wichtiges Video anzugucken.

Ich möchte mal feststellen: Im Radio laufen Musik- und Textbeiträge, die in der Regel auf maximal fünf bis sechs Minuten begrenzt sind. Wegen Umschaltgefahr. Blogbeiträge, die unsere Aufmerksamkeit länger als sieben oder acht Minuten strapazieren, laufen ebenfalls Gefahr, weggezappt, nein, falsch, weggeclickt zu werden. Ich soll jetzt zwei Stunden Lebenszeit verballern!

Es ist kurz nach neun Uhr Abend, und niemand will was von mir. Kein Mensch, kein Hund, kein Telefon.

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Zufällig sind jetzt zwei Stunden vergangen, wie im Flug, und ich bin begeistert. Kann wirklich nur empfehlen, sich dieses Video „reinzuziehen“! Aktiv. Mit Bleistift und Papier. Und etwas Toleranz walten zu lassen beim Sehen und Hören.

Toleranz. Erstens. Der Vortragende ist sehr suggestiv, was nicht jederfraus oder jedermanns Art ist. In Deuschland beschleicht uns bei einem derartigen Vortragsstil immer sehr leicht ein ungutes Gefühl.

Toleranz. Zweitens. Hier geht es darum, reich zu werden. In Geld. Ich adaptiere das gerne auf alle Bereiche, in denen man sich reich fühlen kann. Ohne auf Focus Geld verzchichten zu wollen.

Toleranz. Drittens. Wir können uns immer wieder die Frage stellen, ob unser Lebensstandard nur deshalb so hoch ist, weil wir die weniger entwickelten Länder ausbeuten. Oder wir können uns T. Hark Eker’s Einstellung zu eigen machen, dass, (vor allem) wer reich ist, auch in der Lage und erst recht auch verpflichtet ist zu helfen.

Für mich am beeindruckendsten war die Aussage, dass wir nicht die Frage stellen sollten, wie wir (möglichst schnell) reich werden können. Sondern dass wir zum Problemlöser und Helfer für möglichst viele Menschen werden sollen und müssen, wenn wir denn reich werden wollen.

Anderen helfen, mehr noch als bisher. Das klingt gut. Ohne Kalkül auf „return of investment“. Selbstlos. Und dann einfach Geduld haben. Den Rest „besorgt“ das Leben. Und dann bist Du auf einmal reich. Auf eine Weise, bei der ein Sechser im Lotto womöglich vor Neid erblasst. Während T. Harv Eker hier sehr konkret materiellen Reichtum meint, schließe ich selbigen nicht wirklich aus, erweitere den Reichtum aber gerne um zwischenmenschliche Ebenen und um den Aspekt, mit sich selber im Einklang zu sein, intrinsisch glücklich zu sein.

Hinweis: Die Tonqualität ist mäßig. Und das Englisch ziemlich amerikanisch. Das mit der Tonqualität löst ein Kopfhörer selbst minderer Qualität. Das kaugummienglisch ist eine Frage der Gewöhnung. Nach 10 Minuten bist Du im Klang und Tonfall drinnen.

Und nun zu! Nimm Dir zwei Stunden Zeit. Du wirst nichts wirklich Neues erfahren. Aber Du wirst anschließend eine Kraft und Energie spüren, die Dir für mindestens eine neue Woche Elan gibt. Dich aus Deinem Sessel reißt. Dich froh macht, wenn Du einen Lebensbereich entdeckst, in dem Du Dich gerade nicht so wohl fühlst. Weil, genau hier geht die Post ab für Dich in den nächsten Tagen.

True or true? True!

Zufällig? Nein! Unzufällig! Ich werfe dieses Stöckchen, das ich von Elisabeth erhalten habe, allen zu, die diesen Beitrag bis hierher gelesen haben.

© Ulf Runge, 2009

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Elisabeth sagt:

    Zufällig, lieber Ulf, habe ich das Stöckchen hier zwar wieder gefangen, werde aber zufällig nicht nochmals darüber schreiben 😉
    Trotzdem finde ich es sehr nett von dir, dass du es irgendwo hervorgekramt hast *lach*
    Alles Liebe und einen schönen Sonntag dir noch,
    Elisabeth

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  2. Mo sagt:

    Guten Abend lieber Ulf.
    Ich möchte mir eine Frage erlauben:
    Was ist eigentlich aus dem Ulf Runge geworden, der sich in der Rubrik „Über mich“ beschreibt?
    Was ist mit Poetry Slam und Laufen?
    Lieber Ulf, zurzeit lese ich einen Ulf Runge, der sich für alles zu begeistern versucht, einen Ulf Runge der zahlreiche Links in seine Beiträge einbaut, fast mehr Links als Text *lächel.
    Deine Texte haben sich verändert lieber Ulf. Gibt es die alten Begeisterungen von früher nicht mehr?

    LG, Mo

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Mo,

      danke für Deine berechtigte Kritik.
      Alles weitere unter Blibi Blinkebaum…

      Liebe Grüße,
      Ulf

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  3. Astraryllis sagt:

    Ich schließe mich Mo an. In den letzten Monaten hast Du Dich verändert und es macht mir persönlich noch mehr Freude bei Dir im Blog zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Astraryllis.

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    1. Ulf Runge sagt:

      Liebe Astraryllis,

      ich freue mich, dass Du wie Mo eine Veränderung bemerkt hast.
      Alles weitere unter Blibi Blinkebaum.

      Liebe Grüße,
      Ulf

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