Think positive

am

Leben 323– Sonntag, 05.10.08

Wenn das einzig Positive am heutigen Tag der Pluspol Deiner Autobatterie war,

think positive!

Wenn das einzig Positive am heutigen Tag Dein Rhesus-Faktor war,

think positive!

Wenn das einzig Positive am heutigen Tag Dein HIV-Virus war,

think positive!

Wenn das einzig Positive am heutigen Tag Dein klinischer Befund war,

think positive!

Wenn das einzig Positive am heutigen Tag war, dass alles für irgendwas gut ist,

think positive!

Wenn das einzig Positive am heutigen Tag war, dass Du positiv denken sollst,

think positive!

Gut,

dass es außer den Dingen, bei denen man sich sagt: „Think positive!“,

auch noch Dinge gibt …,

… die einfach nur so …
schön sind,

… einfach nur so …
gut,

… einfach nur so …
positiv.

Nachhaltige Eindrücke,
stimmige Wahrnehmungen,
liebevolle Menschen.

Positives.

© Ulf Runge, 2008

18 Kommentare Gib deinen ab

  1. Gaba sagt:

    Lieber Ulf,
    was für ein schöner und positiver Denkansatz 😉
    Der zweite Schritt heißt für mich dann immer: „und wie kann ich es noch besser haben?“ (machen,erleben,fühlen usw.)
    Positive Grüße aus dem Isartal,
    besser und besser,
    Gaba

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  2. Guten positiven Morgen lieber Ulf!
    Nachdem UNSER Morgen hier heute mal wieder eine einzige Explosion war mit unserem Ältesten, frage ich mich gerade, was DARAN nun positiv war … 😯 … Aber auch dies wird seinen Sinn haben.
    Liebe Grüße
    Ellen

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  3. Elisabeth sagt:

    Lieber Ulf,
    wow, harte Bandagen, aber mit einem Lächeln im Gesicht und genug Lebenswillen und Lebensfreude zum Überlaufen gehts voran in eine gute Richtung 🙂
    Das Leben ist ernst genug – danke dir, lieber Ulf, für deine humorvollen Ansichten und Einsichten!!!
    Liebste Sonnengrüße von Elisabeth

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  4. Sabine sagt:

    Lieber Ulf,

    ich möch dir gern mit einem meiner Lieblingsgedichte antworten:

    😉

    Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden

    Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden,
    in welchen meine Sinne sich vertiefen;
    in ihnen hab ich, wie in alten Briefen,
    mein täglich Leben schon gelebt gefunden
    und wie Legende weit und überwunden.

    Aus ihnen kommt mir Wissen, daß ich Raum
    zu einem zweiten zeitlos breiten Leben habe.
    Und manchmal bin ich wie der Baum,
    der, reif und rauschend, über einem Grabe
    den Traum erfüllt, den der vergangne Knabe
    (um den sich seine warmen Wurzeln drängen)
    verlor in Traurigkeiten und Gesängen.

    Rainer Maria Rilke (1875-1926)

    Einen stillvergnügten Montagabendgruß
    von
    Sabine

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  5. Ulf Runge sagt:

    Liebe Gaba,

    ich war ehrlich gesagt versucht,
    den empfundenen Frust siegen zu lassen und den Text
    vor dem „Gut,“ enden zu lassen.
    Voll von negativer Botschaft.
    Und dann habe ich mir gedacht, nein,
    ich drehe den Spieß um,
    mache aus dem Frust was Positives.
    Schön, dass Du vor allem diese Aussage
    empfunden hast.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  6. Ulf Runge sagt:

    Liebe Ellen,

    ja wofür alles gut ist, das fragen wir uns immer wieder.
    Nimm Deinen Frust und überlege Dir, was er Dir sagen will.
    Und sei sicher: Er hat Dir was zu sagen.
    Sage ich ganz bescheiden…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  7. Ulf Runge sagt:

    Liebe Elisabeth,

    Du hast die „harten Bandagen“ wohl wahrgenommen,
    und zugleich auch die positive Botschaft.

    Danke.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  8. Ulf Runge sagt:

    Liebe Sabine,

    ich bin literaturmäßig ja ein Kunstbanause und genieße es,
    dass Du mich in so ein schönes Gedicht eintauchen lässt.

    Weisheit pur, die Du hier eingestellt hast.
    Danke.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  9. Sabine sagt:

    gern geschehen

    Marathonlauf beendet 😉

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  10. Ulf Runge sagt:

    Liebe Sabine,

    es ist mir ein echtes Anliegen,
    auf die Kommentare zeitnah einzugehen (wie Du siehst),
    wobei ich das derzeit wirklich nicht schaffe.
    Geschweige denn, mich bei „Euch“ zu verweilen.

    Aber auch das kommt wieder.

    Und dieser Marathon war für mich eine schöne Pflicht.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  11. Sicht-Feld sagt:

    Lieber Ulf,
    genau, manchmal muss man sich nur die Ruhe nehmen und mal darüber nachdenken, wie viel Gutes es im Leben gibt. Es gibt so viele Gründe, sich zu freuen und dankbar zu sein, das übersieht man nur so leicht, weil Negatives irgendwie immer viel schwerer in die Waagschale zu fallen scheint. Warum eigentlich?
    Klar, es ist manchmal schwer genug, sich aufzuraffen und sich an das Positive im Leben zu erinnern. Aber das ist es doch Wert, oder?! Wobei ich sagen muss, dass ich viele Menschen kenne, die ich dafür bewundere, dass sie trotz härtester Schicksalsschläge nicht ihre Freude am Leben und ihren Mut verlieren. Ich denke, das ist auch ein Stück Arbeit an sich selbst…
    Liebe Grüße,
    Mareike

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  12. tshalina sagt:

    Konnte ich heute gut gebrauchen! Danke für das Posting!

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  13. Ulf Runge sagt:

    Liebe Mareike,

    danke für Deine Anmerkungen.
    Denen kann, möchte ich nichts hinzufügen.
    Genau darum geht es.
    Gerade dann, wenn man nicht weiß, wohin mit seinem Frust…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  14. Ulf Runge sagt:

    Liebe Tshalina,

    ja es gibt Tage, da …
    … da sollte man bei mir mal stöbern, statt frustig zu sein 🙂
    … da sollte man ein Buch in Hand nehmen, das einen ablenkt,
    … oder ein Buch mit weisen Worten und Erzählungen (da sollte jede/r mindestens eines haben)
    … oder einfach nur ein schönes Bilder-Buch.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  15. Mamü sagt:

    Lieber Ulf,

    ich habe diesen Positiv-Beitrag jetzt schon mehrmals gelesen. Nie wusste ich, was ich darauf schreiben sollte. Auch jetzt weiß ich es nicht wirklich. Immerhin hat mir schon die erste Zeile ein Lächeln entlockt. 😀

    Ich frage mich, MUSS man den jeden Tag positiv denken/drauf sein? Gibt es nicht auch Tage, wo alles einfach nur Sch… ist? (Pünktchen deshalb, weil solche Worte nehme ich nicht in den Mund, selbst wenn es so ist. 😉 ) Darf man dann nicht einfach auch ehrlich sein und es kundtun, dass es so ist? Hmmm… Es ist ja auch nicht 24 Stunden lang Tag, sondern es gibt auch die Nacht. Lebt das Positive nicht gerade auch vom Negativen? Gäbe es nichts Negatives, bräuchte es das Wort Positiv gar nicht geben. Na ja, und positiv ist ja nicht immer was Gutes, wenn ich da an HIV denke. 😉

    Was hat das jetzt mit deinem Beitrag zu tun? *seufz* Keine Ahnung. Ich schreibe hier einfach, was mir gerade so in den Sinn kommt. Vielleicht ist es nicht Sinn sondern Unsinn. Aber… auch das muss es geben. 😉
    Da fällt mir der Satz ein: Alles Negative hat auch was Positives… Nee, das sehe ich nicht so. Manchmal ist eine Ente einfach nur eine Ente und nichts anderes, und so sehe ich das mit dem Negativen auch. Manchmal ist negativ einfach nur negativ. So! Und warum auch nicht. Nicht alles hat einen doppelten Boden. Und ich weigere mich, immer krampfhaft Positives sehen zu müssen. *trotzigmitdemFußaufstampf* Es gibt Dinge, die kann man nicht schön reden. Da hilft gar nix mehr. Es gibt Tage, da will ich einfach nur grau oder noch besser potteschwarz sehen, um der Situation gerecht zu werden, weil es eben so ist. Bunt ist dann wieder morgen dran. 😉
    Wozu gibt es sonst die ganze Bandbreite von Gefühlen und Worten, wenn man nur ein einziges davon brauchen würde? 😉

    Liebe Grüße,
    Martina

    P.S. Sagte ich in dem Wirrwarr eigentlich, dass mir dein Positiv-Beitrag gefällt? 😀

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  16. Ulf Runge sagt:

    Liebe Martina,

    ich hatte wirklich nur den Frust rausgeschrieben.
    War schon geneigt, nur diesen zu veröffentlichen.
    Als ich mir dann noch einmal überlegt habe,
    dass es da welche gab und gibt, die mich aufgefangen haben.

    Wenn das nichts Positives ist?!

    Wenn dann mal niemand da ist, der Dich auffängt,
    ja dann ist ein Sch-Tag ein Sch-Tag.
    Da kann man Worte verlieren wie man will.

    Wobei wir ja auch bei einem Sch-Tag einen Cut, wie der Deutsche sagt,
    machen können. Uns ein Stopp-Signal geben. Und sagen, mehr Sch…
    lass ich nicht an mich ran.
    Und tun uns was Gutes.
    Nicht weil wir was „Positives“ brauchen.
    Sondern weil wir es uns einfach schuld und wert sein sollten…

    Liebe Grüße,
    Ulf

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  17. Mamü sagt:

    Lieber Ulf,

    „…dass es da welche gab und gibt, die mich aufgefangen haben.“
    Das stimmt natürlich. Ich muss zugeben, da habe ich im Moment nicht dran gedacht. *schäm* Es macht das Negative zwar nicht positiv, aber dass da jemand ist, der mich dann festhält… ja, das ist natürlich etwas Positives im Negativen. Manchmal sieht man das vor lauter Schmerz gar nicht.
    Und an dem Cut, ja da sollte ich unbedingt dran arbeiten. Du hast Recht, irgendwann ist Schluss. Wir sind schließlich nur Menschen und Menschen haben Grenzen. Ich werde mir jetzt auf einen Zettel „Cut“ schreiben und ihn sichtbar hier aufhängen, damit ich immer dran denke. Danke.

    Und du und die anderen hier in unserer kleinen Blogwelt sind auch was Positives. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

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  18. Ulf Runge sagt:

    Liebe Martina,

    danke für Deine Anmerkungen. Es freut mich, dass Du das mit dem „Cut“ für Dich
    zu übernehmen versuchen wilst.

    Liebe Grüße,
    Ulf

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