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Archive for April 2008

Big Bang (Abkündigung)

29. April 2008 4 Kommentare

Leben 251 – Dienstag, 29.04.08

Liebe Leserinnen und Leser,

die nächsten Tage werde ich mich wohl nicht von hier melden können.
Es wird wohl eine Woche dauern, bis diese ungeplante Auszeit um ist.

Ich bedanke mich für die jüngsten Kommentare und grüße herzlich
mit einem Vers aus einem Gedicht von Dietrich Bonhoefer:

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Herzliche Grüße,
Ulf Runge

Big Bang (Ankündigung)

28. April 2008 7 Kommentare

Leben 250 – Montag, 28.04.08

Darüber, wie es kam, dass ich „Plötzlich Blogger“ wurde.

Darüber, dass ich mich seit 366 Tagen Blogger nennen darf.

Darüber wollte ich schreiben. Hier und jetzt.

Anderes war / ist wichtiger.

Doch über Big Bang will ich diese Woche noch schreiben.

Meine Laudatio auf ein Jahr Bloggerei lässt noch wenige Tage auf sich warten. Aber sie entsteht gerade. Im Kopf. Und auch schon ein bisschen auf den Tasten…

© Ulf Runge, 2008

Niko

28. April 2008 6 Kommentare

Leben 249 – Montag, 28.04.08

Während wir in der Gaststätte sitzen, erzählen, trinken, essen, Rindfleisch essen, direkt beim Bauern eingekauftes Rindfleisch essen…

Während wir also da sitzen, passiert im Nachbarhaus, im Nachbarstall ein Wunder. Wie schon unzählige Male zuvor. Und doch hier wie beim Menschen ein Wunder.

Kinder eines genialen Gedankens. (Das ist nicht von mir, darüber schreibe ich sehr bald mehr.)

Und da liegt es das Kalb. Auf Stroh. Ein Kind darf sich einen Namen ausdenken. „Niko!“ Niko? Ja, okay, Niko.

Und so wünsche ich Niko alles Gute, ein kuhwürdiges Leben, in der Hoffnung, dass Niko nicht als Kalb auf dem Tisch im Nachbarhaus enden möge…

© Ulf Runge, 2008

Ja mei, is denn scho Mai?

28. April 2008 11 Kommentare

Leben 248 – Montag, 28.04.08

Gestern entdeckt…

© Ulf Runge, 2008

Schüsselfrage

28. April 2008 1 Kommentar

kleines Erfrischungsbad

Foto: © Bettina Stolze / PIXELIO

Leben 247 – Montag, 28.04.08

„Unser Fernseher geht gerade kaputt.“, erzählt der 11jährige Besucher. „Meine Eltern wollen sich jetzt eine Schüssel kaufen“, ergänzt er wissend.

Was das eine mit dem anderen zu tun habe, frage ich, ergänze scherhaft, ob sie denn zukünftig direkt in die Schüssel gucken wollen.

Ja, das habe er sich auch schon gefragt, wie seine Eltern das wohl gemeint hätten…

Und schaut „Ja, ja, die Eltern!“ denkend in die Runde…

© Ulf Runge, 2008

Aus der Arbeit der Kriminalpolizei: Homophon-Skandal aufgeklärt…

25. April 2008 4 Kommentare

Leben 246 – Freitag, 25.04.08

Aufgrund eines Tipps aus der Jugendredaktion sind wir einem Phänomen der Popmusik auf die Spur gekommen, nämlich dass in unscheinbaren, ja scheinbar harmlosen Texten, Botschaften sozusagen direkt ins Unterbewusstsein ausgesendet werden, ohne dass sich die Empfänger dagegen wehren können.

Bevor wir den aktuellen Stand der Recherchen durch die Öffentlichlegung eines bisher vertraulichen Videos kommunizieren wollen, hier noch ein Blick auf den Notizzettel des Leiters der Kriminalkommission „Agathe Bauer“:

An die Latte ging der Schuss, für den Stürmer kein Genuss,
nur der Torwart, der war froh, denn alle lieben den Mirko,
auch die Anneliese Braun, eine von den Spielerfraun,
und sie stand wenn gut ihr ging’s, meist am Zaun, da vorne links,
summte den Dickschädel Blues, winkt dem Mirko einen Gruß,
trank nen Schnaps gegen den Durst, rief „Hau auf die Leberwurst
und war gar nicht wirklich froh, als ihre Oma fiel ins Klo.
O Anneliese, popel nicht“, sagt jene als das Rohr durchbricht.

Segelst Du in Luv und Lee, Zahnweh tut egal wo weh.

Es macht eine Geschmacksattacke, wer reimt auf „You‘re feelin‘ Kacke“.

Zum Schluss will ich Euch jetzt noch sagen, sing Roland was vom Schnitzelwagen.

Strange, liebe Leserinnen und Leser? Ja, wirklich strange. Aber einen Click weiter löst sich alles auf:

Das Geheim-Video vom Homophon-Skandal

Viel Spaß!

P.S.: Wem „Agathe Bauer“, so wie mir, bis heute nichts gesagt hat, „Agathe Bauer“ ist ein Homophon zu „I got the power“…

(Und über den weißen Neger Wumbaba hatte ich ja schon an anderer Stelle berichtet…)

© Ulf Runge, 2008

Pröbchen

24. April 2008 5 Kommentare

Mundgeruch?

Foto “Mundgeruch?”: © Mariamne / PIXELIO

Leben 245 – Freitag, 25.04.08

Bisweilen frage ich mich. Was ich falsch mache. Im Leben.

So ist es mir vor einiger Zeit passiert, ich glaube, ich berichtete darüber bereits, also, ich komme aus dem Bahnhof, eine hübsche (das tut hier allerdings nichts zur Sache), junge (das auch nicht) Dame (und das eigentlich erst recht auch nicht; aber wenn ich es recht bedenke, ist das alles doch mit Sicherheit relevant…), also eine hübsche, junge Dame spricht mich freundlich lächelnd an, drückt mir eine kleine Schachtel in die Hand, wofür ich mich vorsorglich, ohne den Inhalt zu kennen, herzlich bedanke, wobei ich dann aus der Schachtel ein kleines Fläschchen herausfische, das sich einigen weiteren Gehmetern entpuppt, und zwar als Mundgeruchsbekämpfungsmittel. Na super! (Ich höre die Dame hinter mir insgeheim hinterherkichern, hey Alter, putz mal wieder Deine Zähne…).

Gestern. Was war gestern? Nun, ja, also, ich komme aus dem Bahnhof (aha!), ein hübsche (s.o.), junge (dto.) Dame (nein, es nicht die gleiche, es gibt wohl viele hübsche, junge Damen, die sich für Geld dafür hergeben, mir …, aber ich will nicht vorgreifen…). Also, eine hübsche, junge Dame spricht mich freundlich lächelnd an (nein, es ist nicht 6:00 Uhr morgens, ich liege auch nicht im Bett, es ist auch nicht Cher, die mich da aus dem Radio beglückt, und von Murmeltieren soll hier jetzt nicht die Rede sein…), drückt mir eine Tüte in die Hand (die Geschichte nimmt hier also doch noch eine unverhoffte Wendung), ich bedanke mich vorsorglich, ohne den Inhalt zu kennen, herzlich bei ihr, ich fische in der Tüte herum, bei einem kleinen Tübchen werde ich fündig, nein, nix gegen Mundgeruch, es ist eine Creme, eine Gesichts-Anti-Aging-Creme für den Mann. Na super! (Ich höre die Dame hinter mir insgeheim hinterherkichern, hey Alter, Du brauchst bestimmt ne Leselupe und nen Langenscheid, um rauszukriegen, was Du da in der Hand hältst… – oh bin ich wieder böse…).

Ach, warum immer was „gegen“? Gegen Mundgeruch, Falten, Pickel, verdreckte Brillengläser, was auch immer?

Oder sehe ich das nur falsch? Warum ist dieses leckere Mundwasser, das ich bis heute anzurühren keinen Anlass gehabt habe, nicht mit „Lecker-Atem“ betituliert? Warum heißt die Creme nicht „Schöne-Falten-für-die-Alten“?

Warum reg ich mich eigentlich auf? Nem geschenkten Gaul, heißt es ja. Und ich muss ja nun nicht alles auf mich beziehen.

Schon möglich. Aber was hätt ich heute sonst zu erzählen gehabt?

© Ulf Runge, 2008

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