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Archive for Februar 2008

Wie man sich auf einen Sturm vorbereitet

29. Februar 2008 9 Kommentare

Sturm in Rheine

Foto: © tutto62 / PIXELIO

Leben 220 – Freitag, 29.02.08

1. Höre Nachrichten

Am besten, Du hörst einmal am Tag Nachrichten. Oder siehst sie im Fernsehen. Und passt auf, was die über das Wetter sagen. Dann bekommst Du auch mit, so wie heute Abend, dass ein Orkan im ganzen Sendegebiet kommen wird. Schlecht ist, wenn der Orkan da ist und Du hast es nicht vorher gewusst. Dann nützt Dir auch dieser Artikel nichts. Also: Einmal am Tag Nachrichten hören!

2. Stelle Schilder auf

Mach Dir rechtzeitig vorher ein paar Schilder. Lass da „Vorsicht Sturm“ draufdrucken. Stelle die Schilder auf, wenn der Sturm kommt. Dann wissen die, die keine Nachrichten hören, dass bald der Sturm kommt.

3. Stelle Schilder auf – 2 –

Mach Dir rechtzeitig vorher ein paar Schilder. Lass da „Vorsicht Menschen“ draufdrucken. Stelle die Schilder auf, wenn der Sturm kommt. Dann bekommt der Sturm, wenn er lesen kann, ein schlechtes Gewissen und dreht hoffentlich ab. Die meisten Stürme können lesen. Leider sie oft viel zu schnell, dass sie überhaupt die Schilder sehen. Und dann zerstören sie, ohne schlechtes Gewissen, weil sie ja die Schilder nicht gesehen haben, was sie vielleicht gar nicht zerstören wollten.

4. Schaffe eine Aktenlage

Schreibe allen, die Du kennst, dass Du der Meinung bist, dass bald ein Sturm kommen wird. Wenn er dann da ist, kannst Du darauf verweisen, dass Du das ja schon immer vorher gesagt hast. Und Du kannst die anderen fragen, was sie denn bitteschön an Vorsorge getroffen haben, um diesen Sturm zu verhindern.

5. Schaffe eine Aktenlage – 2 -

Stelle einen Zusammenhang her zwischen Klimakatastrophe und Sturm. Bali-Urlauber und Emsland-Kühe sollen doch bitteschön nicht so einfach davon kommen, wenn der Sturm seine zerstörerische Kraft entfaltet.

6. Igel Dich ein

Verbrettnagle die Fenster und Türen. Nimm die Schilder aus Punkt 2. und 3. mit rein, damit sie nicht kaputt gehen. Sieh zu, dass Du sozusagen auf der Home-Position bist. Wenn irgendein Idiot jetzt noch draußen unterwegs ist, mach bloß nicht auf. Er wird den Wind mit reinbringen in Deine Hütte. Der Sturm fordert sein Opfer. Lass ihn sich für Dich opfern.

7. Mach Fotos

Nach dem Sturm mach Fotos. Nimm einen Rechtsanwalt. Verklage die Balifluggesellschaften und Emslandkuhbauern auf Schadenersatz. Kauf Dir von dem Geld ne Villa. Gehe zu 1.

© Ulf Runge, 2008

Samen on the rocks

29. Februar 2008 17 Kommentare

Wasserverwandlung

Foto: © fische777 / PIXELIO

Leben 219 – Freitag, 29.02.08

Woher wollen die denn wissen, dass das funktioniert? Einfach einsammeln und kühl halten. Und bei Bedarf rausholen. Das soll funktionieren?

Wovon hier die Rede ist? Von der Arche Noah der Pflanzen-Samen, die soeben in Spitzbergen eröffnet wurde.

Bei Minus 18 Grad Celsius werden hier die Samen möglichst aller Pflanzen unserer Erde eingelagert, für den Fall, dass durch einen Unfall kein Vergissmeinnicht mehr wächst. Egal welchen Namen dieser Unfall hat: Nagasaki, Tschernobyl, Terror, Ozonloch, Versteppung, Klimaerwärmung, Mensch.

Oder, falls alles zu spät ist, dass man genügend Material hat, die Erde wie einen Windows-PC „runterzufahren“, bis drei zu zählen und dann wieder „hochzufahren“.

Oder, falls das auch nicht geht, dass man wenigstens auf Beteigeuze ein Museum bauen kann, mit all den Samen. Hoffentlich haben die auch die entsprechenden Kühlaggregate. Sonst wäre es schad drum.

Noch mal die Frage: Woher wollen die denn wissen, dass das funktioniert? Ganz einfach: Jetzt ist man sich zwar noch nicht so sicher, aber wir befinden uns mittendrin im Test…

Und hinterher wird die Erde schlauer sein. Wir auch?

© Ulf Runge, 2008

Dein Sechzigster – Gratulation!

26. Februar 2008 6 Kommentare
Leben 218 – Dienstag, 26.02.08

Meine Liebe, ich gratuliere Dir ganz herzlich zum Sechzigsten! Wir hatten uns völlig aus den Augen verloren, muss ich gestehen, aber Du bist eine ganz tolle. Wir haben uns das erste Mal getroffen, als ich acht war.

Und es war, zumindest von meiner Seite, Liebe auf den ersten Blick. Obwohl Du ziemlich ungelenk daher kamst, wackelig will ich mal sagen, hast Du mich gefesselt, wie damals keine andere. Nein, ich war nicht frühreif. Ich glaube, ich war normal.

Du hast mir Dinge nahegebracht, die wichtig waren für mein weiteres Leben: Die Freude an der Modelleisenbahn, obwohl ich nie eine hatte, die Freude an der Physik (mit Herrn Tur Tur, dem Scheinriesen), die Freude am Prinzessinnen-Befreien.

Und so sitze ich hier, höre im Radio von Deinem heutigen Geburtstag, zu dem ich Dir ganz herzlich gratuliere. Und habe „Eine Insel mit zwei Bergen“ summend auf den Lippen, das Pfeifen verbietet sich um diese nächtliche Uhrzeit…

Nenne mich ein glückliches Kind, Dich mich begleitet habend zu wissen…

© Ulf Runge, 2008

Stöckchen (mein zweites): Warum ich mit WordPress blogge

26. Februar 2008 10 Kommentare

Kira holt Stöckchen

Foto: © jogger1260 / PIXELIO

Leben 217 – Dienstag, 26.02.08

Schlechten Gewissens, weil schon so lange nicht dort gewesen, clicke ich bei Christa vorbei, mal unverfänglich „Hallo!“ sagen wollend.

Entdecke dabei dieses „Stöckchen“, greife es hundig auf und nun habe ich es im Fang (Maul sagen nur die Nichthundebesitzer) und gebe meine fünf Gründe, warum ich mit WordPress blogge bekannt.

Formalerweise hier noch der offizielle Titel dieses Stöckchens:

Nenne 5 gute Gründe, warum du mit WordPress bloggst!

Ehrlich gesagt, ob die fünf nachfolgenden Gründen so gut sind, weiß ich nicht. Aber sind MEINE fünf. (Ob ich überhaupt auf fünf komme?)

Erstens: Wenn mein Mathelehrer in der letzten Klasse nicht zu mir gesagt hätte, ich weiß nicht, hat er mich geduzt oder gesiezt, ist aber auch egal, wenn er nicht zu mir gesagt hätte, „Runge, Du machst Informatik!“, ja was wäre dann aus mir geworden? Ein Salzstreuer? Eine Pfeffermühle? Ich ging prompt ins Internet, halt nein, das gab’s ja damals noch nicht, machte mich also anders schlau, studierte Informatik und habe es bis heute nicht bereut! Was das mit WordPress zu tun hat? Nichts. Aber: Wenn Renate Blaes und Ulrike Sennhenn mir nicht gesagt hätten, „Ulf, Nimm WordPress!“, ja was hätte ich dann gemacht?

Zweitens: Es kosten nix. Und es kann erweitert werden. Dann kostet es was. Und immer wieder denke ich, Mensch, das wäre doch ein Feature, das willste dazuhaben, aber dann denke ich, nee, es soll erst mal auch weiterhin nichts kosten.

Drittens: Mach mal ein Posting auf Deinem WordPress-Blog. Und dann such Dich mal mit Google. Ne Stunde später. Spätestens aber nen Tag später. Dann bist Du überzeugt.

Viertens: Du kannst unter sehr verschiedenen Layouts wählen, minimalistischen und verspielten, überfrachteten und geschmackvollen. Und Du bist nur wenige Mausclicks davon entfernt, einfach ein anderes Layout mal zu verwenden.

Fünftens: Es gibt einen „Basar“ mit angesagten Postings und interessanten Blogs. Hierüber habe ich z.B. Andrea gefunden.

Ich wüsste noch eine sechsten, aber der müsste eigentlich der erste sein (Vorsicht jetzt kommt SCHMALZ!!!): Ihr seid der Grund, die Leserinnen und Leser, die Kommentatorinnen und Kommentaroren. Mal ehrlich: Ich bin angenehm überrascht, in der heutigen Viren-, Trojaner- und Spam-Zeit so viele wohlgesonnene Menschen hier vorzufinden.

Oh je, und jetzt fällt mir doch noch ein siebter Grund ein. Ich bin so froh, dass mit AKISMET ein extrem leistungsfähiger Spamfilter zur Verfügung steht, der die dreckigen Kommentare gleich in die Ecke stellt, in die sie hingehören. Leider bleibt einem als Blogautor nicht erspart, hier noch mal drüberzuschauen, ob da nicht ein Kommentar unberechtigterweise reingerutscht ist.

(Falls die Verantwortlichen von WordPress dies lesen: Nein, meine Kontonummer gebe ich jetzt hier nicht an. Weil ich bin sehr dankbar, dass ich diese Plattform kostenlos und bisher werbefrei nutzen darf. Und mit 3 GB Plattenplatz jetzt auch verschwenderisch mit Bildmaterial umgehen darf. Das wäre der achte Grund…)

© Ulf Runge, 2008

So leer

Tank leer?

Foto: © melle-regi / PIXELIO

Leben 216 – Montag, 25.02.08

„Ach Du, ich fühl mich heute so leer! Das war mal wieder ein richtig harter Tag. 12 Stunden am Stück. Ohne Pause.“

„Ja, das glaub‘ ich Dir, die haben Dich heute ja ganz schön durchgeschüttelt! Mir ging’s heute doch bedeutend besser als Dir.“

„Ich will ja nichts sagen, aber verglichen mit mir schiebst Du ne ganz schön ruhige Kugel. Aber den Chef kümmert das wohl nicht…“

„Du, der hat vorher gewusst, dass ich eher von der ruhigen Art bin. Der soll sich nicht beklagen. Aber mal ehrlich, möchtest Du lieber wieder in diesem Haushaltswarengeschäft sein?“

„Nein, nicht wirklich. Ich fand das so widerlich. Jeden Tag hat mich dieser schleimige Kerl betatscht. Überall. Widerlich. Eklig!“

„Ja, schlimme Zeit. Doch ohne diesen WMF-Laden hätte ich Dich nicht, hätten wir uns nicht kennengelernt. Insofern hatte es auch sein Gutes, oder?“

„Na, ich weiß nicht. Aber ich bin Dir heute noch dankbar, dass Du mich da rausgeholt hast. Auch wenn ich heute schaffen muss wie blöd. Ich fand Dich ja so mutig, als Du, fast schon vollständig in Geschenkpapier eingewickelt, mit all Deinen Kräften durch den Laden gebrüllt hast:

<<Wer kauft denn, bitteschön, eine Pfeffermühle ohne Salzstreuer?>>…“

© Ulf Runge, 2008

Blond und witzig

24. Februar 2008 6 Kommentare

Blondine

Foto: © marile / PIXELIO

Leben 215 – Sonntag, 24.02.08

Er wird doch nicht, oder?

Doch, er wird! Ich erzähle jetzt einen Blondinenwitz.

Wobei, eigentlich ist alles ganz anders, muss ich zu meiner Ehrenrettung sagen.

Wir sitzen in größerer Runde zusammen, und es wird vorgeschlagen, dass sich jede/r kurz vorstellt. Eine Blondine ist gerade dran, gibt ihren Namen und ihre Profession preis, und sie ist eigentlich fertig, als sie noch um Aufmerksamkeit für einen Witz bittet, sie will einen Blondinenwitz erzählen.

Blondine erzählt Blondinenwitz! Ich sehe schon die morgigen Schlagzeilen der Boulevardpresse.

Im Saal wird es stecknadelfallenhörenderweise still.

„Eine Blondine sitzt im Flugzeug. Will eigentlich schlafen. Neben ihr sitzt ein Mann. Will eigentlich nicht schlafen. Spricht sie an, ob sie denn nicht mit ihm was spielen wollen. Sie verneint, dreht sich von ihm weg. Er spricht sie noch mal an, erklärt ihr die Spielregeln. Er bekäme 5 Euro für jede Frage, die er stellt und die sie nicht beantworten kann. Sie dagegen bekäme 500 Euro für jede Frage, die sie stellt und die er nicht beantworten kann. Sie lässt sich auf das Spiel ein.

Er legt los. Frage 1: <<Megabyte. Gigabyte. Na, wie geht es weiter? >> Sie schaut ihn ihn ratlos an, versteht die Frage nicht, greift zum Geldbeutel, gibt ihm 5 Euro.

Sie. Frage 2: << Geht auf drei Beinen den Berg hinauf und rollt anschließend auf Rädern wieder nach unten. >> Er hat absolut keine Idee. Packt seinen Laptop aus, recherchiert. Fragt den Käpt’n und die Flugbegleiter. Fragt, ob er mal ins Internet dürfe. Googelt wie ein Weltmeister. Nichts. Er greift zum Portemonnaie, zählt 500 Euro ab, drückt ihr kopfschüttelnderweise das Geld in die Hand.

Schweigen. Er wäre ja jetzt dran. Denkt immer noch über ihre Frage nach. Fragt sie höflich, ob sie denn bitteschön verraten könne, was die Lösung zu ihrer Frage sei.

Sie lächelt ihn an, greift in ihr Portemonnaie und gibt ihm einen 5-Euro-Schein.

© Eine Blondine und Ulf Runge, 2008

Unendlich

22. Februar 2008 8 Kommentare

Spiegel-Labyrinth

Foto: © fiee.visuelle / PIXELIO

Leben 214 – Freitag, 22.02.08

Da wollte ich nur mal so clicken. War in „meiner“ Community unterwegs. Schreibt da jemand was von „Ein Buch schreibt sich selbst“.

Reingeclickt. Bin ich verlinkt worden nach http://www.ernestoschae.de.

Schreibt jemand ein Buch. Jede/r kann sich melden. Ein Kapitel schreiben. Die Überschriften stehen.

Kannste doch mal mitmachen, denke ich so bei Dir, hast doch eh schon 20 Projeke laufen und fängst immer wieder was Neues an. Also gut, überzeugt, denke ich mir.

„Unendlich“. Dieser Kapiteltitel gefällt. Maximal 1000 Zeichen soll das Exposée umfassen.

Ich schreibe. Locker. Die Finger gleiten über die Tasten. Schon bin ich über 1000 Zeichen. (Die größte Schwierigkeit bestand darin, herauszufinden, wo in meiner Textverarbeitung die Anzahl Zeichen abgefragt werden können. Ochs vorm Berg, kann ich nur sagen. Es war so UNENDLICH leicht, dass ich drauf gekommen bin.)

Dann lese ich nochmal nach. Weil, wer lesen kann und lesen tut, ist im Vorteil. Die wollen nicht 1000 Zeichen Text, und zwar jetzt, die wollen ein Exposée. Boah, denke ich mir, haste noch nie gemacht. Lasse mir was einfallen. So ca. 600 Zeichen Umfang. Na klasse, dann passt da auch noch eine Textprobe mit rein. Ich kämpfe dann noch weitere 20 Minuten, um von den 1.022, 1.069 und 1.008 Zeichen endlich auf unter 1.000 Zeichen zu kommen.

Am liebsten würde ich hier ja das Exposée posten, aber ich glaube, das wäre nicht im Sinne der Veranstalter des Wettbewerbes So schicke ich jetzt mein Exposée an die dortselbig genannte Email-Adresse.

Und frage mich: Macht hier jemand mit? (Ahem, vielleicht bei einem anderen Kapitel. Das wäre nett. Wobei, ich hätte auch absolut kein Problem, wenn hier jemand zu „Unendlich“ etwas Überzeugenderes abgäbe als ich. Also, nur zu!)

© Ulf Runge, 2008

P.S.: Tut mir leid, dass ich heute nur Lese-Appetit stifte und nur vom Schreiben schreibe. Und nichts Geschriebenes poste…

Wie man ins Gespräch kommt

21. Februar 2008 23 Kommentare

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Leben 213 – Donnerstag, 21.02.08

Wir sitzen nebeneinander. Kennen uns nicht. Nicken uns freundlich zu.

Die Veranstaltung beginnt. Ein Vortrag. Mal wieder einer der Augenblicke, in den man herausgerissen wird aus seinem Trott. Gezwungen wird zu reflektieren. Selbstbild. Fremdwahrnehmung. Es geht um Potenziale, den geschäftlichen Alltag optimaler zu gestalten.

Ende des Vortrages.

Vorstellungsrunde. Jeder weiß was über sich zu erzählen. Ende der Vorstellungsrunde.

Jetzt ist netzwerken angesagt.

Wer irgendwen kennt, ist schon mal nicht schlecht dran. Kommt gleich ins Gespräch.

Wir sitzen nebeneinander. Kennen uns nicht. Nicken uns freundlich zu.

Versichern uns gegenseitig unsere Namen.

Und dann. Dann holt mein Nachbar seine Visitenkarte heraus. Sie ist gut gestaltet, passt zu ihm. Lege sie auf Seite. Wir lächeln uns an. Wissen noch nicht so recht, was wir jetzt reden sollen.

Übersprungsverhaltenzeigenderweise spiele ich mit seiner Visitenkarte, diese fällt auf die Rückseite. Nein, die Rückseite ist nicht leer, ist nicht weiß. Im Gegentum. Da sind jede Menge Stichworte aufgeführt, über die man, über die wir reden könnten.

„Buch schreiben“ steht da. Wir reden übers Schreiben. Ich erzähle vom Bloggen und Slammen.

„Löhn-Methode“. Ja, da kenne ich jemanden, der arbeitet superduperkonsequent nach Löhn. Ist sowas von perfekt organisiert. „simplify your life“ steht da. Erzähle ihm, dass ich, noch auf der Stufe 1 von 7 befindlich, auf der Stufe, in der man aufräumt, doch tatsächlich für drei Monate nicht in der Lage war, dieses Buch wiederzufinden.

Wir unterhalten uns angeregt. Wir reden über die Visitenkarte. Und dass das ein fantastische Idee ist, auf die Rückseite Stich- und Schlagworte zu schreiben, die einen interessieren, die auch die andere oder den anderen interessieren könnten, die dazu einladen, ins Gespräch zu kommen.

Und so sitze ich hier und denke mir, was ich denn so dichtgedrängt auf die Rückseite meiner Visitenkarte schreiben würde…

© Ulf Runge, 2008

„Zweiter“ Türkischer Marsch

18. Februar 2008 6 Kommentare

Wozu Scheibenwischer?

Foto: © windweit / PIXELIO

Leben 212 – Montag, 18.02.08

Du hörst die Melodie und stutzst. Das kommt Dir doch bekannt vor! Aber, Du lässt es dabei bewenden.

Und zwei Tage später hörst Du wieder, wie diese Melodie, geübtwerdenderweise in Deine Ohren dringt. Was ist das nur für eine Melodie?! Irgendein Indikativ von irgendeiner Sendung im Radio. Oder im Fernsehen. Die Töne verstummen wieder, und Du bleibst zurück, sinnierend, die Melodie kommt Dir soooo bekannt vor.

Am nächsten Tag das gleiche. Du gehst ans Klavier und lässt Dir Ross und Reiter nennen: „Türkischer Marsch“ aus „Die Ruinen von Athen“ von Ludwig van Beethoven. Aha! Unter „Türkischer Marsch“ hatte ich mir immer eine andere Klangfolge vorgestellt, es gibt wohl mehrere Türkische Märsche. YATM! Yet another Turkey March.

Die Melodie geht Dir nicht mehr aus dem Kopf. Du summst sie. Du pfeifst sie. Nein, das will ich selber lösen. Ohne Google. Wikipedia. Ich meine, vor einiger Zeit sogar gehört zu haben, dass es inzwischen einen akustischen Suchdienst geben soll, wobei ich meiner Phantasie hier und jetzt gar nicht den Lauf lassen möchte, mir so eine Audiosuche vorzustellen. Muss ich da pfeifen? Oder mit meinem bescheidenen Klangkörper summen? Aber ich wollte ja gar nicht darüber nachdenken…

Ich sitze, na es ist egal wo ich sitze, wichtiger ist, dass ich höre; ja, ich höre wieder diese Melodie. Dieser „zweite“ „Türkische Marsch“. UND ICH HAB IHN!!! Da ist sie die Eingebung: Scheibenwischer. Scheibenwischer. Schweibenwischer. Das muss es sein.

Hinweis: Dieser Artikel wurde bis zu dieser Sekunde kompletto recherchefrei geschrieben. Kein Google, kein Wikipedia. Aber jetzt will ich dann doch wissen, von wem die „Scheibenwischer“-Titelmelodie ist… (Bis gleich.)

(Wieder da.) Das Netz weiß nichts. Hierzu. Bis jetzt. Vielleicht ändert sich das ja noch. Und bis zum Beweis des Gegenteils behaupte ich mal, was ich hier geschrieben habe…

© Ulf Runge, 2008

Wanderer, kommst Du…

17. Februar 2008 14 Kommentare

Burg Liechtenstein

Foto: © Franz Haindl / PIXELIO

Leben 211 – Sonnstag, 17.02.08

Im Tresor hier, da liecht ´n Stein,
mein Geld, das liecht in Liechtenstein.

© Ulf Runge, 2008

P.S.: Der Titel ist der Anfang des berühmten Ingo Insterburg’schen Zweizeilers:

Wanderer, kommst Du nach Liechtenstein,
geh nicht vorüber, tritt mitten hinein…

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