Archiv

Posts Tagged ‘Stop’

STOPp 2.0

21. Oktober 2009 2 Kommentare
Leben 508 – Mittwoch, 21.10.09

STOP“ stand auf dem Stoppschild.

Nachdem mir dieser Gedanke durch den Kopf gehuscht war, als ich das mir wohlbekannte STOP-Schild so bewusst wie vorher noch nie wahrgenommen hatte, dachte ich zunächst, dies hier wird der kürzeste aller meiner Blog-Beiträge.

Ist es nun doch nicht geworden, da ich es nicht bei der Kuriosität gelassen habe. Sondern schon wieder auf dem besten Wege bin, mich zu erklären.

Fairerweise muss ich sagen, dass ich nicht der erste bin, dem solche Gedanken kommen. Deshalb hier gugelseidankenderweise ein Link auf einen Artikel, warum das Stoppschild gar nicht das Stoppschild ist, sondern ein Bild, und zwar das Bild 206. Und warum auf den deutschen / deutschsprachigen Stoppschildern auch weiterhin „STOP“ steht.

© Ulf Runge, 2009

Der Stopp ist dem Anschlag sein Tod

5. Dezember 2008 4 Kommentare

Leben 344 – Freitag, 05.12.08

Auf einer gepflegten Firmentoilette finden sich mitunter handtuchspendende Kästen. In ihrem Inneren beherbergen sie Stoffrollen, die nach und nach abgerollt und von einer Automatik hoffentlich auch wieder aufgerollt werden. Beim Patent ohne Sensor muss man dabei an der Handtuchrolle so lange ziehen, bis es einen Widerstand gibt oder ein Klack-Geräusch zu hören ist.

Dem unkundigen Toilettenbesucher hilft bei genau diesem Modell ein Aufkleber mit dem Text „Bitte bis zum Stopp ziehen!“

Aber wer weiß heute noch, dass es früher gar nicht „Stopp“ hieß?

Okay, die Rechtschreibreform hat aus dem verkehrschildkonformen „Stop“ ein DoppelPeWort gemacht. Davon soll hier aber nicht die Rede sein.

Früher stand auf besagten Kästen der Text „Bitte bis zum Anschlag ziehen.“ Es besteht – mit von mir als hoch vermuteter Wahrscheinlichkeit – kein Zusammenhang zwischen dem Verschwinden dieser Aufforderung und irgendwelchen terroristischen Aktivitäten.

Naheliegender ist folgende Erklärung. Böse Jungs schlichen eines Tages mit einem Messer bewaffnet auf eine Herrentoilette, um kratzenderweise das Wort „Anschlag“ zu amputieren und zwar an seiner empfindlichsten Stelle. So kratzten diese Flegel doch zunächst dem „Anschlag“ sein Hinterteil weg, einen „Ansch“ zurücklassen. Der Gipfel aber bestand darin, dem „n“ seinen rechten Fuß wegzunehmen, auf dass nur ein sich schämendes „r“ zurückblieb. Für den nasse Hände trocknen wollenden Mensch las sich das dann so:

„Bitte bis zum
Anr schlag ziehen.“

© Ulf Runge, 2008

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 177 Followern an