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Die andere Hälfte des Lebens
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© Paul-Georg Meister / PIXELIO
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Leben 160 – Dienstag, 18.12.07 Ordnung ist das halbe Leben. Sagt man. Die andere Hälfte ist die schönere. Sage ich immer. Ich glaube ich weiß, wie Ordnung geht. Ich glaube auch, dass meine Art von Ordnung so etwas Besonderes ist, dass nur wenige Menschen sie nachvollziehen können. Hauptsache ich kann. Disziplin und Ordnung sind sehr verwandt miteinander. Ich glaube, ich bin sehr diszipliniert. Um dann, wenn es wichtig ist, etwa wenn es gilt, mindestens mal die Welt zu retten, um mich dann also sehr gerne stören zu lassen im Diszipliniertsein. Da genieße ich dann lieber einmal, Samariter zu sein. Pfeife was auf die Disziplin, die geordnete Vorgehensweise. Das ist aber auch ein besonders kreativer Teil des Lebens, wenn man nach Lösungen suchen muss, wenn man entscheiden muss, wen man noch in die Analyse und Lösungsfindung einbeziehen sollte. Das ist bisweilen stressig, weil es eilt, weil man unter Erfolgsdruck steht, weil die Produktion nicht stehen darf. Aufgrund dieser Schilderung könnte ich wohl im Sternbild Zwillinge geboren sein. Bin ich aber nicht. Bevor ich versuche zu erklären, was mich zum Fischewassermann macht, noch kurz ein Exkurs zum Thema Papier. Man gebe mir ein Stück Papier, ich schaffe es, dieses in weniger als Nullkommanix unauffindbar verschwinden zu lassen. Standarddialog: „Ich hatte es hier auf Deinen Schreibtisch gelegt.“ „Hm. Kannst Du’s noch mal drucken, oder soll ich es suchen?“ Meistens bleibt mir das Suchen erspart. So jetzt also zu meinem Sternbild, dem Fischewassermann: Heute habe ich x-trillionsten Neuversuch gestartet, mein Papier- und Aufgabenchaos in den Griff zu bekommen. Nach monatelangem Durchhalten mit Kladden wird dies jetzt wieder ein Loseblattansatz. Wobei, diesmal habe ich eine Strategie, die hat die Welt noch nicht gesehen. (Höre ich da irgendwo Gelächter oder Gekicher?) So mache ich das oftmals tage-, monatelang, manchmal sogar über Jahre: Die immer neue Antwort auf die Frage: Wie organisiere ich mich, wie strukturiere ich meine Zeit, das bisschen Zeit, das ich selber noch disponieren darf? Die Zeit, von der ich meine, dass ich die Fremdbestimmung über meine Zeit in Form von Meetings akzeptieren muss. Oder auch nicht? Wenn jemand eine total clevere Art und Weise hat, sich und sein Leben zu organisieren, ich freue mich darauf, hier mehr darüber zu erfahren. Oder zu entsprechenden Tipps verlinks zu werden. Für die Zeit nach meinem neuen Ansatz… © Ulf Runge, 2007 |


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