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Joint Venture
| Leben 500 – Freitag, 09.10.09
Joint Venture Nummer 1 Ein Bekannter fragt mich, ob ich deeen schon kenne. Ne, sag ich, obwohl ich, wie immer bei Witzen, nicht vorher wissen kann, ob ich deeen schon kenne. Schluss der Vorrede! Hier ist er: „Das Huhn sagt zum Schwein: ‚Lass uns ein Joint Venture machen!‘ Gröhl! Ich muss lachen. Schöner Witz, finde ich! Joint Venture Nummer 2 Spontan entgegne ich meinem Bekannten, der Witz würde aber anders gehen. Der Witz müsse so lauten: „Ein gelbes Huhn und ein grrrrrr“, aber den behalte ich besser für mich. (Sorry.) Joint Venture Nummer 3 Abendbrottisch. Jugend sitzt auch am Tisch. Hat Besuchsjugend dabei. Ich eröffne der Runde, ich würde da einen Witz kennen. Den vom Joint Venture. Die mir Vertrauten winken gelangweilt ab. Sie kennen ihn schon. Doch die Besuchsjugend will ihn hören. Chaka! „Also ein Hase und ein Schwein, nee, geht ja gar nicht, Hase passt nur an Ostern. Also nochmal. Ein Hahn und ein Schwein, nee, ist auch nicht so gut. Also ein Huhn und ein Schwein …“ Und so kriege ich den Witz dann doch noch zusammen. Witz. Incl. Pointe! Wobei, ja, natürlich hätte ich das wissen müssen, aber ich wollte ihn einfach mal wieder erzählt haben, diesen Witz, also, statt zu lachen, fragt mich die Besuchsjugend: „Und was ist ein Joint Venture?“
© Ulf Runge, 2009 |
Im Jahr der Ratte: Von Fischen, Schweinen und Hunden
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Leben 260 – Mittwoch, 21.05.08 Was dieser Beitrag mit dem chinesischen Kalender oder mit Ratten zu tun hat? Nichts. Einfach nichts. (Höchstens dass wir uns im Jahr der Ratte befinden…) Ansonsten stimmt der Titel… Ja, wir laufen wieder. Wir, das sind mein Hund und ich. Und worauf er, mein Hund, und ich, worauf wir beide stolz sind, ich muss ihn nicht an der Leine führen, und er mich auch nicht. Und wenn wir jemandem begegnen oder von Autos, Mofas, Radfahren, Inlinern, anderen Joggern überholt werden, dann läuft mein Hund so brav und friedlich neben mir, dass es eine Freude ist. So auch gestern. Wir waren bereits auf einem der Feldwege angekommen. Eine Frau und ein Mann standen auf einem abzweigenden Weg, dort, wo wir sowieso nicht lang wollten. Hatten drei Ein-Fisch-namens-Wanda-Kleinhunde bei sich. Egal, das war nicht unser Weg und so trollten wir uns davon. Gute dreißig Minuten später, wir waren sozusagen auf dem Heimweg, joggten wir wieder zu genau dieser Stelle, die Frau und den Mann sah ich schon von ferne, sie waren inzwischen auf unseren Weg eingebogen (dafür hatten sie ja nun auch eine gute halbe Stunde Zeit gehabt…), nur die Hunde sah ich noch nicht, bedingt durch die hochgewachsenen Gräser am Wegesrand. Mein Hund jagt keine Hasen (mehr). Wenn vor uns ein Reh steht und ich „Sitz“ sage, macht mein Hund „Sitz“. Er ist zwar keine Maschine, aber inzwischen gut erzogen und nun auch nicht mehr der Jüngste. Er bellt auch keine Wildenten an, wenn sie denn im Formationsflug abends über uns rüberschnattern. Das mal so nebenbei. Wir nähern uns also dem Paar mit den noch nicht lokalisierten drei Hunden, da entdecke ich den ersten, in großer Entfernung von den beiden, sehr nahe zu uns. Dass einer von dreien braun war, konnte ich mich nun auch nicht mehr erinnern. Nur sein Hinterteil war auszumachen, und nen süßen Schwanz, man sagt bei Hunden ja Rute, hatte er. Sehr lang, sehr schlank, senkrecht runterhängend, und am Ende die Haare wegstehend wie bei einer dringend zu wechselnden Zahnbürste. Der Feldweg ist hier ca. 2 Meter breit, mein Hund nicht angeleint, aber brav „auf Fuß“ folgend, das Herz bleibt mir stehen, ja, es ist irgendwann alles mal das erste Mal, und dann sind wir auch schon nonchalant am ersten Schwein vorbei, nach zwei weiteren Herzschlägen passieren wir das zweite Schwein, und dann die erwartete finale Herzattacke, als wir von den drei Kleinstbestien ausgebellt werden. Ich habe meinem Hund dann anschließend erklärt, dass er soeben eine große Tat vollbracht habe, das seien Schweine gewesen, diese Tiere, die er so völlig ignoriert habe, die hätten wohl auch gerade einen Abendspaziergang gemacht, und als ich dann das Wort „Belohnung“ in den Mund nehme, spitzen sich seine Ohren, und sein Schritt wird schneller… © Ulf Runge, 2008 |


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