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Artikel getaggt mit ‘Mond’

Apollo 18

15. April 2010 4 Kommentare
Leben 572 – Hugoblog 3 – Freitag, 16.04.10

Er hat keine 100 Watt. Sonst hätte man sich bereits dieses Jahr die Frage stellen müssen.

Er hat auch keinen genormten Fuß. Weder E27 noch E14. Das ist absolut erschwerend.

Er hat nur noch wenige Monate.

Wie aus Geheimquellen verlautet, wird der Mond am 30.09.2012 abgeschaltet, nein, er wird abgeschaltet werden müssen, da er nicht den EU-Richtlinien für eine energiesparende Lichtquelle entspricht.

Eine bisher ungeahnte Koalition von romantisch Verliebten, Mondsüchtigen und Wasserschildkrötenschützern hat sich nun zusammengetan, das Apollo-Mondflug-Programm der NASA durch einen allerallerletzten Flug neu aufleben zu lassen.

Und Hugo wird an Bord sein. Seine letzte 100 Watt Glühbirne mit E14 Fuß im Gepäck. Er wird sie mit Sekundenkleber befestigen. Hoffentlich rechtzeitig. Es ist nicht die Schwerelosigkeit, die für ihn die Herausforderung darstellen wird. Nein, die Tatsache, dass er seine letzte „Hunni“ auf unserem Trabanten zurücklassen werden wird, dass treibt ihm heute schon die Tränen ins Gesicht.

Dann wird der Mond einen DIN-, EU- und ISO-gerechten Normfuß haben.

An jedem Mon(d)tag wird die Welt an Hugo denken. Hugo, danke!!! Wann immer Glenn Millers Moonshine Serenade erklingen wird, wir werden Hugotränen weinen. Die Anliegergemeinden des Mondsees werden sich darum reißen, Hugo die Ehrenbürgerschaft anzubieten. Aus Kuchenback-Kreisen hält sich hartnäckig das Gerücht, dass ein Bindemittel namens Hugoamin auf den Markt kommen wird. Und eine Musikinstrumentefirma aus dem Schwarzwald plant, ein neuartiges Tasteninstrument mit Mondlichtbeleuchtung auf den Markt zu bringen, das voraussichtlich Hamhugo-Orgel heißen wird.

Da Hugo aus Bescheidenheit auf Veröffentlichung dieser sensationellen Ankündigung auf seinen Mondblog, ahem Hugoblog, verzichtet hat, konnten wir ihm wenigstens abrungen, diesen Neuigkeit hier zu verbreiten…

© Ulf Runge, 2010

Spiegelei

12. Juli 2009 8 Kommentare
Leben 464 – Sonntag, 12.07.09

Lieber Freund,
danke.

Danke,
dass Du um die Ecke kommst.
Bei mir hereinschaust.

Mich nur ansiehst.
Mich verstehst, ohne auch nur ein Wort zu sprechen.
Stumm bleibst.
Dein Blick genügt.
Sagt alles.

Danke.
Dass Du wieder da bist.
Immer wieder zu mir kommst.
Mir Eingebung bist,
die richtigen Worte zu finden.

Danke.
Dass Du immer wieder da bist.
Bote.
Der Du mich fragen lässt,
ob denn die Zukunft ungewiss sei.
Der Du mir das Gestern zurückbringst.
Mir das Jetzt festzuhalten hilft.

Lieber Freund,
danke.
Begleiter.
Begleiter durch die Nacht.
Mir ein Spiegel.
Selbst ein Spiegel.
Sonnenspiegel.
Mond, Du.
Vollmond mir am liebsten.
Danke.

© Ulf Runge, 2009

Hinter’m Mond

26. April 2009 11 Kommentare

Leben 417– Sonntag, 26.04.09

Ich kaue meinen Salat. Trinke meinen O-Saft. Wir reden im Kollegenkreis. Nein, nicht über die Arbeit. Wir erzählen dies und das. Und plötzlich wird aus einem alltäglichen Gespräch ein bemerkenswertes, ein außergewöhnliches. Das kann nicht wahr sein, was die KollegInnen da erzählen. Kaum bistu mal für ne Woche off-world, will sagen, guckst im Urlaub kein Fernsehen, keine Nachrichten, hörst kein Radio, keine Nachrichten, hältst die Zeit an, für Tage, für wenige nur, und schon entgeht Dir etwas abstrus Besonderes.

Wobei meine Recherchen schlussendlich dazu führen, dass ich schon seit Jahren hinter dem Mond lebe.

Worum geht es?

Da häben an 25 Orten in Deutschland ganz viele Menschen gleichzeitig eine Kissenschlacht veranstaltet. Ich muss mein Amusement schmerzhaft verbergen, um nicht bei den Nachbartischen aufzufallen. Denke mir, da wärste auch gern dabei gewesen.

Natürlich ist das ein unzulässiger Gedanke, der Kollege holt mich dann auch sofort heim, indem er mehrfach das „Stadtreinigung“ in die Runde wirft. Klaro, so ein Happening verursacht gigantische Kosten, ungeplant noch dazu, bei der Stadtreinigung. Da würde ich nicht gerne zur Kasse gebeten werden wollen.

Allein, der Gedanke an so ein Event ist etwas Verführerisches.

Wie kann nun so etwas verabredet werden? Nun, es wird vermutet, dass als Technologie Doodle verwendet worden sei. Da kann ich nur mit einem fettbreiten Grinsen sagen: „Wir berichteten darüber“.

Wir können ja wirklich froh sein, in einer liberalen und freien Gesellschaft zu leben. Auch wenn der Kampf um das Existenzielle, um Einkommen und Arbeitsplatz immer härter wird, wenn wir immer wieder aufpassen müssen, dass der „Überwachungsstaat“ nicht Wirklichkeit wird, wobei ich glaube, dass das privatwirtschaftliche Überwachungsinternet eher Realität wird als das selbige staatliche Gemeinwesen. Will sagen, wenn ziviler Ungehorsam sich heutzutage in Kissenschlachten abspielt, dann kann es uns nur gut gehen.

Hier ein entsprechendes Video aus 2007 (das macht dann 2 Jahr „hinter dem Mond“ aus):

http://www.youtube.com/watch?v=Nh-I7sfjQhA

Eine beeindruckende Variante dieses Themas findet sich hier:

http://www.youtube.com/watch?v=0U_kp1saG-g

Und wehe, ich erwische jemanden mit einem Grinsen im Gesicht! :D

© Ulf Runge, 2009

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