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Ulf und der Wassersport

7. Mai 2012 16 Kommentare

Leben 844 – Montag, 07.05.12

Ulf und der Wassersport

Szene 1 – Schwimmen

Oh, wie habe darunter gelitten, dass ich anfangs der 1960er schwimmen lernen sollte. Köln, Agrippabad. Todesängstig immer weitere Distanzen schwimmen sollend. Oder vom 3er oder 5er springen. Tauchen, igitt! Warum ich keinen Triathlon mache? Weil ich schwimme wie ein Stein…

Szene 2 – Rudern

Als Jugendlicher, das war in den späten 1960ern, bin ich gerne zum Rudern gegangen. Von Köln-Nippes mit dem Bus zur Christophstraße gefahren und von mit der Straßenbahn bis Köln-Rodenkirchen.  Rudern ist ein tolles Hobby, leider fließen die Flüsse nicht immer dort, wo man wohnt…

Wir sind dann immer rheinaufwärts gefahren, im Vierer oder Achter, bis wir etwa in Königswinter eine „technische“ Pause bei einer Limonade oder auch schon mal bei einem Bier abgehalten haben. Das war dolce far niente pur…

Besonders gerne denke ich noch zurück an eine Wanderfahrt, bei der unsere Boote auf dem Hänger nach Altenahr oder Bad Ahrweiler, so genau weiß ich es nicht mehr, gefahren wurden, und wir dann moselabwärts bis Koblenz gerudert sind. Übernachtung in der dortigen Jugendherberge, zum ersten (und letzten) Mal Bier mit dem Strohhalm getrunken, sowas von Rausch gehabt, auwei auwei. Am nächsten Tag mit Brummschädel am Siebengebirge vorbei zurück nach Köln, oh das war schön.

Im Winter haben wir Krafttraining gemacht, was mir nicht wirklich Spaß gemacht hat, und anschließend Basketball, wofür ich mich richtig begeistern konnte.

Szene 3 – Windsurfen

Das war in der 1980ern, als ich tatsächlich auf einem Binnensee im Schwarzwald den Surfschein gemacht habe. Richtig mit Theorie uns so, Backbord, Steuerbord, Luv und Lee, Wende und Halse. Danach bin ich dann aber nie wieder gesurft. Habe es aber auch nicht vermisst.  Ist ja doch ganz schön wackelig, das Ganze.

Szene 4 – Segeln

Mit dem Chef und KollegInnen auf dem Bodensee gesegelt, ebenfalls in den 1980ern. Tolles Gefühl. Wenn Du als Team gemeinsam eine Wende einleitest, etwa. Schönwettersegeln ist klasse. Als dann allerdings Sturm aufkam, war ich der einzige von der Crew, dem unter Deck nicht schlecht wurde, so dass ich den anderen ein leckeres Frühstück zubereitet habe. Welches die anderen allerdings auch über Deck nicht lange bei sich halten wollten, statt dessen lieber Fische füttern. Toller Wassersport, aber bei schwierigem Wetter auch ein nicht ungefährlicher Nervenkitzel…

Szene 5 – Joggen

Joggen? Wassersport? Dann schau Dir mal diese Bilder an, die nach einem erfrischenden Schauer geschossen habe:

Ich bin so froh, dass ich seit knapp 8 Jahren kein Couch Potatoe mehr bin, sondern (meinem bewegt werdenden Hund zuliebe) das Laufen angefangen habe, woraus dann u.a. auch 8 gestartete und erfolgreiche Marathons seit 7 Jahren geworden sind.

Am 8.5.2005 hatte ich mich für den Mainzer Gutenberg Marathon angemeldet. Distanz Halbmarathon. Und am Ende der Strecke bin ich einfach weitergelaufen, rüber in die Wiesbadener Mainzer AKK-Stadtteil. Um am Ende 2/3-Marathon-Distanz zu beschließen, jetzt einfach die volle Distanz zu einem guten Ende zu bringen. Worauf ich in Mombach in einen heftigen Regenschauer geriet (ich sag ja, Wassersport). Ich habe mich kurz geschüttelt und gesagt: „Das war einfach eine Erfrischung von oben.“

Szene 6 – Da bist Du jetzt gespannt, oder? – Drachenbootpaddeln

Wow, ja, am Samstag war ich zu einem Schnupperpaddeln anlässlich der Bootstaufe des funkelnagelneuen Drachenboots der Dragonhearts Darmstadt/Groß-Gerau in Stockstadt am Rhein. Wow, das war gut. Du sitzt auf 10 Bänken zu zweit nebeneinander und bekommst mit der Muskelkraft so vieler TeamkollegInnen ordentlich Speed. Die Vereinsmitglieder waren absolut gut drauf und ich hätte mich sofort als Mitglied eingetragen, wenn ich zweimal die Woche unter der Woche die Anfahrt bewältigen könnte. Auf jeden Fall ist da eine Leidenschaft entfacht worden, und die Zukunft wird zeigen, was darauf wird.

Diese tolle Veranstaltung hätte etwas weniger Regenschauer und mehr Zuspruch von Interessierten verdient gehabt. Vielleicht ist das was für Dich? Es ist recht unkompliziert, mal mitzufahren. Auf der Homepage der Dragonhearts findest Du Ansprechpartner, die Dir gerne weiterhelfen, wann und wo Du selber mal Probe fahren kannst.

Und man erst mal im Boot sitzt und paddelt, dann stört einen weder das Wasser von oben (wenn es nicht gerade ein Platzregen ist oder ein Gewitter) noch das von unten, im Gegenteil auf einmal befindest Du Dich in Deinem Element, im Element Wasser…

Und beim Schreiben wird mir erst richtig klar, warum Drachenbootfahren „anders“ ist als Rudern. Im Drachenboot sitzt du in Fahrtrichtung und bekommst viel mehr mit von der Landschaft und dem, was ringsum geschieht…

© Ulf Runge, 2012

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