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Archive for the ‘Mein Schreibetagebuch: “Leben”’ Category

Gleiche Höhe

15. August 2014 1 Kommentar

Leben 1140 – Freitag, 15.08.14

Gleiche Höhe

 

Zwei Jungs stürmen aus dem Hauseingang gegenüber. Jeder Hält ein Flugzeug in der Hand. Einen Papierflieger. Das gleiche Modell, das ich auch in meiner Kindheit kennen gelernt habe.

Sie stellen sich nebeneinander auf. Werfen Ihre Flieger. Der eine Junge, ich nenne ihn mal Hans, dem sein Flieger liegt vorne. Der von Benny ist zweiter. „1 zu 0 für mich!“ ruft Hans.

Sie werfen erneut. Jetzt in die andere Richtung. Hans gewinnt erneut. 2:0 für ihn.

Nächster Versuch. 3:0. Hans wird größer und größer. Er wächst vor lauter Adrenalinüberschuss. Bennie schrumpft.

Beim 4. Wurf ist alles anders. Bennies Flieger liegt vorne. Leise jubelt er, triumphiert ganz leise. 3:1 für Hans.

Der nächste Wurf verändert die Welt. Die Welt dieser beiden Jungen. Waren sie doch auf den Plan getreten, um sich spielerisch zu messen. Ohne dass sie irgendwelche Konventionen getroffen hätten. Ohne irgendwelche Regeln. Sieger ist man intuitiv, wenn man vorne ist. Oder?

Erneut fliegt Bennies Flieger weiter als der von Hans. Selbiger ahnt, dass es nun eng für ihn werden könnte. Man würde jetzt ein „nur noch“ 3:2 für ihn konstatieren können.

Du kannst jetzt urteilen: „Der kann nicht verlieren.“ Du kannst auch aber auch urteilen: „Oh wie kreativ!“

„Dein Flieger ist gar nicht vorne. Das ist gleiche Höhe. Jeder bekommt einen Punkt. 4:2 für mich.“ In der Tat ist Bennies Flieger vorne. Aber nicht um eine volle Fliegerlänge. Die Nase des Fliegers von Hans ist auf gleicher Höhe mit dem Heck von Bennies Air Force One.

Ist das ein Indiz dafür, warum es bei der Abseitsregel den Unschärfefaktor „Gleiche Höhe“ gibt?

Abschließend noch das eine: Natürlich hat Hans gewonnen. Ansonsten hätte er bestimmt noch die eine oder andere Spielregel erfunden.

© Ulf Runge, 2014

Halber Stempel?

13. August 2014 2 Kommentare

Leben 1138 – Mittwoch, 13.08.14

Halber Stempel?

Ein Brot fehlt noch. Also machte ich mich auf dem Weg zum Bäcker. Ich bedeutete der Verkäuferin, dass ich gerne ein Brot mit hohem Roggenanteil, möglichst Sauerteig haben möchte.

Sie deutete auf das Bauernbrot. Genauer auf ein riesiges ganzes. Und ein halbes.

Ich entschied mich für das kleinere und bat darum, es zu schneiden.

Während die Dame meinem Wunsch entsprach und die Schneidemaschine bediente, grübelte ich. Soll ich? Oder soll ich nicht?

Sie reicht mir das Brot und sagt den Preis. Ich hole die Münzen passend aus meinem Portemonnaie. Und jene besagte Karte, die heute jeder treue Kunden von seinem Lieblingsbäcker mit sich rumträgt. Auf der mit Handzeichen oder Stempel zehn Mal vermerkt wird, dass man sich beim elften Mal ein kostenloses Brot verdient hat.

Ich reiche ihr die Karte und sage bestimmt und freundlich: „Für ein – ganzes – Brot gibt es ja einen Stempel. Wie ist das mit einem halben? Gibt es da einen halben Stempel?“ Ich erwarte, dass sie mir – ebenfalls freundlich und bestimmt – die Karte unverrichteter Dinge zurück gibt und digital darauf verweist, dass es nur für ganze Brote einen Vermerk gibt. Frei nach dem Motto „Ein bisschen gibt es nicht!“

Sie lacht. „Ich mach Ihnen ein halbes Handzeichen, okay?“ Macht sie nicht. Sie lässt sich nicht lumpen und malt ein komplettes Handzeichen.

Mit einem Lächeln im Gesicht verabschieden wir uns.

© Ulf Runge, 2014

Achte auf Deine Gedanken – wenn Du Zug fährst

10. August 2014 7 Kommentare

Leben 1137 – Sonntag, 10.08.14

Achte auf Deine Gedanken – wenn Du Zug fährst

 

In der ganzen Region waren – teils schwere – Gewitter angesagt, und doch riskierten wir, mit dem Zug auf die Woinemer Kerw zu fahren. Wir hatten absolutes Glück. Bisweilen fanden einzelne Tropfen den Weg auf Stirn, Brille und Nase. Und das war’s dann auch. Woanders dagegen musste es wohl gekracht haben, denn so langsam wich die schwüle Luft und eine angenehm frische Brise brachte leichte Abkühlung.

Wir hatten ein gutes Timing. Unerwartet kamen dunkle Wolken näher. Nur knapp ereichten wir den Bahnhof trockenen Hauptes. Zwei Stationen mit dem Zug und wir würden alles richtig gemacht haben.

Achte auf Deine Gedanken. Denn sie werden Worte… (Wie es hier weitergeht, findet sich mannigfaltig im Netz.)

Wenn jemand in sehr beengten Wohnverhältnissen zu mir sagt, er hätte gerne mehr Platz, dann weise ich gerne augenzwingernd darauf hin, dass man mit sowas vorsichtig sein solle. Insbesondere wenn eine Gefängniszelle z.B. mehr Platz bietet als das, was man gerade selber zur Verfügung habe.

Ich mach’s kurz. Wasser von oben. Nicht enden wollend. Als wäre da oben ein Wasserrohr geplatzt. Kübelweise Wasser. Kurz bevor wir den ersten der beiden Bahnhöfe erreichen, kracht es heftig unweit der Bahnstrecke. Wir halten auf einem anderen Gleis als üblich. Weil ein verspäteter Eurocity überholen soll. Vielleicht haben wir ja dadurch ein bisschen länger Aufenthalt hier, vielleicht sogar bis der Regen vorbei ist, damit wir beim Aussteigen nachher nicht noch plitschnass werden.

Genau! Wir wünschen uns gerade in diesem Augenblick, der Zug möge doch bitte so lange stehen, bis das Wetter vorbei sei.

Das Licht im Zug geht aus. Notbeleuchtung. Stimme aus dem Lautsprecher: Kein Oberleitungsstrom. Er meldet sich wieder, wenn er was weiß.

Nun er hat sich nicht mehr gemeldet, obwohl die Bahn-App bereits wusste, dass der Eurocity nicht mehr überholen würde, weil die Weiterfahrt abgesagt ist. Als der große Regen dann vorbei ist, kommt das herbei bestellte „Familientaxi“. Wir sehen gerade noch, dass auch dieser Zug nicht weiterfahren wird und zurückfährt, nachdem viele ratlose Fahrgäste ausgestiegen sind.

Ich wünsche mir immer wieder ganz fest und doll 6 Richtige mit Zusatzzahl und Superzahl. Nix passiert.

Da wünscht man sich ein einziges Mal: „Zug bleib stehen“. Und alle Engel im Himmel erhören den Wunsch.

Fazit: Die Region hat es mächtig erwischt. Hilfskräfte werden die ganze Nacht noch beschäftigt sein, Straßen wieder passierbar zu machen, auf denen umgestürzte Baume den Weg versperren. Wir saßen im Trockenen und hatten Glück.

© Ulf Runge, 2014

Simsalaspinn

25. Juli 2014 4 Kommentare

Leben 1135 – Freitag, 25.07.14

Simsalaspinn

 

Ich werde angerufen. Will abheben, bin aber zu langsam. Und bekomme sogleich eine SMS. Dass ich eine Nachricht auf der Mobilbox habe.

Gelesen, getan. Ich rufe also meinen digitalen Assistenten an. Höre ab, was mir kurz vorher draufgesprochen wurde.

Ich möge doch bitte um dannunddann daunddort sein.

Mach ich doch glatt. Schreibe in meine Antwort-SMS, dass ich um 1902 in H. bin. Undsoweiter.

Dann schicke ich sie ab.

Denkste. Fehlermeldung.

Ich schicke die Nachricht nochmal ab. Nochmal Fehler.

Hallo? Was soll das? Bin ich im Funkloch? Nein. Der Empfang ist gut.

Habe ich ein SMS-Limit? Nein, ich habe sowas von flat, flätter geht es nicht.

Ich bin ratlos. Schaue auf das Display.

Hast Du eine Idee, was mir passiert ist? Wenn ja, dann klicke auf weiter. Wenn nein, dann auch.

Weiterlesen…

Alles Husten!

22. Juli 2014 3 Kommentare

Leben 1134 – 22.07.14

Alles Husten!

Wenn ich über Musiktheater schreibe, stellt sich die berechtigte Frage, wen denn dann das schon interessieren könnte? Ich kenne nicht die Größen der Szene und so viele Opern habe ich auch noch nicht gesehen/gehört. Trotzdem verliere ich jetzt ein paar Zeilen über den gestrigen Besuch im Nationaltheater Mannheim.

Auf dem Weg in die Vorstellung fällt mir ein, dass es in den sechziger Jahren einen Wort- und Lach-Künstler gab – wir würden ihn heute Comedian nennen -, der auf sehr subtile Weise die Welt erklärt hat: Adolf Tegtmeier hieß die Figur des kleinen Mannes aus dem Ruhrpott, mit der Jürgen von Manger Bildungsbürgerwissen unters Volk brachte.

Wir hatten da eine Vinyl-Schallplatte mit der „Fahrprüfung“, dem „Schwiegermuttermörder“ und noch weiteren „Stegreifgeschichten“. Und in einem dieser Sketche verrät uns Jürgen von Manger, was er denn über die bedauerliche, weil tuberkulosekranke Hauptperson Violetta in „La Traviata“ zu berichten weiß: „Alles Husten!“

Bis jetzt, wenige Minuten vor meinem „La Traviata“-Erstbesuch gab es über 50 Jahre lang genau diese eine Assoziation: „Alles Husten“.

Nun, die Vorstellung war ungehustet, die Geschichte todtraurig und ohne Happy End. Nichtsdestotrotz hat mir die Oper gut gefallen:

@Verdi: Klasse Arien!

@Solistinnen, Solisten, Chor: Ausdrucksstarker und dichter Gesang, einfühlsame Mimik!

@Orchester incl. Dirigent: Ich habe es genossen, von der Loge aus den Orchestergraben sehen zu dürfen; total konzentrierte Höchstleistung; an Klarinette und Oboe habe ich meine besondere Freude gehabt

@Inszenierungsverantwortliche und das Team dahinter: Maximal reduziertes Bühnenbild, das es erlaubt sich auf Handlung und Musikkunst zu fokussieren; teilweise total witzig, etwa wie aus Damenkleidern und Stöckelschuhen behörnte Stierkampfrinder werden. Überhaupt: Wunderbar einfach gehaltene Kostüme, die durch markant farbige Attribute die unterschiedlichen Rollen hervorheben.

Mehr mag ich als Opernkunstbanause hier nicht zum Besten geben.

Außer eines noch.

Elfmeterschießen ist ohne jede Dramatik, wenn man sich an den gestrigen 2. Akt zurück erinnert.

Man stelle sich folgendes vor: Eine große leere Bühne. Diagonal liegt auf dem Boden ein „Laufsteg“ aus einer Art Teppichrollenmaterial, ein langer weißer Streifen. Die Idee ist, dass die wenigen Hauptdarsteller genau hier hin und her laufen.

Es geschieht in der kurzen Umbaudunkelheit nach dem 1. Akt, der Laufsteg liegt auf einmal nicht mehr ganz gerade, er macht eine leichte Kurve und genau dort, wo die Teppichrolle ein bisschen die Richtung ändert, wellt sich das Material nach oben, und bildet vom Boden bis in Kniehöhe ein gefährliches Hindernis auf einer Länge von einem knappen Meter.

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Violetta steht am vorderen Rand der Bühne, und von hinten bahnt sich Alfredos Vater singend und schnellen Schrittes den Weg zu Violetta. Er muss über den hochgewellten Knubbel rüber, beschleunigt seinen Lauf. Und springt. Absolut sportlich.

Nun nähert er sich Violetta von hinten, umfasst sie und beide bewegen sich heftig ariensingend im Zeitlupentempo rückwärts auf den Knubbel zu. Alfredos Absätze sind jetzt in der Zone, wo der Knubbel vom Boden abhebt und jeder Schritt gefährlich ist wie auf einer Eislaufbahn. Durch das vorsichtige Rückwärtsgehen verschiebt sich der Knubbel ein bisschen. Schritt für Schritt wird der Knubbel zurückeschoben. Beim jeweils nächsten Schritt muss der sich bewegende Fuß den Knubbel aus leicht luftiger Höhe herunterholen und Standfestigkeit herstellen.

Rückwärts sagte ich. Während Alfredos Vater die Gefahr an den Schuhen spürt, ohne sich nach ihr umschauen zu können, ist Violetta womöglich ahnungslos. Verbale Kommunikation zwischen den beiden ist nicht möglich, sie müssen singen, singen, singen. Und schrittweise laufen, laufen, laufen.

Dann bewegen sich die beiden sich endlich wieder vorwärts, weg vom Knubbel. Die Gefahr ist für Sekunden gebannt. Nur für Sekunden, weil nun weitere Protagonisten (Alfredo und Violettas Arzt) auftauchen. Und ebenfalls den großen weiten Raum der Bühne choreografiekonform verschmähen. Es muss der Laufsteg sein, der zu Violetta führt.

Unter „Lebensgefahr“ läuft Alfredos Vater rückwärts zu den beiden anderen Männern, es gelingt ihm, heil über den Knubbel rüber zu kommen. Links vom Knubbel: Violetta. Rechts davon: die Männer.

Dann passiert etwas Überraschendes. Violetta verlässt den Laufsteg zur Seite hin, so als dürfte sie das einfach, und Alfredos Vater erkennt seine Chance: er läuft jetzt nonchalant, „rein zufällig“ und erbarmungslos wie eine Dampfwalze (so wie bei „Ein Fisch namens Wanda“) den Knubbellaufsteg lang, bis er die Luftwelle am Ende rausgelaufen hat.

Es gab verschiedene Situationen, in denen es berechtigterweise Szenenapplaus gab. Dieser Knubbelbeseitigungsaugenblick war auch so ein magischer Moment, den man lautstark hätte feiern können. Ist aber nicht passiert. Allerdings hatte ich in dieser Situation schon das Gefühl, dass alle im Publikum einmal tief durchgeatmet haben.

Was bis jetzt ungeklärt ist: War der Knubbel Absicht? Sollte er die Schwierigkeit symbolisieren, mit der Alfredos Vater zu kämpfen hatte, um Violetta davon zu überzeugen, dass sie von Alfredo Abstand nehmen solle?

Ich habe das mit einem anderen Besucher diskutiert. Wir kamen zu dem Schluss, dass ein weiterer Besuch der Oper keinen Aufschluss bringen würde. Wenn der Knubbel Absicht ist, könnte es beim zweiten Besuch trotzdem passieren, dass der Knubbel nicht zustande kommt. Die Mathematik kennt da das Gesetz der Großen Zahlen. Das gilt, wenn ein Experiment ca. 1000 Mal durchgeführt wird.

Im Ernst: Ich bewundere die Contenance und Leichtigkeit, mit der die handelnden Personen mit dieser Herausforderung umgegangen sind.

Chapeau!

„Alles Husten!“ war vorgestern. Für mich ist „La Traviata“ jetzt die Hubbeloper.

© Ulf Runge, 2014

Nörgelfalle

11. Juli 2014 2 Kommentare

Leben 1133 – Freitag,, 11.07.14

Nörgelfalle

 

Der geschäftliche Teil unseres Telefonates ist erledigt. Jetzt machen wir, was man nach den Regeln der Kommunikationskunst zu Beginn eines Gespräches tut: Small talk. Und über was reden die und der Deutsche wenige Stunden vor DEM Endspiel?

Genau. Über Fußball. Nein, nicht über die Aufstellung. Aber wie die Stimmung ist in Deutschland. Irgendwie so ähnlich wie 2006, als wir beinahe im eigenen Land Champion geworden wären.

Wir beteuern einander, dass die Menschen, denen wir begegnen, derzeit irgendwie besonders positiv gestimmt sind. Zuversichtlich. Fröhlich.

Ich bemerke: „Ja, es ist schön zu erleben, dass die ewigen Nörgler endlich mal Ruhe haben und Ruhe geben. Dieses hässliche Rumhacken auf anderen hat aktuell so richtig Pause!“

Wir schweigen uns an. Ich ergreife die Flucht nach vorne. „Jetzt habe ich doch gerade tatsächlich über Nörgler genörgelt und bin in die Nörgelfalle getappt!“

© Ulf Runge, 2014

Me and You and die Statu(e)

10. Juli 2014 2 Kommentare

Leben 1132 – Freitag, 11.07.14

Me and You and die Statu(e)

 

Ich bin unterwegs. In der Stadt. Habe eine große Liste von Erledigungen, die ich nachher abgehakt haben möchte. Haste und eile mit Tunnelblick durch die City.

Über einen großen Platz. Mit einer großen Statue. Goethe. Schiller. Wer auch immer. Bedeutend.

Jäh halte ich inne. Bereue, dass ich meinen Fotoapparat nicht dabei habe. Nur mein Handy. Schalte den Foto von meinem Handy ein. Mache dieses Foto hier.

 

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Du fragst Dich vermutlich, warum ich denn diesen Schnappschuss gemacht habe. Die beiden jungen Leute von hinten, was ist denn da Besonderes dran?

Ich sage mal. Keine sechs Monate mehr bis Weihnachten. Und wenn Du ein geniales und originelles Weihnachtsgeschenk suchst, was die Welt noch nicht gesehen hat, oder zumindest ich, der Ulf, dann hilft Dir die nachstehende Ausschnittsvergrößerung vielleicht weiter.

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Machen die also ein Selfie zu dritt. Statt Me and You and a Dog named Boo also Ich und Du und die Statu(e) schaut zu.

Wobei. Mal ganz ehrlich. Dies ist so ein hammermäßiges Teil, Du wirst nicht riskieren, es als Präsent eingepackt im Schrank liegen zu lassen, damit Dir andere beim Schenken zuvor kommen können. Nein, Du wirst jetzt gleich und sofort im Netz auf Suche gehen, da bin ich sicher. Und auch schnellstmöglich die WeihnachtsmännIn spielen.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Ich habe die beiden angesprochen. Zunächst auf Deutsch. Dann auf Englisch. Habe sie gefragt, ob sie das selber gebastelt haben. Oder gekauft. Ne ne, das sei gekauft. Lächeln mich an.

Fällt mir noch ein, dass ich den beiden sage, dass sie damit all die Handy- und Fotoapparat-Klauer „arbeitslos“ machen, die so „gerne“ behilflich sind, wenn man in der fremden Stadt ein gemeinsames Foto von sich haben möchte.

In der Tat frage ich mich. Was machen die zukünftig? Die müssen ja alle umgeschult werden.

© Ulf Runge, 2014

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