Schilda-Schilder – Die zweite

Leben 924 – Mittwoch, 22.08.12

Schilda-Schilder – Die zweite

Es war einmal eine Mischung aus Hundekackwiese und Matschepampenstellplatz für Autos, deren Halter gerne Schuhe putzen.

Dann wurde der Kerweplatz genau hierhin verlegt, über der Matschepampe wurde Schotter verteilt, aber ein Aushängeschild für die Gemeinde war dieses Areal nicht wirklich.

Dann muss jemand Geld gefunden haben, oder den Zustand dieses Platzes einfach nur peinlich, denn vor einiger Zeit fingen Bauarbeiter an, den Platz mit Betonsteinen zu pflastern. Rechtzeitig vor der nächsten Kerwe.

Wenn nicht gerade Kerwe ist, und das ist meistens im Jahr, stehen dort oft Kleinlastwagen, manchmal auch größere, wenn die Fahrer, die hier im Ort schlafen, am nächsten Morgen gleich zu ihrem Zielort losfahren können.

Jetzt also wird der Platz gepflastert und die Lehrer, Erzieherinnen, Eltern und Blutspender finden hier einen besseren Parkplatz als auf der häufig stark gefüllten Straße.

Das hätte alles sein können.

Wenn ich nicht vor kurzem folgendes entdeckt hätte:

Ein Schildbürgerstreich, der seinesgleichen sucht. War man – wohl aus Kostengründen – nicht bereit, den Untergrund auch lastwagentauglich zu gestalten und die dickeren Steine für höhere Gewichte zu verwenden, so hilft ein Schild, die bisherigen Parkplatznutzer zu vertreiben oder ihr bisheriges Tun zukünftig zu einer Ordnungswidrigkeit werden zu lassen.

Ich frage mich nur, was denn so ein Audi Quattro an Gewicht auf die Straße bringt, mit dem die Kids so zur Schule gebracht werden.

Oder so ein Budenwagen von den Kerwe-Schaustellern?

Das hätte alles sein können.

Wenn ich nicht jüngst folgendes entdeckt hätte:

Ich frage mich, wie schafft es der Abschleppwagenfahrer, das zulässige Höchstgewicht zu unterbieten, während er ein bis zwei Tonnen am Haken hat? Kann es sein, dass er, der Abschlepper durch einen weiteren Abschleppwagen zum Abgeschleppten wird, weil er zuviel wiegt. Und und und…

© Ulf Runge, 2012

Schilda-Schilder, die erste findest Du hier

  1. Hase
    25. August 2012 um 11:17 | #1

    Lieber Ulf,
    ja die “Schilda” sind manchmal lustisch ♫
    liebe Grüße
    ein schönes Wochenende ♫
    Erika ♫

  2. Hase
    25. August 2012 um 11:39 | #2

    P.S. Für die Betroffenen Leidtragenden natürlich hört der Spaß irgendwann und irgendwo auf…. Mein Mitgefühl möchte ich hier auch zum Ausdruck bringen…….
    es gibt schließlich immer zwei Seiten
    (der Rhein liegt dazwischen….)
    schunzel,
    Erika :-)

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