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Archive for 8. April 2012

Ka? Kum!

8. April 2012 8 Kommentare

Leben 834 – Ostersonntag, 08.04.12

Ka? Kum!

 

An dieser Stelle mal ein kleiner Aufreger, wie gedankenlos wir mit unserer Sprache umgehen.

Mal ehrlich, wenn Dir ein Arzt so ein Mittel gegen eine Infektionskrankheit verschreibt, dann sprichst Du möglicherweise auch davon, dass Du ein Antibiotika nimmst. Weil das fast alle so sagen. Weil viele nicht wissen, dass das die Mehrzahl von Antibiotikum ist.

Damit leben wir inzwischen. Okay.

Doch was musste ich heute früh hören? Der Papst hat eine Messe in einer Basilika gehalten. Genau. Es muss natürlich Basilikum heißen…

© Ulf Runge, 2012

 

toomisches

8. April 2012 7 Kommentare

Leben 833 – Ostersonntag, 08.04.12

toomisches

 

Supermarkt. Ostersamstag. Alle sind gerade unterwegs, um hier zu kaufen. ALLE. Als wisse man nicht, wann die Geschäfte wieder öffnen und Ware feil halten. Alle Kassen sind besetzt und an jeder steht eine lange Schlange.

Ich befinde mich an meiner Kasse in Warteposition 5, sprich vier KundInnen sind noch vor mir dran. Unsere Kasse hat ein kleines, aber für diese Begebenheit bedeutsames Manko. Aktuell haben 7 KundInnen die zu bezahlende Ware aufs Band aufgelegt, es sind aber nur insgesamt 2 Kundentrennstangen (oder wie heißen die denn eigentlich) im Umlauf.

Die Kassiererin scannt die Artikel der Kundin in Position 1 zügig durch und als die erste der beiden Kundentrennstangen vor ihr liegt, schiebt sie diese in die zum Band parallel verlaufende Kundentrennstangenführungsschiene, um ihr dann mit Schmackes einen Schubs zu verabreichen. Eine sicherlich sinnvolle Technik, wenn es das Ziel sein soll, besagtes Teil ganz ans Ende des Bandes zu befördern.

Kundin 3, die ihre Ware noch nicht von jener von Kundin 2 getrennt hat, läuft nun also an uns allen vorbei bis zu der Stelle, wo die geschubste Stange zum Liegen gekommen ist, um selbige aufzugreifen und nun ihre Ware von der Vorkundin abgrenzen zu können.

Das gleiche Schauspiel spielt auch für die Dame vor mir ab: Das begehrte Teil wird von der Kassiererin so heftig angeschoben, dass es ebenfalls ganz nach hinten gleitet. Auch sie zwängt sich an mir vorbei und den Kunden hinter mir, bis sie endlich ihre Kundentrennstange aufs Band legen kann.

Das passiert mir nicht! Denke ich. Wie stelle ich das nur an? Finger in die Schiene halten und das Teil stoppen? Das kann schief gehen und ganz schön weh tun. Denke ich. Die Schachtel mit den Staubsaugerbeuteln zwinkert mir zu. Ja, genau so wird es gehen. Ich stelle die Schachtel quer auf die Führungsschiene.

Die Kassiererin ist gerade wieder fertig mit dem Scannen, nimmt das Teil meiner Begierde und was macht sie? Nichts. Sie sieht mich an. Hat sie doch entdeckt, dass ich da eine Sperre aufgebaut habe. Sie amüsiert sich köstlich, grinst mich an, ich lächle zurück, und mit dem Hauch einer Brise von Windstärke 1 lässt sie die Kundentrennstange mit Schneckentempo zu mir rübergleiten…

©  Ulf Runge, 2012

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