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Ockelbo Ost

26. Juli 2010 14 Kommentare
Leben 600 – Montag, 26.07.10

Ockelbo Ost

Ockelbo Ost

„Ockelbo Ost“ lese ich.

Ein harter Tag liegt hinter mir, ich hab die Stunden nicht gezählt, fahren, fahren, fahren, Schweden ist ein großes Land. Die Scheibenwischer sind nicht nachgekommen, zeitweise war die Fahrbahnmarkierung nicht zu erkennen, und erst wenn der Tank zur Neige ging, hieß es, rechts raus fahren, tanken und weiter.

Raus in das Schmuddelwetter, die Kreditkarte einschieben, den Geheimcode eingeben, kein Schwein braucht den Geheimcode in Deutschland, da unterschreibt man mit seinem guten Namen, aber hier brauchst Du den Geheimcode, also Geheimcode eingegeben, Zapfsäule ausgewählt, nochmal nachgedacht, ob 95 wirklich Super ist, ja, 95 ist Super, also für 500 Kronen getankt, mehr geht nicht mit einer Kreditkartentransaktion, den Tank verschlossen, nochmal die Kreditkarte reingeschoben, die Quittung herausgeholt, pudelnass zurück ins Auto, nochmal überprüft, ob die Kreditkarte da ist, und weiter, weiter, weiter, nordwärts.

Angst vorm Sekundenschlaf, immer dieses eintönige Tempo, 90, höchstens 110, bezaubernde Wälder links und rechts, endlose Wälder. Oder Seen. Liebliche Seen. Endlose Seen.

„Ockelbo Ost“ lese ich. Das könnte der Name einer Autobahnraststätte sein.

Aber nein. Ich sitze am Küchentisch, denke an die Herfahrt und öffne voller Vorfreude den leckeren „Ockelbo Ost“.

Ockelbo? Das ist die Stadt, aus der das jüngste Mitglied des schwedischen Königshauses kommt, der Prinzgemahl.

Ost? Das ist schwedisch und heißt „Käse“!

Ockelbo Ost

Ockelbo Ost

Smaklig måltid!

© Ulf Runge, 2010

P.S.: Und die Raststätte würde vermutlich „Ockelbo östra“ heißen.

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